Projekt im Altbau, das das ursprünglich nach der Sonne ausgerichtete Gebäude als Sonnenuhr begreift und Kunst, Design, Archäologie und Spiel zur Frage verbindet, wie man in Zeiten des Umbruchs Orientierung findet; Eröffnung zur Dutch Design Week.
Erste Einzelausstellung der koreanischen Künstlerin in den Niederlanden: Ein Kapitel ihres ‚Delivery Dancer‘-Universums über Kurierfahrer, Algorithmen und Zeit in einer sonnenlosen Untergrundstadt.
Archivmaterial, Interviews und Zeichnungen zur kolonialen Herkunft des Museumsvermögens: Kontraktarbeit und Widerstand auf den Tabakplantagen in Deli auf Sumatra.
Installation des Studiengangs Geo-Design der Design Academy Eindhoven über Messen, Wiegen und Bewerten von Rohstoffen, im Dialog mit der Designsammlung des Museums.
Über das Museum
Das Museum geht auf den Eindhovener Zigarrenfabrikanten Henri van Abbe zurück, Inhaber der Marke Karel I. Er finanzierte den Bau, schenkte der Stadt 26 Gemälde aus seiner Sammlung und gab Geld für die ersten Ankäufe. Am 18. April 1936 wurde das ‚Stedelijk Van Abbemuseum‘ mit einer Schau niederländischer Gegenwartskunst eröffnet. Das Backsteingebäude mit Uhrturm entwarf A. J. Kropholler; es steht heute unter Denkmalschutz.
Nach dem Zweiten Weltkrieg profilierte sich das Haus unter Direktoren wie Edy de Wilde, Jean Leering, Rudi Fuchs und Jan Debbaut als eines der führenden Museen für zeitgenössische Kunst in Europa. Zu den wichtigsten Erwerbungen zählen die umfangreiche Werkgruppe von El Lissitzky sowie Arbeiten von Picasso, Chagall, Kokoschka, Beuys und Marlene Dumas. 2003 wurde der Altbau saniert und um einen Neubau von Abel Cahen mit einem 27 Meter hohen Turm am Ufer der Dommel ergänzt; 2006 kam John Körmelings rosafarbenes Brückenhäuschen hinzu, den Vorgarten gestaltete Piet Oudolf.
Unter Charles Esche (2004–2024) öffnete sich das Museum stark für gesellschaftliche Fragen, Teilhabe und Barrierefreiheit. Seit 2018 erforscht es auch die eigenen Wurzeln: Der Tabak für Van Abbes Fabriken stammte von Plantagen in Deli auf Sumatra, wo Kontraktarbeiter unter harten Bedingungen schufteten. Seit 2025 leitet Defne Ayas das Haus. Zum 90-jährigen Bestehen 2026 zeigt es seine Sammlung in der neuen, nicht chronologischen Präsentation ‚Collectie als kosmos‘, während das Erdgeschoss als offener Treffpunkt ‚Dommelplein‘ gestaltet wurde.
Highlights
Umfangreiche Werkgruppe von El Lissitzky
Werke von Picasso, Chagall, Kokoschka, Beuys, Marlene Dumas und René Daniëls
Denkmalgeschützter Altbau von A. J. Kropholler (1936) und Neubau von Abel Cahen (2003)
Rosafarbene Brücke ‚Echt iets voor u‘ von John Körmeling und Garten von Piet Oudolf
Vorreiter bei Barrierefreiheit mit multisensorischen Führungen und Ruheräumen
Café mit Terrasse an der verbreiterten Dommel
Dauerausstellungen
Collectie als kosmos – Neue Sammlungspräsentation zum 90-jährigen Bestehen: Rund 250 Werke auf drei Etagen sind nicht chronologisch, sondern nach vier Arten von Zeit geordnet, ergänzt um Alltagsgegenstände von 90 Nachbarn des Museums.
john gerrard – Ghost Feed – Echtzeit-Simulation eines Affen, der gebannt auf ein Smartphone blickt, als Nachdenken über Aufmerksamkeit, Algorithmen und planetare Krisen; der Künstler begleitet das Museum als erster ‚System Thinker‘.
Ad Minoliti – Feminist School of Painting – Bunt ausgemalter Lernraum am Dommelplein, in dem zwei Monate im Jahr kostenlose Sitzungen zu queeren und feministischen Perspektiven auf Malerei stattfinden und sonst Bildungsprogramme laufen.
Gegründet
1936
Leitung
Defne Ayas
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
16 €
Ermässigt
8 €CJP-Inhaber, Studierende und Inhaber der Lerarenkaart
Kinder & Jugendliche
freibis 12 Jahre frei · Kinder bis einschliesslich 12 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung genannt.
