
Gedenkstätte für die Opfer der Gestapo Wien
Gedenkraum und Ausstellung im Leopold-Figl-Hof am Ort der früheren Gestapo-Leitstelle Wien, nur nach Anmeldung bei Führungen zugänglich.
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Über das Museum
Am Morzinplatz stand von 1873 bis 1938 das Luxushotel Métropole. Nach dem „Anschluss“ 1938 beschlagnahmte die Gestapo das Gebäude und machte es zu ihrer Wiener Leitstelle. Der Lieferanteneingang in der Salztorgasse diente später dazu, Festgenommene ins Haus zu bringen. Kurz vor Kriegsende wurde das Hotel durch Bomben fast völlig zerstört.
1968 ersetzte ein moderner Wohn- und Zweckbau, der Leopold-Figl-Hof, die Ruine. Im Zuge dieses Neubaus richteten Opferverbände an der Stelle des früheren Eingangs einen „Gedenkraum für die Opfer des österreichischen Freiheitskampfes“ ein. Davor, auf dem Morzinplatz, erinnert zusätzlich ein eigenes Mahnmal an die Opfer.
Im Jahr 2011 wurde der Gedenkraum saniert und blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) ergänzte ihn um eine neue Ausstellung, die am 26. Mai 2011 eröffnet wurde. Die Renovierung wurde unter anderem vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Zukunftsfonds unterstützt.
Die Ausstellung widmet sich der Organisation und den Methoden der Gestapo und zeigt Lebensgeschichten Verfolgter. Sie behandelt nicht nur politische Gegner des Regimes, sondern auch weitere Opfergruppen wie Jüdinnen und Juden, Homosexuelle und Zwangsarbeiter. Besucht wird der kleine Raum in der Regel im Rahmen einer Begleitung durch das DÖW.
Highlights
- Authentischer Ort der ehemaligen Gestapo-Leitstelle Wien
- Gedenkraum von 1968 in ursprünglicher Form erhalten
- Ausstellung zu Organisation, Methoden und Opfern der Gestapo
- Lebensgeschichten Verfolgter und Widerstandskämpfer
- Kostenlose Begleitung durch das DÖW nach Anmeldung
- Gegründet
- 1968
- Träger
- Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Besuch und Führungen sind kostenlos; Mindestteilnehmerzahl für eine Führung 5 Personen.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Vor dem Eingang zur Gedenkstätte gibt es eine Stufe aufwärts; in der Gedenkstätte gibt es weder Toilette noch fliessendes Wasser, aber zwei Sessel. Wer barrierefreien Zugang benötigt, wendet sich vorab an das DÖW-Büro (+43 1 22 89 469 800 oder office@doew.at).
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Gedenkstätte zu Gewalt und Verfolgung; Vermittlungsprogramme richten sich vor allem an Schulklassen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schwedenplatz
U1/U4 Schwedenplatz, Strassenbahn 1 (Salztorbrücke), Bus 3A (Schottenring); jeweils fussläufig.
Die Gedenkstätte liegt am Morzinplatz im Leopold-Figl-Hof, Eingang Salztorgasse 6.
Route planenService & Gastronomie
Keine Toilette und kein fliessendes Wasser vor Ort.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Begleitungen dauern in der Regel 60 Minuten; wegen der Raumgrösse sind höchstens 15 Personen möglich. Anmeldung mit Ansprechperson, Gruppengrösse, gewünschtem Vermittlungsprogramm und Schultyp. Auf Wunsch lässt sich der Besuch mit der ständigen DÖW-Ausstellung und dem Mahnmal am Judenplatz kombinieren (wetterabhängig). |





