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Schloss Moritzburg
Foto: Tilman2007 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Schloss Moritzburg

Barockes Jagd- und Lustschloss Augusts des Starken im Schlossteich bei Dresden – mit Federzimmer, Jagdtrophäen und Aschenbrödel-Winterausstellung.

ÖffnungszeitenEintritt ab 12 € Teilweise barrierefrei Restaurant

Aktuelle Ausstellungen

15. Mai 2026 – 1. November 2026

Dünnes Eis – Inuit zur Schau gestellt

Die Schau erinnert an zwei junge Labrador-Inuit, die in den 1820er Jahren mit einer Völkerschau durch Europa reisten und 1825 in Moritzburg auftraten. Ethnografische Objekte, Zeichnungen und Interviews schlagen den Bogen bis zum heutigen Leben in Labrador.

20. November 2026 – 28. Februar 2027

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Die jährliche Winterausstellung am Originaldrehort zeigt Kostüme, Requisiten wie den originalen Reitsattel und nachgestellte Filmszenen des Märchenklassikers von 1973; Texte auf Deutsch und Tschechisch. Tickets nur online, Vorverkauf ab 12.10.2026.

Über das Museum

Herzog Moritz von Sachsen ließ ab 1542 im wildreichen Friedewald nördlich von Dresden auf einer Granitkuppe ein Jagdhaus im Stil der Renaissance errichten, das später seinen Namen erhielt und bald Mittelpunkt der höfischen Jagdgesellschaften war. 1661 kam unter Kurfürst Johann Georg II. die Schlosskapelle hinzu; im Zusammenhang mit der polnischen Königskrönung Augusts des Starken wurde sie katholisch geweiht und dient bis heute für Gottesdienste.

Ab 1723 ließ August der Starke das Jagdhaus durch Matthäus Daniel Pöppelmann zu einem barocken Jagd- und Lustschloss umgestalten, das sich mit seinen vier Rundtürmen aus dem Schlossteich erhebt. Ringsum entstanden neue Teiche, Alleen und Tiergehege, im Inneren statteten sächsische Künstler und Handwerker Festsäle und rund 200 Räume mit Ledertapeten und Jagdtrophäen aus. Mit dem Tod des Königs blieb der Ausbau unvollendet. Um 1800 bezog ein Urenkel die Umgebung stärker in die Gestaltung ein: Das Fasanenschlösschen, ein kleiner Hafen und ein Leuchtturm entstanden.

Von 1933 bis zur Enteignung der Wettiner 1945 bewohnte Prinz Ernst Heinrich von Sachsen das Schloss. Im Park vergrabene Kunstschätze der Familie fielen größtenteils sowjetischen Truppen in die Hände, einige Kisten entdeckten Hobby-Archäologen erst 1996. Ab 1946 wurde im Schloss ein Barockmuseum eingerichtet. Heute betreibt die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH die Anlage mit Barockausstellung, Porzellanquartier und dem nach jahrelanger Restaurierung seit 2003 wieder gezeigten Federzimmer. Seit den Dreharbeiten zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ 1972 ist Moritzburg außerdem als Filmschloss bekannt, dem jeden Winter eine eigene Ausstellung gewidmet ist.

Highlights

  • Federzimmer mit Wandbehängen aus über einer Million bunter Vogelfedern
  • Eine der bedeutendsten Jagdtrophäensammlungen Europas im Steinsaal
  • Kostbare Goldledertapeten, etwa im Monströsensaal
  • Historisches Porzellanquartier im Jägerturm mit Tier- und Jagdmotiven
  • Originaldrehort von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit Winterausstellung
  • Fasanenschlösschen mit Federtapeten, Miniaturhafen und Leuchtturm

Dauerausstellungen

  • Barockausstellung mit Federzimmer und Porzellanquartier – Festsäle mit Ledertapeten, Jagdtrophäen im Steinsaal, das Porzellanquartier im Jägerturm und das Federzimmer vermitteln das Hofleben unter August dem Starken; seit 2026 ergänzen neu erworbene Gemälde und ein Bildteppich den Monströsensaal. Zu sehen in der Sommersaison, begleitet vom HistoPad mit Augmented Reality.
  • Fasanenschlösschen – Das kleinste Schloss Sachsens mit Kabinetten voller Tapeten aus Federn, Stroh, Perlen und chinoisen Stickereien des 18. Jahrhunderts; nur mit Führung in kleinen Gruppen von Ende April bis Anfang November zugänglich.
Gegründet
1946
Träger
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (Schlösserland Sachsen)
Leitung
Dr. Dominique Fliegler
Besucher pro Jahr
ca. 306 000 (2025)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene12 €
Ermäßigt10 €Schüler ab 17 Jahre, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienst- und freiwillig Wehrdienstleistende, schwerbehinderte Menschen, Empfänger von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen, Inhaber eines Sozialpasses oder der Sächsischen Ehrenamtskarte, Mitglieder des Bundesverbands deutscher Gästeführer und des Deutschen Verbands für Kunstgeschichte (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche4,50 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 16 Jahren und Schulklassen 4,50 € pro Person; Kinder bis 5 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung10 €Begleitperson frei · Ermäßigung für Schwerbehinderte mit Nachweis; Begleitperson bei Merkzeichen „B“ frei. Rollstuhlfahrer können die Ausstellung wegen des hohen Besucheraufkommens nur mit Begleitperson besuchen.
Studierende & Azubis10 €Schüler ab 17 Jahre, Auszubildende und Studierende.
Gruppen (ab 15 Pers.)10 € p. P.Ab 15 Personen; Reiseleitung, Busfahrer und eine Begleitperson je 10 Schüler bzw. Kindergartenkinder frei. Gebuchte Führung (1 Std., März–November): Mindestgebühr 60 €, ab 15 Personen 4 € pro Person zzgl. Eintritt; auch fremdsprachige Führungen buchbar.
Familien–Kein Familienticket; Inhaber des Landesfamilienpasses haben freien Eintritt.

