Barockes Schloss in Berlin-Pankow: Sommerresidenz einer preußischen Königin, später DDR-Staatsgästehaus und Schauplatz der NS-Aktion „Entartete Kunst“.
Archäologische Funde zeichnen 350.000 Jahre Klimageschichte von der Steinzeit bis ins Mittelalter nach und zeigen, wie frühere Gesellschaften an extreme Witterung angepasst waren und was wir daraus lernen können.
Über das Museum
Ein erstes Schloss ließ Gräfin Sophie Dorothea zu Dohna in den 1660er-Jahren errichten; um 1690 wurde es für Kurfürst Friedrich III. völlig erneuert. Besonders geprägt hat den Ort Königin Elisabeth Christine, die Gemahlin Friedrichs des Großen, die das Haus von 1740 bis 1797 mehr als fünf Jahrzehnte lang als Sommerresidenz nutzte. Der stuckierte Festsaal im Obergeschoss ist Berlins einzige im Original erhaltene Raumschöpfung des späten Rokoko.
In der NS-Zeit diente das Schloss ab 1938 als Depot für rund 3.750 Werke der beschlagnahmten „Entarteten Kunst“, die von hier aus gegen Devisen ins Ausland verkauft werden sollten. Nach 1945 wurde Schönhausen Amtssitz des DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck und blieb bis 1964 oberstes Regierungsgebäude; von 1964 bis 1990 war es Staatsgästehaus, in dem unter anderem Fidel Castro und Michail Gorbatschow wohnten. In der Friedlichen Revolution wurde hier über die deutsche Einheit verhandelt.
Seit 2005 betreut die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten das Schloss. Die Dauerausstellungen zeigen die Zeitschichten des Hauses vom Rokoko bis zur DDR sowie in fünf Räumen die Rolle des Schlosses bei der NS-Kunstpolitik.
Highlights
Rokoko-Festsaal, Berlins einziger original erhaltener
Räume der Königin Elisabeth Christine
Amtszimmer Wilhelm Piecks und DDR-Gästeappartement
Dauerausstellung zur NS-Aktion „Entartete Kunst“
Schlossgarten im Stil der 1950er-Jahre
Dauerausstellungen
Kunst – Menschen – Macht. Schloss Schönhausen als Tatort der NS-Aktion „Entartete Kunst“ – Fünf Räume beleuchten, wie ab 1938 rund 3.750 beschlagnahmte Kunstwerke hier gelagert und verkauft wurden, und stellen Beteiligte sowie betroffene Künstler*innen vor.
Zeit(ge)schichten aus 350 Jahren. Ein Schloss im Wandel der Zeit – Der Rundgang führt von den Räumen der Königin Elisabeth Christine bis zu Piecks Amtszimmer und dem Gästeappartement der DDR-Staatsgäste.
Träger
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)
Leitung
Björn Ahlhelm
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
8 €
Ermäßigt
6 €
Gruppen
–Gruppenbuchungen über den SPSG-Gruppenservice (gruppenservice@spsg.de, 0331 9694-222).
Familien
16 €Familienkarte Schloss Schönhausen: 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, an einem Tag nur für dieses Schloss gültig; Verkauf an der Schlosskasse.
Freier Eintritt für Inhaber*innen der SPSG-Jahreskarte sowie für Inhaber*innen der Berlin Youth Card / European Youth Card (gültig 12.06.–31.10.2026 und 01.04.–31.10.2027; Registrierung unter eyca.org).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Das Schloss ist rollstuhlgeeignet; Aufzug, barrierefreie Toiletten und Schließfächer sind vorhanden. Assistenzhunde sind willkommen. Die kostenlose App „SANSSOUCI“ bietet Rundgänge auch in Deutscher Gebärdensprache, in Leichter Sprache und für blinde und sehbehinderte Gäste.
Kinder & Familie
Familienticket
16 € · Familienkarte Schloss Schönhausen: 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, an einem Tag nur für dieses Schloss gültig; Verkauf an der Schlosskasse.
Mit der Familienkarte (16 €) besuchen bis zu 2 Erwachsene und 4 Kinder bis 18 Jahre das Schloss an einem Tag.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Tschaikowskistr.
Haltestelle „Tschaikowskistr. (Berlin)“.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze sind nur begrenzt vorhanden.
Reisebusse sollten über die Ossietzkystraße (Fahrradstraße, nur für Anlieger frei) anfahren.
Museumsshop im Schloss. Schließfächer für kleine Gepäckstücke (bis 35 × 35 × 50 cm) in begrenzter Zahl. Das Café Sommerlust im Schlossgarten (Tschaikowskistraße 1 / Am Westtor) liegt in der Nähe.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja (DE, EN)
Hinweise
April bis Oktober ist dienstags bis freitags nur mit Führung zugänglich, samstags und sonntags individuell; von November bis März wird mit Führung besichtigt, dabei kann es zu Wartezeiten kommen. Die kostenlose Multimedia-App „SANSSOUCI“ bietet zwei Touren (Rundgang und „Kunst – Menschen – Macht“); eigene Kopfhörer mitbringen, Leihkopfhörer gibt es nicht.