
Berlin Story Bunker
Privat betriebene Ausstellungen zu Hitler, NS-Diktatur und Deutschland seit 1945 in einem Hochbunker von 1942 am Anhalter Bahnhof.
Über das Museum
Der Hochbunker an der Schöneberger Straße entstand 1942 binnen weniger Monate, errichtet von Zwangsarbeitern aus Osteuropa. In den letzten Kriegstagen suchten hier Tausende Zivilisten Schutz; als im Mai 1945 der benachbarte S-Bahn-Tunnel gesprengt wurde, lief Wasser in den Bunker und die Menschen mussten fliehen. Nach der Berlin-Blockade lagerte der West-Berliner Senat bis in die 1990er-Jahre Lebensmittelreserven in dem massiven Betonbau.
Der Unternehmer Enno Lenze übernahm den Bunker Anfang 2014. Gemeinsam mit dem Verleger und Kurator Wieland Giebel, Gründer der Buchhandlung Berlin Story, entwickelte er aus Bunkerführungen heraus eine Dokumentation zum Führerbunker, deren erster Teil 2015 eröffnete. 2017 wuchs sie zur Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen“, die auf drei Etagen in Dutzenden Räumen den Weg vom Kaiserreich über den Aufstieg der NSDAP bis zu Holocaust, Krieg und Untergang nachzeichnet.
2023 kam das Museum „Deutschland 1945 bis heute“ hinzu, das von der Trümmerzeit über 1968 und den Mauerfall bis zum Krieg in der Ukraine reicht. Ein weiterer Bereich widmet sich dem russischen Angriff auf die Ukraine. Das Haus wird ohne öffentliche Förderung allein aus Eintrittsgeldern finanziert und von der Berlin Story GmbH betrieben.
Highlights
- Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ auf drei Bunkeretagen
- Modell des Führerbunkers im Maßstab 1:25
- Rekonstruktion des Bunkerraums, in dem Hitler sich das Leben nahm
- Museum „Deutschland 1945 bis heute“ bis zur Gegenwart
- Ukraine Museum mit Waffenteilen von der Front
- Kostenloser Audioguide in zwölf Sprachen
Dauerausstellungen
- Hitler – wie konnte es geschehen – Umfangreiche Dokumentation auf drei Bunkeretagen vom Kaiserreich über Machtergreifung, Holocaust und Krieg bis zum Ende im Führerbunker, mit Modell und Raumrekonstruktion.
- Deutschland 1945 bis heute – Rundgang durch die deutsche Nachkriegsgeschichte von Trümmerzeit und Luftbrücke über 1968 und den Mauerfall bis zu den Krisen der Gegenwart.
- Ukraine Museum – Bereich zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, unter anderem mit Teilen von Raketen und Drohnen.
- Gegründet
- 2015
- Träger
- Berlin Story GmbH
- Leitung
- Enno Lenze
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 18 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 12 € |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 12 € p. P.Alle Ausstellungen inkl. Audioguide; Anmeldung vorab per E-Mail oder Formular erbeten. |
Ein Ticket gilt für alle Ausstellungen im Bunker, der Audioguide ist inklusive. Vor Ort ist nur Kartenzahlung möglich. Tickets gelten für einen einmaligen Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Bunker ist laut Museum nicht für Rollstühle geeignet. Assistenzhunde sind erlaubt, andere Tiere nicht.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
| Besuchsdauer | ca. 3 Std. |
|---|
Die Bereiche zum Holocaust zeigen drastische, lebensgroße Fotos; das Museum empfiehlt Eltern, sich diese Räume vor ihren Kindern anzusehen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
S Anhalter Bahnhof
S-Bahn bis Anhalter Bahnhof; der Bunker liegt direkt am Bahnhof.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | nein |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, FR, ES, HE, IT, NL, DA, UK, PT, PL, RU) |
| Fotografieren | Fotografieren, Filmen und andere Aufzeichnungen sind nicht erlaubt. |
| Hinweise | Der kostenlose Audioguide dauert etwa 75 Minuten, mit „Deutschland 1945 bis heute“ etwa 90 Minuten. Ausstellungstexte auf Deutsch und Englisch. Eigene Führungen werden derzeit nicht angeboten, Führungen anderer Anbieter sind im Bunker nicht zulässig. Die Hausordnung verlangt dem Thema angemessene Kleidung und angemessenes Verhalten; Alkohol ist nicht gestattet. |




