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Nationaal Monument Kamp Vught
Foto: M. Trum - Vught · Public domain · Wikimedia Commons

Nationaal Monument Kamp Vught

Gedenkstätte und Museum auf dem Gelände des früheren KZ Herzogenbusch in Vught – mit Krematorium, rekonstruierter Baracke und Kindermonument.

ÖffnungszeitenEintritt ab 12 € Rollstuhlgerecht Café

Aktuelle Ausstellungen

16. Oktober 2026 – 30. Mai 2027

Who Cares?

Wanderausstellung des Museum van de Geest über psychiatrische Patienten, Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Pflegenden in den Niederlanden und Deutschland während des Zweiten Weltkriegs; mit Audiotour von Splinter Chabot.

Über das Museum

Kamp Vught – offiziell Konzentrationslager Herzogenbusch – entstand ab Sommer 1942 nahe dem Badesee De IJzeren Man südlich von ’s-Hertogenbosch. Bis zur Räumung Anfang September 1944 waren hier rund 32.000 Menschen aus 36 Nationen inhaftiert, darunter Juden, Widerstandskämpfer und Geiseln. Für etwa 12.000 jüdische Gefangene war Vught eine Durchgangsstation in die Vernichtungslager; im Juni 1943 wurden fast 1.300 Kinder mit ihren Eltern nach Sobibor deportiert und dort ermordet. Rund 750 Häftlinge kamen im Lager selbst durch Erschiessung, Krankheit oder Entkräftung ums Leben.

Nach der Befreiung diente das Gelände als Internierungslager für mutmassliche Kollaborateure, als Unterkunft für deutsche Evakuierte und ab 1951 als Wohnlager für molukkische KNIL-Soldaten und ihre Familien; Teile übernahmen Verteidigungs- und Justizministerium. Auf Drängen ehemaliger Häftlinge gründete die Gemeinde Vught 1986 eine Stiftung, und am 18. April 1990 eröffnete Königin Beatrix das Gedenkzentrum. 2002 wurde es erneuert und erweitert, 2013 kam in der letzten erhaltenen Baracke 1B eine Ausstellung über die Nachkriegsgeschichte hinzu, 2016 gewann das Haus den BankGiro Loterij Museumprijs.

2019 wurde die Dauerausstellung vollständig neu gestaltet und um Unterrichtsräume und ein Auditorium ergänzt. Zum Rundgang gehören Teile des früheren Lagergeländes mit rekonstruierten Wachtürmen, einer halben nachgebauten Häftlingsbaracke, dem Kindermonument und dem authentischen Krematorium. 2025 kamen erstmals mehr als 100.000 Besucher, darunter rund 32.000 Schülerinnen und Schüler; getragen wird die Arbeit von einem kleinen Team und rund 150 Freiwilligen.

Highlights

  • Dauerausstellung „Kamp Vught: zeven seizoenen en 32.000 verhalen“ mit über 240 persönlichen Objekten
  • Authentisches Krematorium mit Rekonstruktion der Zelle 115 (Bunkerdrama 1944)
  • Kindermonument mit den Namen der 1943 nach Sobibor deportierten Kinder
  • Nachgebaute Häftlingsbaracke und Wachtürme auf dem früheren Lagergelände
  • Barak 1B, die letzte erhaltene Originalbaracke des Lagers
  • Digitaler Karteikasten, der Besucher einem Häftling mit ähnlichem Hintergrund begegnen lässt

Dauerausstellungen

  • Kamp Vught: zeven seizoenen en 32.000 verhalen – Chronologisch-thematische Ausstellung in sieben „Inseln“ über anderthalb Jahre Lagergeschichte, mit vielen persönlichen Geschichten und Objekten sowie Blick auf Opfer, Täter, Zuschauer und Helfer.
  • Kampterrein – Rundgang über einen Teil des ursprünglichen Lagergeländes mit Lagergraben, rekonstruierten Wachtürmen und Baracke, Steinmodell des Lagers, Kindermonument und Krematorium.
  • Als muren konden spreken (Barak 1B) – Ausstellung in der letzten Originalbaracke über die Nutzung des Geländes nach 1944 – als Internierungslager, Unterkunft deutscher Evakuierter und Wohnlager für Molukker.
Gegründet
1990
Leitung
Jeroen van den Eijnde

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene12 €
Kinder & Jugendliche6 €10–17 Jahre 6 €; Kinder unter 10 Jahren mit der Audiotour junior ebenfalls 6 €. Das Museum ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht.
Menschen mit Behinderung–Begleitperson frei · Begleitpersonen von Rollstuhlnutzern sowie von gehörlosen, schwerhörigen und sehbehinderten Besuchern auf Wunsch frei (an der Kasse melden).
Gruppen5,50 € p. P.Führung über das Aussengelände 85 € (75 Minuten, max. 25 Personen) zuzüglich 5,50 € Eintrittszuschlag pro Person; mit Museumkaart sowie für Uniformträger-, Hinterbliebenen- und Veteranenverbände entfällt der Zuschlag. Jugendgruppen (z. B. Pfadfinder) 60 €. Arrangements mit Kaffee, Kuchen oder Lunch im Museumscafé buchbar.
Abendführung über das Lagergelände (Gruppen ab 17 Uhr)10 €Pro Person, Beginn zwischen 17 und 19 Uhr, 10 bis 25 Teilnehmer.

