Eingeschränkter Betrieb (voraussichtlich bis 2026-10-31). Wegen Sanierungsarbeiten gelten bis Ende Oktober 2026 verkürzte Öffnungszeiten (Mi ab 13 Uhr, Do/Fr 13–20 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr); ab 3. November 2026 reguläre Zeiten.
Die Schau verfolgt die Geschichte der Musikaufnahme vom Edison-Phonographen über Schallplatte, Kassette und Walkman bis zum Streaming und fragt nach deren Folgen für die Musikkultur.
Über das Museum
Die Sammlung wurde 1888 von Philipp Spitta und Joseph Joachim als Sammlung alter Musikinstrumente an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik gegründet. Den Grundstock bildeten Instrumente aus der früheren preußischen Kunstkammer sowie Ankäufe beim Leipziger Händler Paul de Wit, darunter das berühmte Bach-Cembalo. 1902 kam mit der über tausend Stücke umfassenden Sammlung des Genter Anwalts César Snoeck die größte Erwerbung hinzu.
Unter Curt Sachs, der das Museum ab 1919 leitete, entstand 1922 der erste wissenschaftliche Gesamtkatalog; Sachs prägte die Instrumentenkunde international. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten aus dem Amt gedrängt, 1935 kam die Sammlung an das neu gegründete Staatliche Institut für deutsche Musikforschung.
Von den über 4.000 Instrumenten der Vorkriegszeit überstanden nur rund 700 den Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 baute Alfred Berner die Sammlung wieder zu einer der bedeutendsten ihrer Art auf. 1984 bezog das Museum als Teil des Staatlichen Instituts für Musikforschung einen eigenen Bau am Kulturforum neben der Philharmonie, den Edgar Wisniewski nach Plänen von Hans Scharoun errichtete.
Heute umfasst der Bestand etwa 3.600 Instrumente, von denen rund 800 ausgestellt sind. Konzerte, Führungen mit Klangbeispielen und Vorführungen der Kinoorgel machen viele Stücke hörbar.
Highlights
Bach-Cembalo (um 1700) und Cembali der Antwerpener Ruckers-Werkstatt
Mighty Wurlitzer, größte Kino- und Theaterorgel auf dem europäischen Festland
Naumburger Blasinstrumente einer Stadtpfeiferei um 1600
Querflöten aus dem Besitz Friedrichs des Großen
Hammerflügel von Carl Maria von Weber
Streichinstrumente u. a. von Stradivari und Stainer
Dauerausstellungen
Dauerausstellung: Musikinstrumente vom 16. bis 21. Jahrhundert – Rund 800 Instrumente der europäischen Kunstmusik, von Renaissance-Blasinstrumenten und Cembali über Streichinstrumente bis zu automatischen und elektronischen Instrumenten.
Gegründet
1888
Träger
Staatliches Institut für Musikforschung – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Leitung
Emanuele Marconi
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
5 €Schüler*innen, Studierende, Wehr-/Zivildienstleistende, Arbeitssuchende mit ALG I, Schwerbehinderte (ab 50 %)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ermäßigt ab 50 %; im Ausweis eingetragene notwendige Begleitperson frei.
Studierende & Azubis
5 €Studierende in angemeldeten Lehrveranstaltungen frei.
Gruppen
–Highlight-Führung (45 Min.) 55 €, für Kitas, Schulklassen, Auszubildende und Studierende 35 €, jeweils zzgl. Eintritt; Führung mit eigenem Guide 35 € (max. 30 Personen). Angemeldete Schulgruppen frei.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 sind frei.
Öffentliche Führung
3 €Zuzüglich Museumseintritt
Kulturforum-Tageskarte (mit Sonderausstellungen)
22 €Ermäßigt 11 €
Museumspass Berlin (3 Tage)
32 €Ermäßigt 16 €
Jahreskarte Classic (SMB/SPK)
59 €Ermäßigt 25 €; im Museum gültig, aber dort nicht erhältlich
Jahreskarte Classic Plus (SMB/SPK)
118 €Ermäßigt 50 €
Jahreskarte Basic (nur mit Zeitfenster)
25 €
Keine Zeitfenstertickets nötig. Freier Eintritt u. a. für Bezieher*innen von Transferleistungen, ICOM-/Museumsbund-Mitglieder und Presse. Konzertreihen „Jazz im MIM“ und „Jour Fixe“ bei freiem Eintritt (Spende erbeten); übrige Veranstaltungen mit eigenen Preisen.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Eingang mit Türöffner; Aufzug endet auf der Zwischenebene (Mittelpassarelle). Spezialführung für blinde und sehbehinderte Menschen mit Tastobjekten (60 Min., 55 €, max. 7 Teilnehmende plus Begleitung), taktiler Lageplan, barrierefreier digitaler Museumsguide. Website mit Informationen in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Programm „MIM-Kids“ mit Veranstaltungen für Kinder und Familien, von Instrumente-Ausprobieren über Mitmachführungen bis zu Konzerten und Kinderfesten; Mal- und Ratebuch für Kinder. Angebote für Kitagruppen und Schulklassen.
SIM-Café (Mi 13–17, Do/Fr 10–20, Sa/So und feiertags 10–17 Uhr), auch ohne Museumsbesuch zugänglich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 45 Min.
Audioguide
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führungen mit Klangbeispielen, teils mit Vorführung der Mighty Wurlitzer. Gruppenführungen nach Terminabsprache (Tel. 030 25481-139), kostenfreie Stornierung bis 48 Stunden vorher. Digitaler Museumsguide; Führungsblätter an der Kasse oder zum Download. Highlight-Führung für Gruppen 45 Minuten, Führungen mit eigenem Guide 60 Minuten; öffentliche Abendführungen bis 90 Minuten.