Adolf Dietrich-Haus
Wohn- und Arbeitshaus des Malers Adolf Dietrich in Berlingen mit unverändert erhaltener Malstube, Dokumentationsraum und Garten am Untersee.
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Über das Museum
Das Adolf Dietrich-Haus an der Seestrasse in Berlingen am Untersee ist das Geburts-, Wohn- und Sterbehaus des Thurgauer Malers Adolf Dietrich (1877–1957). Hier lebte und arbeitete er sein ganzes Leben lang; in der Wohnstube im ersten Stock, die zugleich Esszimmer und Gästeraum war, entstanden über tausend Gemälde. Dietrich vermachte das Haus samt seinem künstlerischen Nachlass der Thurgauischen Kunstgesellschaft, die es seither als Erinnerungsort betreibt, öffentlich zugänglich macht, Veranstaltungen und Führungen organisiert und regelmässig junge Kunstschaffende zu Auseinandersetzungen mit dem alten Meister einlädt.
Die Malstube ist bis heute so erhalten, wie der Künstler sie hinterlassen hat: Auf dem Tisch liegt ein unvollendetes Bild neben Pinseln und Farben, dazu kommen ausgestopfte Vögel auf den Wandablagen, Fotografien, seine Handorgel, der Regenschirm und der Abreisskalender mit dem Datum seines Todestages. Der Blick aus dem Fenster fällt auf den Ziergarten des Nachbarhauses, den Dietrich oft gemalt hat; ein Garten am See gehört zum Haus.
Im Erdgeschoss wurde im Mai 2025 eine neu gestaltete Vermittlung eröffnet. Ein bebilderter Lebensfries erzählt Dietrichs Biografie, zweihundert Kunstkarten zeigen sein Schaffen, auf Bildschirmen stellen eine Schauspielerin und ein Schauspieler Schlüsselwerke vor, digitalisierte Skizzenbücher lassen sich auf Tablets durchblättern, und Publikationen laden zum Nachlesen ein. Die Originalgemälde Dietrichs werden vor allem im Kunstmuseum Thurgau, im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen und im Kunst Museum Winterthur gezeigt.
Highlights
- Unverändert erhaltene Malstube im ersten Stock mit unvollendetem Bild, Pinseln und Handorgel
- Neu gestalteter Dokumentationsraum mit Lebensfries, Kunstkarten und Video-Installation
- Digitalisierte Skizzenbücher zum Durchblättern auf Tablets
- Blick auf den Ziergarten des Nachbarn und Garten am See
- Führungen, Schulangebote und Fussreisen auf den Spuren des Malers
Dauerausstellung
- Malstube, Dokumentationsraum und Garten – Die unverändert erhaltene Malstube des Künstlers, ein 2025 neu gestalteter Dokumentationsraum mit Lebensfries, Kunstkarten, Video-Installation und digitalisierten Skizzenbüchern sowie der Garten am See.
- Gegründet
- 1959
- Träger
- Thurgauische Kunstgesellschaft
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Fussreise «Auf den Spuren von Adolf Dietrich» (Mitglieder der Thurgauischen Kunstgesellschaft) | 250 CHF |
|---|---|
| Fussreise «Auf den Spuren von Adolf Dietrich» (Nichtmitglieder) | 300 CHF |
| Dorfrundgang in Berlingen mit Führung im Haus (Pauschale pro Gruppe) | 180 CHF |
Der Besuch während der Öffnungszeiten ist frei. Für Schulklassen übernimmt das Kulturamt Thurgau die Hälfte der Kosten für Reise und Besuch.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
Schulreisen und Führungen für Schulklassen aller Altersstufen werden angeboten; zusätzlich gibt es auf der Website Anregungen zum eigenen Gestalten («KunstWerkStatt für Kinder») und gelegentlich Mitmach-Veranstaltungen in der Malstube.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Berlingen
Mit der Thurbo-Linie S1 bis Berlingen oder mit dem Kursschiff Kreuzlingen–Schaffhausen der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein bis Schifflände Berlingen.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Gebührenpflichtige Parkplätze beim Bahnhof und bei der Schifflände; freie Parkplätze an der Seestrasse am westlichen Dorfrand.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen sind telefonisch oder per E-Mail buchbar; im Sommerprogramm finden einzelne öffentliche Führungen am Sonntagnachmittag statt. Dorfführungen in Berlingen mit Besuch des Hauses lassen sich bei der Hüterin des Hauses anfragen. |


