
Museum d'Engiadina bassa
Regionalmuseum im Engadiner Haus „Chà gronda“ in Scuol mit Stuben, Küche, Scheune, Mühle und Textilien zur Wohn- und Baukultur des Unterengadins.
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Über das Museum
Das herrschaftliche Gebäude mit Renaissance-Arkaden im unteren, historischen Dorfteil von Scuol heisst im Volksmund „Chà gronda“ (Grosses Haus) oder „la Clastra“ (das Kloster). Tatsächlich stiftete Eberhard von Tarasp 1098 hier ein Kloster, und die sehr alten Grundmauern mit ihren tuffsteingerahmten Toren könnten zu dieser Anlage gehört haben. Nach wechselvollen Jahrhunderten wurde das Haus 1702 bis 1704 grosszügig zur heutigen Gestalt ausgebaut.
1954 übernahm der im selben Jahr gegründete Museumsverein das Gebäude und richtete darin das Unterengadiner Regionalmuseum ein. Weil das Unterengadin bis Ende des 19. Jahrhunderts vor allem Agrarlandschaft war und die Mechanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg Geräte und Wohnkultur verdrängte, wollten die Gründer unter der Leitung des Kulturförderers Men Rauch Zeugnisse der früheren Lebens- und Baukultur retten.
Der Wohnteil umfasst unter anderem eine Eingangshalle mit Kreuzgewölbe, eine gewölbte Küche mit Feuerstelle und Backofen, einen Vorratsraum mit prähistorischen Funden, Stuben aus verschiedenen Epochen mit der um 1550 datierten ältesten erhaltenen Engadiner Stube sowie eine Bibliothek. Der Landwirtschaftsteil mit Sulèr, Scheune, Vorhof, Viehstall und Kellern ist so belassen, wie er genutzt wurde. In der Scheune steht zudem eine historische Mühleneinrichtung aus Ftan samt Müllerstube mit weissem Engadiner Ofen.
Highlights
- Engadiner Haus von 1702–1704 mit Renaissance-Arkaden
- Älteste erhaltene Engadiner Stube von etwa 1550
- Gewölbte Küche mit Feuerstelle und Brotbackofen
- Landwirtschaftsteil mit Scheune, Stall und Mühle aus Ftan
- Dorf- und Museumsführung mit Apéro in einer Arvenstube
Dauerausstellungen
- Wohnteil: Stuben, Küche und Eingangshalle – Räume wie die Stube von 1702, die gewölbte Küche, Engadiner Stuben aus dem 18. Jahrhundert und aus Sent und Lavin sowie der Textilienraum zeigen das frühere Wohnen im Unterengadin.
- Landwirtschaftsteil mit Mühle – Sulèr, Scheune, Stall, Heuraum und Keller sowie eine historische Mühleneinrichtung aus Ftan mit Müllerstube.
- Gegründet
- 1954
- Träger
- Museumsverein Museum d'Engiadina bassa
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 7 CHF |
|---|---|
| Ermässigt | 4 CHFGästekarte |
| Kinder & Jugendliche | 3 CHFbis 6 Jahre frei · Kinder bis 16 Jahre |
| Gruppen | 4 CHF p. P.Pro Person, eine Begleitperson gratis |
| Dorf- und Museumsführung (Montag 14.30 Uhr, ganzjährig, ca. 1,5 Stunden) | 26 CHFMit Gästekarte CHF 16, Kinder CHF 5; Anmeldung bis Montag 11 Uhr bei der Gästeinformation Scuol; inklusive Apéro in einer Arvenstube |
| Museumsführung auf Anmeldung (ca. 1 Stunde) | 70 CHFPauschale plus Museumseintritt |
Kinder unter 7 Jahren gratis.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Führungen auf Deutsch, Rätoromanisch und Englisch. Die Museumsführung (Treffpunkt vor dem Museum) ist ganzjährig auf Anmeldung buchbar; die Dorf- und Museumsführung beginnt beim Schulhaus Quadras. |





