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Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden in Sternberg
Foto: Ronny Krüger, Neubrandenburg (= user Dolenzia) · Public domain · Wikimedia Commons

Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

Freilichtmuseum am Sternberger See mit rekonstruiertem slawischem Tempelort, Siedlung und Burgwall sowie einer Schatzkammer voller Funde der Slawenzeit.

ÖffnungszeitenEintritt ab 3,50 € Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Nordöstlich des Dorfes Groß Raden liegt auf einer Halbinsel im Sternberger See der Platz einer slawischen Siedlung mit Heiligtum und Burgwall. Der Archäologe Ewald Schuldt legte hier zwischen 1973 und 1980 rund die Hälfte der früheren Siedlungsfläche und der Befestigung frei. Weil viele Funde im Bereich des Grundwassers lagen, hatten sich zahlreiche Holzreste erhalten, die eine sehr genaue Rekonstruktion von Häusern, Wegen und Kultbau erlaubten.

Die Grabungen belegen zwei Siedlungsphasen: Um 900 brannte der Ort vermutlich ohne kriegerische Einwirkung ab, wurde aber bald in veränderter Form wieder aufgebaut. Am Rand der Siedlung stand ein rund 7 mal 11 Meter großer hölzerner Kultbezirk; nach dessen Ende entstand auf der vorgelagerten Insel ein neues Heiligtum, umgeben von einem mindestens acht Meter hohen Wall.

Schuldt, damals Direktor des Schweriner Museums für Ur- und Frühgeschichte, plante ab Herbst 1982 ein Freilichtmuseum am Originalfundplatz. Ab 1983 bauten Handwerker die Anlage mit alten Techniken und nachgeschmiedeten slawischen Werkzeugen nach; 1987 wurde der Burgwall wieder aufgeschüttet und das Museum in Schuldts Beisein eröffnet.

Heute gehört das Museum zum Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern. Das Ausstellungsgebäude zeigt die Schatzkammer mit bedeutenden Funden der Slawenzeit, seit 2022 die Ausstellung „Slawenburg“ und wechselnde Sonderausstellungen; im Freigelände schlagen regelmäßig Darsteller in historischer Kleidung ihre Mittelalterlager auf.

Highlights

  • Rekonstruierter slawischer Tempelort mit Heiligtum aus geschnitzten Eichenbohlen
  • Burgwall auf einer Insel im See mit nachgebautem Tunneltor
  • Schatzkammer mit Schmuck-, Handels- und Kultfunden der Slawenzeit in 21 Vitrinen
  • Mittelalterlager mit Slawen- und Wikingerdarstellern zu Ostern, Pfingsten und im Herbst
  • Rauwollige Pommersche Landschafe im Freigelände

Dauerausstellungen

  • Slawenburg – Auf den Spuren einer Königin – Die Ausstellung versetzt ins Jahr 967 und begleitet die Obotritenprinzessin Tove, Tochter des Fürsten Mstivoj, auf ihrem letzten Gang durch die Burg Schwerin vor ihrer Heirat mit dem Dänenkönig Harald Blauzahn.
  • Schatzkammer – Eine Auswahl der wichtigsten und schönsten Funde aus der Slawenzeit Mecklenburg-Vorpommerns zu Schmuck, Handel und Religion.
  • Freigelände mit Tempelort und Burgwall – Über Brücke und Torhaus geht es in die nachgebaute Siedlung mit eingerichteten Wohnhäusern und Werkstätten, zum Heiligtum und über einen Bohlenweg auf den Burgwall mit Blick über den See.
Gegründet
1987
Träger
Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (Landesarchäologie)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene3,50 €
Ermäßigt2 €Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren, Schülerinnen und Schüler, Rentnerinnen und Rentner, Menschen mit Schwerbehinderung, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende und Erwerbslose (mit Ausweis)
Kinder & Jugendliche2 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei; Kinder und Jugendliche bis 17 zahlen den ermäßigten Preis. Schulklassen in Begleitung einer Lehrkraft frei.
Seniorinnen & Senioren2 €Rentnerinnen und Rentner zahlen den ermäßigten Preis.
Menschen mit Behinderung2 €Begleitperson frei · Ermäßigt mit Schwerbehindertenausweis; notwendige Begleitpersonen frei.
Studierende & Azubis2 €Ermäßigt mit Ausweis.
Gruppen (ab 15 Pers.)2 € p. P.Ab 15 Personen 2 € p. P. Angemeldete Führungen (ca. 1 Stunde) 25,50 € pro Gruppe bis 25 Personen, Kurzführungen (ca. 15 Min.) 10 €, jeweils zzgl. Eintritt; Anmeldung unter +49 385 58879390.
Familien7 €Eltern mit ihren Kindern unter 18 Jahren; bei Sonderveranstaltungen 14 €.

