
Gemeindemuseum Rothus
Gemeindemuseum im Riegelbau von 1731 in Eichenwies mit Schmiede, Wagnerei, Schuhmacherei, funktionstüchtiger Mühle und Ausstellungen zu Ribelmais und Alpen.
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Über das Museum
Das Gemeindemuseum Oberriet ist im «Rothus» im Ortsteil Eichenwies untergebracht, einem stattlichen Riegelbau, der nach dendrochronologischen Untersuchungen frühestens 1731 entstand. Die Familie Lüchinger liess hier ein kleines Ensemble aus vier Häusern errichten: Rothus, Rössli, Alte Post und das Kaufhaus der Konkordia Konsumgesellschaft gehörten ursprünglich zusammen. Das Kaufhaus wurde beim Bau der heutigen Strasse in den 1970er-Jahren abgebrochen; ein Teil seines ersten Stocks ist heute als Lüchingerstube im Tenn des Museums wieder aufgebaut.
Das Gebäude war als Mehrzweckbau angelegt. Im Erdgeschoss mit Gewölbekeller befand sich eine Sust, also ein Warenumschlagplatz, später auch eine Schmiede, eine Seilerei, ein Kolonialwarenladen und eine Bäckerei; in den Obergeschossen gab es Ratstube, Schulzimmer und Wohnungen. Nach einem Brand im Jahr 1973 wurde das Haus renoviert, und 1975 zog im nördlichen Teil das Gemeindemuseum ein. Bereits am 30. November 1973 war der Museumsverein Oberriet gegründet worden, der das Museum Rothus bis heute mit Dauer- und Sonderausstellungen betreibt.
Die Ausstellungen zeigen das bäuerliche Leben und Arbeiten der Region im 19. und 20. Jahrhundert, darunter eine Schmiede, eine Wagnerei, eine Schuhmacherei und eine noch funktionstüchtige Mühle. Seit 2022 gibt es eine Alpenausstellung zu den Kuhalpen der Gemeinde, seit Herbst 2024 im Estrich des Museums-Stalls die Ausstellung «vom Törgga zum Ribel» über den Rheintaler Ribelmais. Eine Bibliothek, ein Fotoarchiv und audiovisuelle Aufzeichnungen ergänzen die Sammlung.
Highlights
- Riegelbau «Rothus» von 1731 mit Lüchingerstube
- Schmiede, Wagnerei und Schuhmacherei aus dem bäuerlichen Alltag
- Noch funktionstüchtige Mühle im Museums-Stall
- Ausstellung «vom Törgga zum Ribel» über den Rheintaler Ribelmais
- Alpenausstellung zu den Kuhalpen der Gemeinde Oberriet
Dauerausstellungen
- Bäuerliches Leben und Arbeiten – Das Leben auf dem Land im 19. und 20. Jahrhundert mit Schmiede, Wagnerei, Schuhmacherei und einer funktionstüchtigen Mühle sowie Themen wie Torfstecherei, Holzverarbeitung, Rheinhochwasser und Brauchtum.
- vom Törgga zum Ribel – Der Weg des Rheintaler Ribelmais vom Acker bis zur Ribelpfanne mit Geräten, Infotafeln und Zeichnungen im Estrich des Museums-Stalls.
- Alpenausstellung – Mehrjährige Ausstellung zu den früheren Kuhalpen der Gemeinde Oberriet rund um das Chäs-Chessi der Alp Oberrieter Kienberg.
- Gegründet
- 1975
- Träger
- Museumsverein Oberriet
- Leitung
- Ute Kurz
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Führung für angemeldete Gruppen | 70 CHFpauschal |
|---|---|
| Führung für Schulklassen | 20 CHFpauschal; Inhalt nach Unterrichtsthema |
Der Eintritt ist kostenlos.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Laut museums.ch gibt es mindestens ein Angebot für Familien und Kinder; für Schulen stehen vier Museumskoffer mit Objekten zum Ausleihen bereit.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Laut museums.ch gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Im Ortsteil Eichenwies an der Durchgangsstrasse (Staatsstrasse), an der Abzweigung nach Eichberg.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Laut museums.ch gibt es einen Shop. Im selben Haus befindet sich eine Bäckerei mit Café («Bäckerei/Café Rothus»).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und individuell gestaltete Führungen für Schulklassen nach Anmeldung. Für den Unterricht lassen sich Museumskoffer ausleihen (Schule früher; Riegel, Schlösser und Schlüssel; Religion; Rätselhaftes) für 50 CHF. |

