Während die Neue Pinakothek saniert wird, treffen deren Hauptwerke von Spitzweg, Schwind, Rottmann, Böcklin und Feuerbach auf die Bilder derselben Maler aus Schacks Sammlung.
Über das Museum
Adolf Friedrich von Schack, ein aus Mecklenburg stammender Jurist, Diplomat und Literat, kam 1856 auf Einladung König Maximilians II. nach München. Dort begann er, Gemälde zeitgenössischer deutscher Künstler zu erwerben – bewusst vor allem von jungen oder am Markt wenig erfolgreichen Malern. Er wurde zum wichtigsten frühen Förderer von Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach, kaufte zahlreiche Werke Moritz von Schwinds und ließ junge Maler wie Franz von Lenbach und Hans von Marées in Italien Kopien nach Tizian, Velázquez und anderen Alten Meistern anfertigen.
In seinem Palais an der Brienner Straße war die Sammlung ab Mitte der 1860er-Jahre öffentlich zugänglich. Testamentarisch vermachte Schack sie dem deutschen Kaiser; nach seinem Tod 1894 in Rom ging sie an Wilhelm II. über, der sie in München beließ und 1909 an der Prinzregentenstraße einen eigenen Galeriebau errichten ließ, unmittelbar neben der damaligen preußischen Gesandtschaft. Ausgeführt wurde der Bau von Max Littmann nach ersten Entwürfen Adolf von Hildebrands.
Seit 1939 gehört die Galerie zu den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. 1950 öffnete sie als erstes Münchner Museum nach dem Krieg wieder. Ein Plan, das Haus 1978 zu schließen und die Bilder in die Neue Pinakothek zu integrieren, scheiterte am öffentlichen Protest. Zum 100-jährigen Gebäudejubiläum 2009 wurden die Säle renoviert und ein Kopiensaal eingerichtet.
Die rund 150 ausgestellten Gemälde auf drei Etagen zeigen Historienbilder und Mittelmeerlandschaften, in denen sich Schacks idealistisches Kunstverständnis spiegelt. Während der Sanierung der Neuen Pinakothek ergänzen dort Hauptwerke des 19. Jahrhunderts aus deren Bestand die Sammlung.
Highlights
Umfangreiche Werkgruppen von Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach, u. a. Böcklins „Villa am Meer II“ und Feuerbachs „Paolo und Francesca“
Moritz von Schwinds märchenhafte Bilder und seine „Reisebilder“
Kopiensaal mit Kopien nach Tizian, Velázquez und Rubens, u. a. von Franz von Lenbach
Lenbachs „Hirtenknabe“ (1860)
Gastwerke der Neuen Pinakothek wie Stielers Goethe-Bildnis und Feuerbachs „Medea“
Dauerausstellungen
Meisterwerke der Sammlung Schack – Die Sammlung des Grafen Schack mit rund 150 Gemälden auf drei Etagen, von Historienbildern und Mittelmeerlandschaften bis zum Kopiensaal.
Herbert W. Rott (Sammlungsdirektor Neue Pinakothek und Sammlung Schack)
Besucher pro Jahr
ca. 14 927 (2016)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
4 €
Ermäßigt
3 €Personen über 65, Studierende und Goethe-Institut-Kursteilnehmende, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 Personen, Freiwilligendienstleistende und weitere laut Tarifbestimmungen
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei; ebenso alle Schüler*innen über 18 (außer Abendschulen/Kolleg und Sprachschulen).
Seniorinnen & Senioren
3 €Ermäßigung für Personen über 65 Jahre.
Menschen mit Behinderung
3 €Begleitperson frei · Ermäßigt für schwerbehinderte Personen; die eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt.
Studierende & Azubis
3 €Ermäßigt mit gültigem Studierendenausweis; Studierende der Kunst, Kunstgeschichte, Kunstwissenschaften und Kunstpädagogik frei.
Gruppen (ab 15 Pers.)
3 € p. P.Ermäßigt ab 15 Personen, wenn eine Person für die ganze Gruppe zahlt. Gebuchte Führungen mit max. 25 Teilnehmenden, mindestens 14 Tage Vorlauf.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 haben freien Eintritt.
Sonntagseintritt
1 €
Kombiticket (Alte Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst, Sammlung Schack an einem Tag)
12 €Nur an der Museumskasse; nicht für kostenpflichtige Sonderausstellungen.
Jahreskarte (alle Häuser der Staatsgemäldesammlungen inkl. Sonderausstellungen)
90 €Ermäßigt 60 €.
Sonntags 1 €.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum nicht barrierefrei: Eingang über eine Treppe, drei Ausstellungsebenen ohne Aufzug. Ein Aufzug und barrierefreie Serviceräume sind geplant, die Umsetzung ist mangels Mitteln derzeit nicht absehbar. Leichte Faltstühle werden in allen Häusern der Staatsgemäldesammlungen angeboten.
Kinder & Familie
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Das Haus ist nicht barrierefrei: Eingang über Treppen, Ausstellung auf drei Etagen ohne Aufzug. Kinder- und Familienprogramme bieten die Pinakotheken allgemein laut Programmkalender an.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Reitmorstraße/Sammlung Schack
Tram 16 bis „Nationalmuseum/Haus der Kunst“; Tram 37 sowie Bus 54 und 68 bis „Friedensengel/Villa Stuck“; U4/U5 bis „Lehel“; Bus 100 (Museumslinie) bis „Reitmorstraße/Sammlung Schack“.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Museen; Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.
Kein Museumscafé (Cafés nur in Alter Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Museum Brandhorst). Offene Garderobe im Erdgeschoss (1 € pro Person); Taschen größer als 30 × 20 × 10 cm müssen abgegeben werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Laut FAQ der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen stehen die Museumsräume nicht für Vermietungen zur Verfügung.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
nein
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren zu privaten Zwecken ohne Stativ und Blitz erlaubt; redaktionelle und gewerbliche Aufnahmen nach Anfrage
Hinweise
Derzeit kein Audioguide. Exklusive Führungen über das Buchungsformular der Staatsgemäldesammlungen mit mindestens 14 Tagen Vorlauf.