Zum 100. Geburtstag des Künstlers sind alle 100 Radierungen seines späten Hauptwerks zu sehen, ergänzt um frühe Lithografien, Holzschnitte und Zeichnungen.
Über das Museum
Das Haus im Loschwitzgrund geht auf eine schon im 16. Jahrhundert erwähnte Wassermühle zurück, die bis in die 1870er Jahre Mehl mahlte. 1879 kaufte der Landschaftsmaler Eduard Leonhardi (1828–1905), Schüler Ludwig Richters, das Anwesen, ließ Mühlen- und Stallgebäude durch ein Atelierhaus ersetzen und das Wohnhaus um ein Atelier erweitern. Der junge Maler Charles Palmié gab dem Fachwerkhaus Anfang der 1880er Jahre seine verspielte Bemalung mit Sprüchen und Zierrat; seither heißt es auch „Rothe Amsel“.
Leonhardi wollte hier jungen Kollegen günstige Wohn- und Arbeitsräume bieten, doch die Künstlergemeinschaft zerfiel bald. 1885 eröffnete er stattdessen ein Museum mit seinen eigenen Landschaftsbildern.
Im September 1963 gründeten Dresdner Künstler um Günter Tiedeken eine Arbeitsgemeinschaft, die im Oberlichtsaal des Ateliergebäudes eigene Ausstellungen veranstaltete. Bis 1990 entstanden so über 100 selbstorganisierte Schauen, die immer wieder mit der DDR-Kulturpolitik und der Staatssicherheit in Konflikt gerieten.
Seit 1991 ist das Leonhardi-Museum eine städtische Galerie, heute im Verbund der Museen der Stadt Dresden. Nach zweijähriger Sanierung öffnete es 2003 wieder. Im großen Saal und in den Kabinetten wechseln Einzel- und Themenausstellungen, oft mit regionalem Bezug, während das 1994 eingerichtete Leonhardi-Atelier dauerhaft Gemälde des Namensgebers zeigt. Konzerte mit Neuer Musik ergänzen das Programm.
Highlights
Fachwerkhaus „Rothe Amsel“ mit bemalter Fassade und Bergknappen-Figur
Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst, oft mit Dresdner Bezug
Leonhardi-Atelier mit Landschaftsgemälden Eduard Leonhardis
Geschichte als selbstorganisierter Künstler-Ausstellungsort in der DDR
Freitags freier Eintritt
Dauerausstellungen
Landschaftsmalerei von Eduard Leonhardi – Im Leonhardi-Atelier hängen dauerhaft Waldlandschaften und Elbhang-Motive des Museumsgründers, Leihgaben der Erbengemeinschaft.
Gegründet
1963
Träger
Museen der Stadt Dresden
Leitung
Bernd Heise
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
6 €
Ermäßigt
4 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Rentner u. a. mit Nachweis
Kinder & Jugendliche
4 €bis 6 Jahre frei · Kinder unter 7 Jahren frei; Schülerinnen und Schüler zahlen den ermäßigten Preis.
Seniorinnen & Senioren
4 €Ermäßigt für Rentnerinnen und Rentner
Menschen mit Behinderung
3 €Begleitperson frei · 50 % Ermäßigung ab GdB 50.
Studierende & Azubis
4 €Ermäßigt für Studierende und Auszubildende
Gruppen (ab 10 Pers.)
5 € p. P.Ermäßigte in Gruppen 3 €, Schüler und Studierende in Gruppen 2,50 €.
Familien
12 €Familienkarte Maxi: 2 Erwachsene und 1 bis 4 Kinder
Familienkarte Mini (1 Erwachsener und 1–4 Kinder)
6 €
Führung (zzgl. Eintritt)
3 €Schüler und Studierende 2 €
Jahreskarte Museen der Stadt Dresden
60 €Ermäßigt 40 €, Partnerkarte für 2 eingetragene Personen 90 €; gilt ein Jahr in allen städtischen Museen.
Freier Eintritt:Jeden Freitag freier Eintritt
Freier Eintritt mit DresdenPass. Zahlung bar oder mit Karte.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das historische Gebäude ist nur eingeschränkt barrierefrei: Die unteren Ausstellungsräume sind mit mobilen Rampen und Hilfe des Personals erreichbar, die oberen Räume derzeit nicht. Besuch bitte vorher telefonisch ankündigen. Informationen in Gebärdensprache auf der Website.
Kinder & Familie
Eintritt Kinder
bis 6 Jahre frei
Familienticket
12 € · Familienkarte Maxi: 2 Erwachsene und 1 bis 4 Kinder
Familienführungen & Workshops: nicht vorhanden
Familienkarten erhältlich; eigene Kinder- oder Familienprogramme werden nicht angeboten.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Körnerplatz
Bus 61, 63, 84 (DVB) und 521 (RBO) bis Körnerplatz; Straßenbahn 6 und 12 sowie Bus 65 bis Blasewitz Schillerplatz, dann zu Fuß über das Blaue Wunder. Stand- und Schwebebahn (Talstation) liegen ganz in der Nähe.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig · 300 m zum Eingang
Gebührenpflichtiger öffentlicher Parkplatz an der Alten Feuerwache Loschwitz (Fidelio-F.-Finke-Straße, ca. 300 m) oder Schiller Galerie (ca. 1 km); am Straßenrand nur wenige kostenlose Plätze. Der Parkplatz oberhalb des Museums ist Gästen der Pension Loschwitz vorbehalten.
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen; Haltestelle der Hop-on-hop-off-Stadtrundfahrt „Blaues Wunder / Grundstraße“ etwa 40 m entfernt.
Museumsshop mit Katalogen, Plakaten und Editionen. Rucksäcke sind in den Ausstellungen nicht erlaubt; Aufbewahrung über das Personal. Fahrradständer auf dem Gelände.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Fotografieren
Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt, ohne Blitz oder Zusatzlicht.
Hinweise
Führung „Von der Hentschelmühle zum Leonhardi-Museum“ für 6–20 Personen individuell buchbar (Tel. 0351 268 3513).