
Kunstsammlung Neubrandenburg
Städtisches Kunstmuseum in Neubrandenburgs Innenstadt mit Gegenwartskunst aus Ostdeutschland und Kabinetten zur 1945 verlorenen Kunstsammlung.
Über das Museum
Die Wurzeln reichen ins 19. Jahrhundert: 1890 vermachte der aus Neubrandenburg stammende Maler Henry Stoll der Stadt seinen Kunstbesitz und begründete damit das einzige bürgerliche Kunstmuseum im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz. 1911 kam der Nachlass des Kunsthändlers August Schmidt mit Grafik und Meißner Porzellan hinzu. Ab 1920 war die Städtische Kunstsammlung im Südflügel des herzoglichen Palais untergebracht, das Ende April 1945 ausbrannte; der Verbleib der zuvor ausgelagerten Bestände ist bis heute ungeklärt.
1982 gründete die Stadt die Kunstsammlung neu. Zunächst in einer Fachwerkvilla außerhalb des Zentrums untergebracht, begann sie eine Sammlung zeitgenössischer bildender Kunst aufzubauen, die heute mehr als 7.600 Werke umfasst – mit Werkgruppen etwa von Hermann Glöckner, Werner Stötzer, Max Uhlig oder Strawalde sowie von Künstlerinnen und Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern.
Seit 2003 hat das Museum seinen Sitz in der Großen Wollweberstraße: Ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert ist mit einem modernen Anbau verbunden und umschließt einen kleinen Innenhof. Auf zwei Etagen mit rund 400 Quadratmetern wechseln Sonder- und Sammlungsausstellungen.
2006 kamen bei Grabungen auf dem Marktplatz Scherben und geschmolzene Reste der alten Porzellan- und Skulpturensammlung zutage. Der Kölner Künstler Simon Schubert verarbeitete diese Verlustgeschichte in zwei Rauminstallationen, dem „Brandzimmer“ und dem „Weißen Zimmer“, die dauerhaft zu sehen sind.
Highlights
- Rauminstallationen „Das Brandzimmer“ und „Weißes Zimmer“ von Simon Schubert
- Fundstücke der 1945 verlorenen Städtischen Kunstsammlung
- Sammlung ostdeutscher Gegenwartskunst mit mehr als 7.600 Werken
- Barockes Fachwerkhaus mit modernem Anbau und Innenhof
- Museumspädagogisches Atelier für Kitas und Schulen
Dauerausstellungen
- Das Brandzimmer – Rauminstallation von Simon Schubert mit den 2006 ausgegrabenen, vom Feuer gezeichneten Resten der alten Städtischen Kunstsammlung. Sie macht den Verlust von 1945 unmittelbar erfahrbar.
- Weißes Zimmer – Rauminstallation zur Städtischen Kunstsammlung im Palais – Mit Papierfaltungen und Licht lässt Simon Schubert die Räume des 1945 zerstörten Museums im herzoglichen Palais als Erinnerungsraum wiedererstehen.
- Gegründet
- 1982
- Träger
- Stadt Neubrandenburg
- Leitung
- Ulrike Pennewitz
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4 € p. P. |
| Familien | 10 €Bis zu 2 Erwachsene mit bis zu 3 schulpflichtigen Kindern. |
| Kombi-Ticket mit dem Regionalmuseum im Franziskanerkloster (1 Monat gültig) | 10 € |
| Jahreskarte | 20 € |
| Familienjahreskarte | 40 € |
| Schul- und Ausbildungsklassen (pro Person, inkl. Betreuer) | 2 € |
Bei Veranstaltungen gesonderter Eintritt (6–30 €).
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 10 € · Bis zu 2 Erwachsene mit bis zu 3 schulpflichtigen Kindern. |
|---|
- Familienführungen & Workshops
Vermittlungsangebote für Kitas, Schulklassen und Familien, bei denen Kunstwerke betrachtet und anschließend selbst kreativ umgesetzt werden (Anmeldung erforderlich). Erstbesuch mit Dialogführung für Grundschulklassen bis Klasse 4 kostenfrei.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
Kaffee im Foyer und im Innenhof; Museumsshop mit Katalogen und Kunstpostkarten. Kunstbibliothek im Haus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Foto- und Videoerlaubnis für private Zwecke gegen Gebühr (3 €). |
| Hinweise | Gruppenführungen nach Anmeldung: 50 € je angefangene Stunde (max. 20 Personen), Schulklassen 25 €, jeweils zuzüglich Eintritt. Kuratorenführungen zu den Sonderausstellungen. |