Kombiticket für Hauptgebäude und Barak 1B inkl. Lageplan und Audiotour. Mit Museumkaart frei, ebenso mit VriendenLoterij-VIP-Karte, Veteranenpas und Postactievenpas; Rembrandtkaart und ICOM-Karte gelten nicht. Zahlung nur mit Debit- oder Kreditkarte. Optional: Ohrhörer 1,25 €, gedruckter Ausstellungsführer (DE, EN, FR, IT, ES, PT) 3,95 €.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Hauptgebäude und Barak 1B rollstuhlgerecht, Ausstellung ebenerdig, Eingangstüren automatisch; bei einigen Zwischentüren ist Begleitung hilfreich. Aufzug zum Auditorium. Aussengelände für Rollstuhl und Scooter befahrbar, dort aber keine Toiletten. Leihrollstühle an beiden Standorten (telefonisch reservierbar), Klapphocker im Eingangsbereich. Induktionsschleife für die Audiotour, Ringleitung im Auditorium, Filme mit niederländischen Untertiteln. Videotour junior in Niederländischer Gebärdensprache (NGT) für gehörlose Besucher ab 10 Jahren. Erster Ausstellungsraum dunkel mit farbigem Licht; keine reizarmen Angebote.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 10 Jahren

  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Wickelmöglichkeit

Ein Familienbesuch wird ab 10 Jahren empfohlen. Audiotour junior „Achter prikkeldraad“ (10–12 Jahre) mit buntem „Fotoalbum“ und Aufgaben, erzählt anhand der Geschichten gleichaltriger Kinder; dazu eine Videotour junior in Gebärdensprache. Als Kidsproof-Museum ausgezeichnet; am Ende gibt es ein kleines Andenken. Wickeltisch in der Behindertentoilette des Hauptgebäudes.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Ab ’s-Hertogenbosch Centraal (Busbahnhof, Bussteig K) Buurtbus 207 Mo–Fr stündlich ab 7.51 Uhr, Sa ab 9.51 Uhr; nicht an Sonn- und Feiertagen, höchstens 8 Fahrgäste, Zahlung nur mit Karte oder OV-chipkaart. Das Museum empfiehlt eigene Anreise; mit dem OV-fiets ab Bahnhof ’s-Hertogenbosch etwa 20 Minuten.

Mit dem Auto

Parkplatz kostenlos

Kostenlose Stellplätze vor dem Hauptgebäude und im Erdgeschoss des Parkhauses (rechts), gemeinsam genutzt mit der Justizvollzugsanstalt PI Vught. Reisebusse setzen Gruppen vor dem Gebäude ab und parken auf den Busplätzen hinter dem Gehweg. Bei Barak 1B 14 Stellplätze und eine Ladesäule für zwei E-Autos.

  • Behindertenparkplatz

Mit dem Auto von der A2 auf die A65/N65 Richtung Tilburg, Ausfahrt IJzeren Man/Cromvoirt, dann dritte Strasse rechts (Lunettenlaan) bis zum Ende. Mit dem Rad etwa 5 km ab der Rückseite des Bahnhofs ’s-Hertogenbosch (Paleiskwartier); Fahrradstellplatz mit sechs E-Bike-Ladesäulen vor dem Gebäude. Zu Fuss: NS-Wanderung „Vughtse Lunetten“ (10 km) ab Bahnhof Vught.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Museumsshop
  • Schliessfächer
  • WLAN

Museumscafé mit Blick ins Grüne (Kaffee, Tee, Worstenbroodjes, Toasts, Kuchen), auch ohne Museumsbesuch zugänglich; keine Terrasse, aber Bänke am Gebäude. Kleiner Museumsshop mit Büchern zur Lagergeschichte, auch Jugendbücher. Kostenlose Schliessfächer mit selbst gewähltem Code; grosse Taschen und Jacken möglichst im Auto lassen. Kostenloses WLAN, Leihschirme für das Aussengelände.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Firmenveranstaltungen

Besprechungsraum mit zwölf Plätzen für Studientage, Seminare und Sitzungen; Anfrage per E-Mail.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 75 Min.
Audioguideja (NL, EN, DE, FR)
Angebote für Schulenja
FotografierenErlaubt, mit Rücksicht auf andere Besucher; andere Besucher nicht ohne deren Zustimmung fotografieren.
HinweiseAudiotour im Eintritt enthalten: innen auf Niederländisch und Englisch, auf dem Aussengelände zusätzlich Deutsch und Französisch; Audiotour junior (10–12 Jahre) auf Niederländisch und Englisch. Gruppenführungen über das Aussengelände (75 Minuten) und Abendführungen nach Schliessung auf Buchung. Kostenlose Wanderroute zur nahen Erschiessungsstätte (Fusilladeplaats). Umfangreiches Schulprogramm ab Klasse 7 der Grundschule, auch auf Deutsch, Englisch und Französisch.

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