
Festungsmuseum Crestawald
Museum im ehemaligen Artilleriewerk Crestawald bei Sufers: Geschützstände, Mannschaftsräume und Ausstellung zur Bündner Festungsgeschichte.
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Über das Museum
Das Artilleriewerk Crestawald entstand im Zusammenhang mit dem Plan, die Bündner Alpenpässe mit permanenten Verteidigungsanlagen zu sichern. Eine Offiziersgruppe konzentrierte sich ab 1936 zuerst auf die Splügen-Achse, die kürzeste Verbindung zwischen Deutschland und Italien. Östlich von Sufers fand man einen Engpass, in dem neben mehreren Infanteriewerken ein Artilleriewerk mit zwei 10,5-cm-Kanonen gebaut wurde. Baubeginn war im September 1939; die Geschütze waren im November 1940 kampfbereit, im Juni 1941 wurde das Werk der Truppe übergeben. Wegen der absoluten Geheimhaltung gab es keine offizielle Einweihung, die beiden Kanonen erhielten intern die Namen Lucrezia und Silvia.
Bis zum Kriegsende lebte und arbeitete eine rund 95 Mann starke Besatzung auf engstem Raum im Dreischichtbetrieb. Die Festung war als autonomes Werk mit eigener Wasserversorgung und Stromerzeugung gebaut; die Dieselmotoren bereiteten lange Probleme. Etwa 60 Jahre blieb die Anlage geheim.
Im Jahr 2000 übernahmen die Militärhistorische Stiftung Graubünden und der neu gegründete Verein Festungsmuseum Crestawald die teilweise noch ausgerüstete Anlage. Sie wurde gesichert, ein Munitionsmagazin in einen Ausstellungsraum verwandelt, und im Juni 2001 öffnete das Festungsmuseum. Besucher können Geschützstände, Maschinengewehrstände, Beobachtungsstand, Feuerleitstelle, Unterkunft und Küche selbst erkunden; der Betrieb wird weitgehend ehrenamtlich getragen.
Highlights
- Original erhaltenes Artilleriewerk mit den Geschützständen Lucrezia und Silvia
- Rundgang durch Maschinenraum, Unterkunft, Feuerleitstelle und Beobachtungsstand
- Ausstellung im ehemaligen Munitionsmagazin und interaktive Infostation
- Audioguide in fünf Sprachen
- Festungskantine mit Getränken und kleinen Speisen an den Öffnungstagen
Dauerausstellungen
- Rundgang durch das Artilleriewerk – Eingang und Wache, Maschinenraum, Unterkunft, Werkstatt, Feuerleitstelle, Maschinengewehr- und Geschützstände (Lucrezia, Silvia) sowie Beobachtungsstand.
- Ausstellung im Munitionsmagazin – Der ausgeräumte Munitionsraum dient als Ausstellungsraum zur Festungsgeschichte.
- Interaktive Infostation – Im Präsentationsraum lassen sich Informationen zu den Bündner Festungen sowie zur Kultur- und Passgeschichte im Hinterrheingebiet abrufen.
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Verein Festungsmuseum Crestawald
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 10 CHF |
|---|---|
| Ermässigt | 8 CHFSeniorinnen und Senioren ab AHV-Alter |
| Kinder & Jugendliche | 4 CHFbis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen CHF 4; Gruppen CHF 3. |
| Seniorinnen & Senioren | 8 CHFAb AHV-Alter. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 7 CHF p. P.Gruppen ab 10 Personen: Erwachsene CHF 7, Kinder 6–16 Jahre CHF 3. |
| Militär in Uniform | 5 CHFAuch für Gruppen. |
| Führung (pro Führer, max. 15 Personen) | 100 CHFPauschale zusätzlich zum Eintritt; Voranmeldung erforderlich. |
| Sonderführung für Kleingruppen unter 10 Personen | 170 CHFEintritt und Führer inbegriffen. |
| Audioguide | 5 CHFMietgerät am Festungseingang. |
Vereinsmitglieder (Jahresbeitrag CHF 50) haben während der regulären Öffnungszeiten freien Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum können auch ältere Besucher, die nicht mehr gut zu Fuss sind, mit wenigen Ausnahmen die gesamte Festung besichtigen; Angaben zur Rollstuhlgängigkeit fehlen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Sufers · 20 Min. zu Fuss
Ab der Posthaltestelle Sufers etwa 20 Minuten zu Fuss auf dem Wanderweg der Via Spluga Richtung Norden.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Genügend Parkplätze für Autos und Busse bei der Festung, die unmittelbar über der Kantonsstrasse liegt.
Mit dem Auto über die A13: aus Süden Ausfahrt Sufers und auf der Kantonsstrasse Richtung Andeer; aus Norden Ausfahrt Avers und durch die Rofflaschlucht Richtung Sufers.
Route planenService & Gastronomie
In der ehemaligen Festungskantine gibt es an den offiziellen Öffnungstagen Getränke und kleine Speisen; ausserdem einen Kiosk vor der Festung. Für Gruppen ab 15 Personen werden Apéros und Menüs aus der Festungsküche angeboten.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Der Präsentations- und Seminarraum mit Projektionsanlage steht für Vereins-, Firmen- und Familienanlässe zur Verfügung.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (IT, EN, DE, FR, RM) |
| Hinweise | Die Anlage kann zu den Öffnungszeiten frei besichtigt werden; Führungen mit erfahrenen Führern (max. 15 Personen pro Führer) sind nach Voranmeldung möglich, auch ausserhalb des Museumsbetriebs. Der Audioguide kostet CHF 5. |




