
Über das Museum
Das Museum entstand 1890 an der Königlichen Blindenanstalt in Steglitz auf Initiative ihres Direktors Karl Wulff und gehört damit zu den ältesten Sammlungen zum Blindenwesen in Deutschland. 1906 erhielt es ein eigenes Gebäude mit mehr als 250 Quadratmetern Ausstellungsfläche; 1939 wurde es in „Museum für Blindenwesen“ umbenannt.
Luftangriffe und Kämpfe in den Jahren 1943 bis 1945 kosteten Teile des Bestands, Bibliothek und Archiv blieben aber größtenteils erhalten. Nach Kriegsende wurde das Haus der Schule zugeschlagen, die Objekte lagerten jahrelang unter schlechten Bedingungen. Zum Blindenlehrerkongress 1956 wurde die Sammlung wieder gezeigt, 1971 musste die Ausstellung jedoch erneut weichen, weil das benachbarte Gymnasium die Räume brauchte.
Seit 1983 ist das Museum in der früheren Direktorenwohnung im zweiten Stock eines Gebäudes auf dem Gelände der heutigen Johann-August-Zeune-Schule untergebracht. Ein 1986 gegründeter Förderverein trägt den Betrieb ohne öffentliche Mittel; 2005 erhielten Museum und Verein ihre heutigen Namen.
Seit 2010 zeigt die Dauerausstellung „Sechs Richtige“, wie Louis Braille die Punktschrift erfand und wie sie Bildung, Beruf und Alltag blinder Menschen verändert hat. Zur Sammlung gehören außerdem Hilfsmittel, Schreibmaschinen, Lehrmaterial und ein noch nicht vollständig erschlossenes Archiv mit historischer Punktschriftliteratur. Derzeit ist das Haus wegen eines langwierigen barrierefreien Umbaus geschlossen.
Highlights
- Dauerausstellung „Sechs Richtige“ über Louis Braille und die Punktschrift
- Mitmachstationen zum Ertasten von Schriften
- Historische Blindenschreibmaschinen und Alltagshilfsmittel
- Frühe Reliefschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert
- Archiv und Bibliothek mit historischer Punktschriftliteratur
Dauerausstellungen
- Sechs Richtige – Louis Braille und die Blindenschrift – Fünf Themenbereiche erzählen von frühen Reliefschriften über Brailles Sechs-Punkte-System bis zur Punktschrift in Schule, Beruf und Alltag. Viele Stationen laden zum Ertasten und Ausprobieren ein.
- Gegründet
- 1890
- Träger
- Förderverein des Deutschen Blinden-Museums e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Ausstellung liegt im 2. Obergeschoss; das Gebäude wird derzeit barrierefrei umgebaut. Auf der Website gibt es Wegbeschreibungen für blinde und für sehende Menschen sowie Ausstellungstexte in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
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Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rathaus Steglitz
S1 und U9 Rathaus Steglitz (U-Bahn-Ausgang Grunewaldstraße/Schloßparktheater); Busse M48, M82, M85, 170, 186, 188, 282, 283, 284, 285, 380 und X83 bis Rathaus Steglitz. Von dort über Schloßstraße und Grunewaldstraße in die Rothenburgstraße.
Das Museum hat eine ausführliche Wegbeschreibung für blinde Menschen (Word-Datei) und für sehende Menschen (PDF) zum Download. Eingang über das Gelände der Johann-August-Zeune-Schule, Ausstellung im 2. Stock.
Route planenService & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Hinweise | Archiv und Bibliothek sind nach Voranmeldung vor Ort einsehbar. |
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