Interimsstandort (voraussichtlich bis 2030). Das Stammhaus am Museumpark 18 ist seit 2019 wegen Sanierung geschlossen. Zu sehen sind Sammlung und Ausstellungen im benachbarten Depot Boijmans Van Beuningen (Museumpark 24). Das Museum nennt 2030 als Jahr der Wiedereröffnung.
Grosse Retrospektive der venezolanisch-amerikanischen Pop-Art-Künstlerin mit über 80 internationalen Leihgaben – von bunten Holzfiguren bis zu Zeichnungen. Das Museum zeigte sie bereits 1968 in ihrer ersten Einzelausstellung.
Bilder des Rotterdamer Malers Willem van Veldhuizen (1954–2025), der menschenleere Museumsräume mit Spiegelungen und Ausblicken malte – im Lagerraum A3.06 der Moveo Art Collection, geöffnet Do–So.
Erste museale Einzelausstellung des brasilianischen Künstlers in den Niederlanden mit einer neuen, raumgreifenden Textilinstallation; begleitend wird seine begehbare Arbeit „Celula Nave“ aus der Sammlung restauriert.
Über das Museum
Den Grundstock legte der Sammler Frans Jacob Otto Boijmans, der seine Gemälde der Stadt Rotterdam vermachte; 1849 öffnete das Museum im Schielandshuis. Ein Brand im Jahr 1864 vernichtete einen erheblichen Teil der Bestände. Seither wuchs die Sammlung vor allem durch Schenkungen – rund 1.700 private Sammler haben bis heute dazu beigetragen.
1935 zog das Museum in den Backsteinbau von Stadtbaumeister Ad van der Steur am heutigen Museumpark, dessen Turm zum Wahrzeichen wurde. Mit der Übernahme grosser Teile der Sammlung des Reeders Daniël George van Beuningen erhielt das Haus 1958 seinen Doppelnamen. Erweiterungen folgten 1972 (Bodon-Flügel) und 2003 (Robbrecht en Daem).
Weil das denkmalgeschützte Gebäude stark sanierungsbedürftig war, schloss es 2019. Seit November 2021 steht daneben das von MVRDV entworfene Depot – das erste öffentlich zugängliche Kunstdepot der Welt. Hier lagert die gesamte Sammlung nach Klimazonen geordnet, Besucher blicken in Lagerräume und Restaurierungsateliers. Das Stammhaus wird nach Plänen von Mecanoo erneuert; die Wiedereröffnung ist für 2030 angekündigt.
Die Sammlung umfasst über 150.000 Objekte, darunter rund 89.000 Zeichnungen und Druckgrafiken. Schwerpunkte sind altniederländische Malerei mit Werken von Bosch und Bruegel, Meister wie Rembrandt und Rubens, Impressionismus, eine der grössten Surrealismus-Sammlungen Europas sowie Design und Alltagsobjekte aus acht Jahrhunderten.
Highlights
Depot von MVRDV mit Spiegelfassade – erstes öffentlich zugängliches Kunstdepot der Welt
Dachgarten mit Birken und Rundblick über Rotterdam
Kurzführungen in die klimatisierten Depot-Lagerräume
Einblick in die Restaurierungsateliers
Sammlung mit Werken von Bosch, Bruegel, Rembrandt, Dalí und Magritte
Dauerausstellungen
Das Depot – Sammlung hinter den Kulissen – Die gesamte Sammlung in 14 klimatisierten Lagerräumen, sichtbar durch Fenster und Vitrinen entlang des Rundgangs, dazu Restaurierungsateliers und Dachgarten.
Gegründet
1849
Leitung
Sandra Kisters (kommissarisch)
Besucher pro Jahr
ca. 210'000 (2025)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
20 €
Ermässigt
10,50 €Studierende, CJP-Inhaber
Kinder & Jugendliche
freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis einschliesslich 18 Jahre frei
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Begleitperson mit OV-Begleiterkarte frei, braucht weder Ticket noch Zeitfenster
Zuschlag während der Ausstellung Marisol (9.10.2026–29.3.2027)
2,50 €entfällt für Kinder bis 18, Freunde des Museums, Rotterdampas, ICOM/CIMAM/AICA/IAA, Rembrandtkaart und Vluchtelingenwerk
Dachticket Do–Sa ab 17:15 Uhr
2,50 €Preisspanne 0–2,50 €
Depot-Eintritt + Abendessen im Restaurant Renilde (Do–Sa)
70 €Preisspanne 70–90 €
Mit Museumkaart, Rotterdampas, ICOM, Vereniging Rembrandt und VriendenLoterij-VIP-Karte frei (Zeitfenster trotzdem online buchen, Karte mitbringen). Freunde des Museums frei; Geflüchtete erhalten auf Anfrage freien Eintritt. Das Depot ist bargeldlos.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Alle Etagen per Aufzug erreichbar (Tasten mit Braille, Stockwerksansage), nur die Filmkabinen im 2. OG sind nicht barrierefrei. Leihrollstühle vorhanden; E-Rollstühle erlaubt, Mobilitätsscooter nicht. Am Haupteingang Drehtür – mit grossem Rollstuhl oder Assistenzhund den Gruppeneingang nutzen. Rollstuhlgerechte Toiletten im EG und 6. OG. Behindertenparkplätze in der Parkgarage Museumpark. Glasbrüstungen können bei Höhenangst unangenehm sein.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 18 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Bis 18 Jahre freier Eintritt. In den Herbstferien Familien-Spurensuche, Drop-in-Workshops im Bildungsatelier und Lagerraum-Führungen. Kinderwagen erlaubt, aber nicht in den Lagerräumen; Wickelräume im EG und 6. OG. Eigene Programme für Kleinkinder gibt es nicht, bei Führungen braucht jedes Kind eine Begleitperson.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museumpark · 290 m
Metro A, B und C bis Eendrachtsplein (ca. 350 m); Tram 7 bis Museumpark (ca. 290 m).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Städtische Parkgarage Museumpark unter dem Depot (Einfahrt Museumpark 32, nur über die Wytemaweg erreichbar, Höhe 2,10 m, wegen Bauarbeiten begrenzte Kapazität). Reisebusse parken am Willemsplein.
Behindertenparkplatz
Die niederländische Seite nennt Tram 8 statt Tram 7. Die Strassen am Museumpark werden umgestaltet, sind aber begehbar; aktuelle Baustellen unter rotterdamonderweg.nl.
Dachrestaurant Renilde im 6. OG (Kaffee und Lunch Di–So 10–16:30 Uhr, Dinner Do–Sa 18–23 Uhr; während der Öffnungszeiten nur mit Depot-Ticket). Depot Store im Eingangsbereich ohne Ticket zugänglich. Kostenlose Garderobe und Schliessfächer – Jacken und Taschen über A4 dürfen nicht ins Depot. Nur Karten- oder App-Zahlung.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Bis zu 300 Personen.
Raum Coert (200 m²) und Restaurant Renilde im 6. OG mit Dachterrasse, zusammen bis 300 Gäste; Studiezaal II im 3. OG für bis zu 25 Personen.
Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt – ohne Zusatzlicht, Stativ oder Selfiestick.
Hinweise
Ticket mit Zeitfenster erforderlich. Im Eintritt enthalten ist eine rund zehnminütige Führung in einen Depot-Lagerraum (max. 13 Personen, Startzeiten vor Ort, solange Plätze frei). Gruppenführungen (60 Min.) separat buchbar; externe Guides sind nicht erlaubt. Depot-App mit Hintergrundgeschichten per QR-Code.