
Globenmuseum und Esperantomuseum der Österreichischen Nationalbibliothek
Zwei Museen der Nationalbibliothek im Palais Mollard: historische Erd- und Himmelsgloben sowie Esperanto und erfundene Sprachen.
Über das Museum
Die Idee eines eigenen Globenmuseums geht auf den Wiener Ingenieur Robert Haardt zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg in seiner Wohnung in der Gusshausstrasse ein privates „Globusmuseum“ einrichtete. Das Unterrichtsministerium übertrug die mit öffentlichen Mitteln erworbenen Stücke 1953 der Österreichischen Nationalbibliothek, die das Museum am 14. April 1956 mit 63 Objekten eröffnete. Nach mehreren Umzügen innerhalb der Hofburg wuchs der Bestand stetig; heute umfasst die Sammlung mehr als 820 Objekte, von denen über 250 gezeigt werden.
Seit Dezember 2005 befindet sich das Globenmuseum in der Beletage des barocken Palais Mollard in der Herrengasse. Zu den bedeutendsten Stücken zählen der älteste erhaltene Erdglobus Österreichs von Gemma Frisius (1536), das Globenpaar von Gerard Mercator aus den Jahren 1541 und 1551 sowie Werke des venezianischen Globenbauers Vincenzo Coronelli. Armillarsphären, Tellurien und Planetarien, ein mit Wandmalerei ausgestattetes Goldkabinett sowie seltene Mond- und Planetengloben ergänzen die Schau. 2026 kam zum 70-Jahr-Jubiläum ein multimedialer Raum über Globen in Alltag, Kunst und Popkultur hinzu.
Im selben Haus liegt das Esperantomuseum, das Hugo Steiner 1927 gründete und das schon ein Jahr später der Nationalbibliothek angegliedert wurde. Nach der Schliessung durch die Gestapo 1938 öffnete es 1947 in der Hofburg wieder und zog 2005 gemeinsam mit der Sammlung für Plansprachen ins Palais Mollard. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Esperanto seit 1887 und stellt an Medienstationen weitere Plansprachen vor – von Volapük und Ido bis zum Klingonischen. Beide Museen besucht man mit einem gemeinsamen Kombiticket.
Highlights
- Ältester Erdglobus Österreichs von Gemma Frisius (1536)
- Erd- und Himmelsglobus von Gerard Mercator (1541/1551)
- Goldkabinett mit globenverwandten Instrumenten
- Mond- und Planetengloben
- Esperantomuseum mit Medienstationen zu Plansprachen von Volapük bis Klingonisch
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung Globenmuseum – Erd-, Himmels-, Mond- und Planetengloben vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, ihre Herstellung und Geschichte, dazu das Goldkabinett mit Instrumenten und seit 2026 ein Medienraum zu Globen in der Popkultur.
- Dauerausstellung Esperantomuseum – Geschichte und Gegenwart des Esperanto sowie zahlreicher anderer Plansprachen, vermittelt mit Film, Hörstationen und interaktiven Medien.
- Gegründet
- 1956
- Träger
- Österreichische Nationalbibliothek
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermässigt | 4,50 €Studierende unter 27 Jahren, Präsenz- und Zivildiener*innen, Inhaber*innen eines Behindertenpasses, Mitglieder von Freundeskreisen der Partnerinstitutionen |
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren haben freien Eintritt. |
| Seniorinnen & Senioren | 5 €Pensionist*innen |
| Menschen mit Behinderung | 4,50 €Begleitperson frei · Mit Behindertenpass; die eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt. |
| Studierende & Azubis | 4,50 €Unter 27 Jahren |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4,50 € p. P.Pro Person ab 10 Personen; Begleitpersonen von Gruppen frei. Führungen ab 10 Erwachsenen 5 € pro Person zuzüglich Eintritt. |
| Universal-Wochenticket (7 Tage, alle Museen der Nationalbibliothek) | 21 € |
| Jahreskarte Museen inkl. Haus der Geschichte Österreich | 37 € |
| Bundesmuseen Card | 99 €Ein Jahr Eintritt in alle Bundesmuseen und die Museen der Nationalbibliothek |
| Audioguide Globen- und Esperantomuseum | 5 € |
Das Ticket ist ein Kombiticket für Globen- und Esperantomuseum. Mit Vienna City Card, Ö1-Club und EasyCityPass 5,50 €. Freier Eintritt für Mitglieder der Gesellschaft der Freunde der ÖNB, ICOM-Mitglieder, Inhaber*innen des Kulturpasses („Hunger auf Kunst und Kultur“) und Journalist*innen; NÖ-Card sowie Vienna Pass/Flexi Pass einmalig frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Globen- und Esperantomuseum im Palais Mollard sind barrierefrei zugänglich; barrierefreies WC im Erdgeschoss, unterfahrbare Schliessfächer in der Garderobe. Zertifizierte Assistenzhunde erlaubt. Spezialführungen auf Anfrage über kulturvermittlung@onb.ac.at; Fragen zur Barrierefreiheit: barrierefreiheit@onb.ac.at.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
Babyführungen „Mein Baby in der Welt der Globen“ (45 Minuten, Kinderwagen und Tragehilfe willkommen) sowie WIENXTRA-Kinderführungen wie „Woher kommt die Schokolade?“ für 6- bis 12-Jährige in Begleitung Erwachsener. Wickeltisch im Palais Mollard.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Herrengasse
U3 bis Herrengasse (Ausgang Herrengasse).
Eingang im Palais Mollard, Herrengasse 9; Tickets am Servicedesk im Palais.
Route planenService & Gastronomie
- Garderobe
- Schliessfächer
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 80 Personen.
Mietbar ist die Beletage des Palais Mollard mit Salon Hoboken (bis 80 Personen), Salon Coronelli und Salon Clary (insgesamt 367 m²), auf Wunsch mit Exklusivführungen durch Globen- und Esperantomuseum.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, EO) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führungen durch das Globenmuseum (45 Minuten, 11 € inkl. Eintritt) mit Tickets im Ticketshop; Führungen durch das Esperantomuseum für Einzelpersonen und Kleingruppen auf Anfrage, auch mit Esperanto-Crashkurs (90 Minuten). Audioguide im Globenmuseum auf Deutsch und Englisch, im Esperantomuseum zusätzlich auf Esperanto. Schulführungen (45 Minuten) und „Wissenswelten“-Programme auf Anfrage. |