Studierende & Azubis
8 €
Gruppen
–Gruppenführung (Sammlung, Wechselausstellung oder Architektur) 90 € pro Gruppe zuzüglich Eintritt, höchstens 15 Personen, mindestens zwei Wochen vorher reservieren.
Familien
32 €Familienpass für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder.
Kinderkunstclub / Familiekunstclub (pro Kind)
7,50 €Samstags 14–16 Uhr für 6- bis 12-Jährige; am ersten Samstag im Monat als Familienclub, dabei eine erwachsene Begleitperson pro Kind gratis.
Mit Museumkaart frei; ebenso für Mitglieder der Vereniging Rembrandt, Inhaber der VriendenLoterij-VIP-Karte, Mitglieder von ICOM, CIMAM und AICA sowie Freunde des Museums. Tickets online oder an der Kasse, ohne Pflicht zur Vorabbuchung. Die Museumkaart kann vor Ort gekauft werden.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Gut zugänglich für Rollstühle, Rollatoren und Scootmobile; zwei Leihrollstühle (Reservierung über kassabalie@vanabbemuseum.nl). Je zwei Behindertenparkplätze an der Stratumsedijk 2 und am Altbaueingang Bilderdijklaan 10, Assistenz unter +31 40 238 1020. ‚Care Wall‘ im Eingang mit Gehörschutz, Klapphockern, Lupe, Stimming-Tools und sensorischem Plan; zwei Ruheräume. Multisensorische Führungen für blinde und sehbehinderte Gäste (auch für Taubblinde), Führungen für Menschen mit Demenz oder Aphasie, Tastplan, ab 1. Oktober 2026 Indoor-Navigation per eZwayZ-App und Leih-Tablets zum Vergrössern. Zwei Smartify-Touren auch in Niederländischer Gebärdensprache; Induktionsschleife im Auditorium.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 12 Jahre frei
Familienticket
32 € · Familienpass für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder.
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Wickelmöglichkeit
Jeden Samstagnachmittag Kinderkunstclub für 6- bis 12-Jährige, am ersten Samstag im Monat als Familienkunstclub. Einige Werke sind mit grünem Hand-Aufkleber als Tastobjekte markiert; im Erdgeschoss lädt der Raum ‚Cocon‘ mit Kissen und Bauklötzen zum Ausruhen ein. Wickeltische in zwei Toiletten im Erdgeschoss, Stillen im Ruheraum möglich.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bilderdijklaan · 1 Min. zu Fuss
Bus bis Bilderdijklaan (1 Min. zu Fuss), Smalle Haven (3 Min.), Stadhuisplein (4 Min.), PC Hooftlaan (4 Min.) oder Keizersgracht (9 Min.); vom Bahnhof Eindhoven Centraal etwa 15 Minuten zu Fuss durch die autofreie Innenstadt.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz. Empfohlen: Q-Park Parkeergarage Stadhuisplein oder Parkeergarage Stadskantoor (je etwa 5 Min. zu Fuss), Q-Park Heuvel (10 Min.); aus Süden günstig über P+R Genneperparken und weiter mit Bus, Leihrad oder -roller.
Behindertenparkplatz
Anfahrt über A2, A50 oder A67 Richtung Zentrum. Fahrradstellplätze neben dem Haupteingang, bewachte Fahrradgarage Heuvel 10 Minuten entfernt; Radknotenpunkt 89. Taxis an Nord- und Südseite des Bahnhofs.
Van Abbe café mit Terrasse an der Dommel (Di–So 11–17 Uhr, auch ohne Museumsticket über das rosa Brückenhäuschen erreichbar). Museumsshop ohne Ticket zugänglich, dazu Onlineshop. Jacken, Taschen grösser als A3, Rucksäcke und Schirme müssen in die begrenzt verfügbaren kostenlosen Schliessfächer. Kostenloses WLAN ‚Gasten Van Abbemuseum‘. Forschungsbibliothek Di–Do nach Reservierung.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
Mehrere Räume für Symposien, Vorträge, Feiern und kleine wie grosse Gruppen, auf Wunsch mit Programm (Workshops, Kuratorenvorträge); Trauungen im Museum möglich. Das Auditorium nutzen auch Unternehmen. Reservierung: reserveringen@vanabbemuseum.nl, +31 40 238 1042.
Fotografieren mit Smartphone oder Handkamera erlaubt; professionelle Fotografen und Hochzeitsshootings nur nach Absprache.
Hinweise
Kostenlose digitale Touren über die Smartify-App. Sonntags 12–13 Uhr Führung auf Niederländisch mit wechselndem Thema (Architektur, Sammlung, Wechselausstellung, Highlights) nach dem Prinzip ‚zahl, was du willst‘; Anmeldung am selben Tag an der Kasse. Gruppenführungen und Workshops buchbar, Schulprogramme von der Grundschule bis zur Hochschule.