
Museum Industriekultur
Nürnbergs Industriegeschichte in einer alten Fabrikhalle, mit Motorrad- und Schulmuseum – wegen Sanierung voraussichtlich bis Sommer 2027 geschlossen.
Über das Museum
Das Museum entstand Mitte der 1980er Jahre als neuartiges Haus zwischen Technik-, Kultur- und Sozialgeschichte und wurde 1988 eröffnet. Es nutzt die denkmalgeschützte Halle der Schraubenfabrik des Eisenwalzwerks Julius Tafel aus den 1920er Jahren. Das 1875 gegründete Werk machte aus Eisenschrott Stab- und Schweißeisen für die Nürnberger Metallindustrie; 1975 wurde es stillgelegt, bis auf Halle und Verwaltungsbau verschwand das Areal 1990. Seit 1994 gehört das Museum zu den Museen der Stadt Nürnberg.
Herzstück ist die „Museumsstraße“: Auf einer Seite stehen Einheiten wie ein Dampfmaschinenhaus oder eine Druckwerkstatt für die Arbeitswelt, auf der anderen Wohnräume oder ein Kino für den Alltag. Im Mittelpunkt steht das Leben von Menschen aller Schichten seit der Industrialisierung. 2000 wurde das Haus auf fast 6.000 Quadratmeter erweitert. Angegliedert sind das Motorradmuseum zur einst bedeutenden Nürnberger Zweiradindustrie mit eigenem Zündapp-Bereich und das Schulmuseum, das 2008 neu eingerichtet wurde und ein originales Klassenzimmer der Jahrhundertwende besitzt.
Seit Ende November 2023 ist das Museum für eine umfassende Sanierung geschlossen: Brandschutz, Dämmung von Dach und Südfassade, eine Photovoltaikanlage und die Sanierung einer feuchten Stützmauer stehen an. Zugleich wird die seit 1988 nur punktuell ergänzte Dauerausstellung überarbeitet – mit neuem Foyer, einem Einführungsraum, einem Forum zur Diskussion aktueller Fragen und einem Seminarraum für Gruppen. Die Wiedereröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.
Highlights
- „Museumsstraße“ mit Dampfmaschinenhaus, Druckwerkstatt und Museumskino
- Motorradmuseum mit Weltrekordmaschinen und Prototypen von Zündapp
- Historisches Klassenzimmer im Schulmuseum
- Denkmalgeschützte Fabrikhalle des einstigen Tafelwerks
Dauerausstellungen
- Museumsstraße: Kultur und Industrie – Inszenierte Arbeits- und Lebenswelten verbinden Technik-, Kultur- und Sozialgeschichte der Industrialisierung in Nürnberg; wird während der Schließung neu gestaltet.
- Motorradmuseum – Geschichte der Nürnberger Motorradproduktion von den Anfängen 1901 bis zum Niedergang, mit eigenem Bereich für Zündapp; derzeit wegen Sanierung nicht zugänglich.
- Schulmuseum – Gemeinsam mit der Universität Erlangen-Nürnberg betriebene Ausstellung zur Schulgeschichte mit historischem Klassenzimmer; derzeit wegen Sanierung nicht zugänglich.
- Gegründet
- 1988
- Träger
- Stadt Nürnberg (Museen der Stadt Nürnberg)
- Leitung
- Monika Dreykorn
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Tafelhalle
Straßenbahn 8 (Richtung Erlenstegen) bis Tafelhalle; die Haltestelle liegt direkt vor dem Eingang
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Rund 35 Pkw-Stellplätze direkt vor dem Museum.
Mit dem Auto: A3, Ausfahrt Nürnberg-Behringersdorf, dann über die Erlenstegenstraße zur Äußeren Sulzbacher Straße.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Fotografieren | Ohne Blitz und Stativ für private, nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos erlaubt (Regel der Museen der Stadt Nürnberg). |
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| Hinweise | Während der Schließung gibt es gelegentlich kostenlose Rundgänge rund um das Museum, die über Geschichte, Sanierung und neue Dauerausstellung informieren. |