Eintritt inklusive HistoPad. Freier Eintritt außerdem für Geburtstagskinder, Inhaber der schlösserlandKARTE und Begleitpersonen mit Merkzeichen „B“ (HistoPad optional 4 €) sowie für Journalisten und Mitglieder von ICOM, ICOMOS und Deutschem Museumsbund (inkl. HistoPad); Ausnahmen bei Veranstaltungen, Sonderausstellungen und Führungen. Öffentliche Führung 4 € zzgl. Eintritt. Kombitickets: Barockschloss & Fasanenschlösschen 15 € (ermäßigt 12 €, Kinder 7 €), Barockschloss & Käthe Kollwitz Haus 16 € (ermäßigt 13 €, Kinder 6 €); Fasanenschlösschen allein (nur mit Führung) 8 €, ermäßigt 7 €, Kinder 4,50 €. Mit dem Vollzahlerticket binnen drei Tagen ermäßigter Eintritt (10 €) in der Albrechtsburg Meissen. Winterausstellung zu den gleichen Preisen, Tickets ausschließlich online (Vorverkauf ab 12.10.2026).

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Weg vom Parkplatz ca. 300 m mit historischer Wegedecke, Auffahrt zum Eingang 50 m mit 12 % Steigung; Zugang zum Barockschloss per Rampe ins Sockelgeschoss, Personenaufzug in alle Ausstellungsetagen (an der Kasse melden). Barock- und Winterausstellung barrierefrei (Schwellen bis 4 cm), Sonderausstellungsräume nicht. Behinderten-WC im Erdgeschoss; Schlossrestaurant (Rampe) und Schlosspark barrierefrei zugänglich. Fasanenschlösschen für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar, Besucherzentrum mit Gartencafé, Shop und Behinderten-WC im Erdgeschoss in Begleitung zugänglich. Führungen für blinde, sehbehinderte sowie lern- und geistig behinderte Menschen auf Anfrage; Informationsmappen für Hörgeschädigte zum Fasanenschlösschen. Das HistoPad ist auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigung geeignet. Hunde nur im Park an der Leine, im Museum nur Assistenzhunde.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Besuchsdauerca. 1,5 Std.
Eintritt Kinderbis 5 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
  • Wickelmöglichkeit
  • Kindergeburtstage

HistoPad mit Schatzsuche im Eintritt enthalten. Familien- und Kinderführungen, teils in historischen Kostümen (z. B. für 6- bis 9- bzw. 6- bis 16-Jährige), Ferienprogramm, Kinderprogramm zur Winterausstellung und Kindergeburtstage (6–12 Jahre, max. 10 Personen). Kinderwagen, Buggys und große Rückentragen dürfen nicht in die Ausstellungsräume; Kinderwagen-Parkplatz und Wickelmöglichkeit vorhanden.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Mit dem Zug bis Dresden-Neustadt, weiter mit Buslinie 477 Richtung Radeburg bis Moritzburg. Alternativ mit der S-Bahn Dresden–Meißen bis Radebeul Ost und von dort mit der historischen Schmalspurbahn „Lößnitzdackel“ nach Moritzburg.

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Gebührenpflichtiger Parkplatz Schlossallee 2 für Pkw und Busse (rund um die Uhr, mit WC); weitere gebührenpflichtige Parkplätze an der Radeburger Straße und am Schwanenteich, Parkplatz an der Kalkreuther Straße (Westseite) sowie kostenloser Wanderparkplatz an der Waldschänke/Fasanengarten.

Rund 15 km von Dresden: A 4, Abfahrt Dresden-Wilder Mann, oder A 13, Abfahrt Radeburg.

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Service & Gastronomie

  • Café
  • Restaurant
  • Museumsshop

Schlossrestaurant mit Wild- und Karpfengerichten; Gartencafé am Fasanenschlösschen (Mai–Oktober). Museumsshop am Ende des Rundgangs, Töpferei in einem der Teichhäuser. Ferienwohnungen in ehemaligen Wach- und Gondelhäuschen auf der Schlossinsel.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Private Feiern
  • Firmenveranstaltungen
  • Hochzeiten / Trauungen

Bis zu 500 Personen.

Für Feiern und Tagungen: Bankettsaal „Königliche Schlossküche“ (100 Bankett-/120 Reihenplätze), Schlossterrasse und Schlosspark (bis 500 Bankettplätze). Trauungen im Kleinen Festsaal des Fasanenschlösschens (20 Reihenplätze) und auf den Freiflächen am Fasanenschlösschen (50 Plätze), standesamtlich, kirchlich oder frei; Trautermine im Schlösschen an jedem 1. Freitag und 1. Samstag im Monat von Mai bis September (mit Ausnahmen).

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguideja (DE, EN, FR, CS, PL, RU, IT, ES, ZH, JA)
Angebote für Schulenja
FotografierenIn der Barock- und Winterausstellung ohne Blitz und Stativ erlaubt; im Fasanenschlösschen nicht erwünscht. Kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung; Drohnen über Schloss und Park verboten.

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