Bei Sonderveranstaltungen (z. B. Mittelalterlager) gelten höhere Preise: Erwachsene 7 €, ermäßigt 4 €, Familien 14 €. Jahreskarte 25 €, ermäßigt 12,50 €. Öffentliche Führungen 1,50 € p. P. (ermäßigt 1 €) zzgl. Eintritt; museumspädagogische Projekte 1–1,50 € p. P. Freier Eintritt für Presse sowie Mitglieder von Deutschem Museumsbund und ICOM.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Das Ausstellungsgebäude ist weitgehend barrierefrei und hat einen Aufzug. Das Freigelände ist nur eingeschränkt zugänglich: Die Wege sind unbefestigt und teils uneben. Gehbehinderte Personen dürfen mit dem Auto bis zum Ausstellungsgebäude und zum Freigelände fahren; die Sondergenehmigung gibt es am Parkplatz im Dorf. Hilfe über die Kasse im Ausstellungsgebäude (+49 385 58879382) oder am Freigelände (+49 385 58879390). Ins Ausstellungsgebäude dürfen keine Tiere; eine Regelung für Assistenzhunde ist nicht angegeben.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 5 Jahre frei
Familienticket7 € · Eltern mit ihren Kindern unter 18 Jahren; bei Sonderveranstaltungen 14 €.
  • Familienführungen & Workshops
  • Spielplatz / Spielecke

Spielplatz auf halber Strecke zwischen Parkplatz und Freigelände. In den Ferien Mitmachaktionen für alle Altersgruppen ohne Anmeldung, außerdem Mittelalterlager und Museumsnacht; Aktionsprogramme auch für Gruppen buchbar. Wege im Freigelände unbefestigt.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Keine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden · 700 m zum Eingang

Parkplatz mit Toiletten für Pkw und Busse im Dorf Groß Raden; von dort ausgeschilderter, unbefestigter Fußweg am See zum Ausstellungsgebäude (ca. 700 m) und weitere ca. 700 m zum Freigelände. Reisebusse können eine Durchfahrtsgenehmigung beim Amt Sternberger Seenlandschaft beantragen; gehbehinderte Gäste erhalten am Parkplatz eine Zufahrtsgenehmigung.

  • Behindertenparkplatz

Anreise mit Auto, Fahrrad oder Boot (Anleger am Ausstellungsgebäude). Navi-Adresse: Kastanienallee 49, 19406 Groß Raden – von Loiz und Lübzin führt kein für Fahrzeuge freigegebener Weg zum Museum, auch wenn Navi-Apps ihn anzeigen. Fahrradständer an Ausstellungsgebäude und Freigelände.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Museumsshop

Keine Gastronomie im Museum: kostenloser Wasserspender und Kaffeeautomat im Ausstellungsgebäude, Getränke an der Kasse am Freigelände; Picknick im Freigelände erlaubt. Kiosk und zwei Gaststätten im Dorf Groß Raden. Museumsshop im Ausstellungsgebäude. Kleine Badestelle am See. Hunde sind im Freigelände erlaubt.

Veranstaltungen & Vermietung

    Keine Vermietung ausgewiesen; Kindergeburtstage, Workshops und Gruppenprogramme lassen sich über das Kontaktformular anfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Angebote für Schulenja
    FotografierenFotografieren und Filmen ist ohne Genehmigung erlaubt.

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