Gemeinsam mit der Liebieghaus Skulpturensammlung zeigt das Städel über 100 Werke vom Mittelalter bis heute, die das wechselnde Bild der Heiligen, Sünderin und Gefährtin Christi nachzeichnen – mit Leihgaben u. a. aus Louvre und Metropolitan Museum.
Das Künstlerduo verteilt Skulpturen und Installationen im ganzen Haus und bis ins Liebieghaus, die überraschende Dialoge mit Architektur und Sammlung eingehen.
Über 60 Arbeiten vom Alten Meister bis zur Gegenwart zeigen, wie Künstler die menschliche Haut in Zeichnung, Malerei und Skulptur darstellen – mit Werken u. a. von Raffael, Tizian, Rubens und Rodin.
Ausgehend vom berühmten Paradiesgärtlein widmet sich die Schau dem Paradies als Sehnsuchtsort und dem Verhältnis von Kunst und Naturwahrnehmung.
Über das Museum
Das Städel geht auf den Frankfurter Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel zurück, der 1815 in seinem Testament sein Vermögen und seine Kunstsammlung einer nach ihm benannten Stiftung vermachte. Sie sollte eine öffentliche Sammlung unterhalten und zugleich junge Künstler ausbilden – eine Doppelaufgabe, aus der auch die heutige Kunsthochschule Städelschule hervorging. Damit gilt das Haus als älteste Museumsstiftung Deutschlands.
Zunächst war die Sammlung in Städels Wohnhaus am Roßmarkt untergebracht. 1878 bezog das Institut den repräsentativen Neubau von Oskar Sommer am Schaumainkai auf der Sachsenhäuser Mainseite, der bis heute das Herz des Museums bildet. In der NS-Zeit wurden 77 Gemälde als „entartete Kunst“ beschlagnahmt, und Bombenangriffe beschädigten 1944 das Gebäude schwer; nach dem Wiederaufbau wurde das Museum 1963 wiedereröffnet.
In mehreren Schritten wurde das Museum erweitert: 1990 kam ein Anbau von Gustav Peichl hinzu, 2012 eröffneten die unterirdischen Gartenhallen mit rund 3.000 Quadratmetern für die Gegenwartskunst, deren runde Oberlichter den Garten prägen. Heute können Besucher zudem über die Sammlung Alter Meister eine Dachterrasse mit Blick auf die Skyline erreichen.
Die Sammlung umfasst rund 3.100 Gemälde, gut 600 Skulpturen, über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken sowie Tausende Fotografien. Sie bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über sieben Jahrhunderte europäischer Kunst, vom frühen 14. Jahrhundert über Renaissance, Barock und Moderne bis zur Gegenwart.
Highlights
Johannes Vermeer: Der Geograph
Rembrandt: Die Blendung Simsons
Oberrheinischer Meister: Das Paradiesgärtlein
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein: Goethe in der Campagna
Gartenhallen mit Gegenwartskunst unter den Lichtkuppeln
Städel Rooftop mit Blick auf die Frankfurter Skyline
Dauerausstellungen
Städel Sammlung: 700 Jahre Kunst unter einem Dach – Die Dauerausstellung führt durch Alte Meister, Kunst der Moderne und Gegenwartskunst in den Gartenhallen – ein Rundgang durch sieben Jahrhunderte europäischer Kunstgeschichte.
17 €Studierende, Auszubildende, Menschen mit Schwerbehinderung (GdB ab 50), Empfänger von Arbeitslosengeld sowie Mitglieder bestimmter Kunstverbände (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 11 Jahre frei · Kinder unter 12 Jahren frei (kostenloses Ticket an der Kasse). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten in Begleitung mindestens eines (angehörigen) Erwachsenen mit gültigem Ticket an der Kasse freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
17 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab GdB 50; eine Begleitperson frei bei Merkzeichen B.
Studierende & Azubis
17 €Ermäßigter Eintritt mit gültigem Nachweis.
Gruppen (ab 10 Pers.)
17 € p. P.Ab 10 Personen, Anmeldung erforderlich; dienstags 15–18 Uhr 10 € p. P. Kita-Gruppen und Schulklassen bis Jahrgangsstufe 6 frei, ab Klasse 7 sowie Hochschulgruppen 3 € p. P.
Familien
30 €Max. zwei Erwachsene und mindestens ein minderjähriges Kind (max. 6 Kinder); nur an der Kasse erhältlich.
Dienstags-Special: jeden Dienstag 15–18 Uhr Einheitspreis 10 € für Sammlung und alle Ausstellungen. Online: Zeitticket mit festem Einlassfenster ab 17 €, Flexticket ohne feste Einlasszeit ab 25 €, Early-Bird-Tickets für kommende Ausstellungen. Eintritt schließt Sammlung, Sonderausstellungen und Dachterrasse ein. Freier Eintritt für Mitglieder des Städelvereins, ICOM-Mitglieder und Presse. MuseumsuferCard gilt für Sammlung und Ausstellungen aus eigenen Beständen (nicht für große Leihausstellungen); MuseumsuferTicket gilt für alle Ausstellungen.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Aufzug am Haupteingang; alle Ausstellungsebenen per Aufzug mit breiten Türen und niedrigen Bedienelementen erreichbar. Zwei barrierefreie WCs (1. OG und Untergeschoss). Rollstühle und Rollatoren an der Garderobe ausleihbar, Sitzmöglichkeiten auf allen Etagen. Behindertenparkplätze in der Holbeinstraße/Ecke Schaumainkai. Assistenzhunde erlaubt. Führungen mit ausführlicher Bildbeschreibung für sehbeeinträchtigte Menschen sowie mit DGS-Dolmetschung (öffentlich etwa einmal pro Quartal samstags, sonst buchbar). Infos in Leichter Sprache und DGS-Videos online. Die Dachterrasse ist aus Denkmalschutzgründen nicht barrierefrei (nur über Wendeltreppen).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 11 Jahre frei
Familienticket
30 € · Max. zwei Erwachsene und mindestens ein minderjähriges Kind (max. 6 Kinder); nur an der Kasse erhältlich.
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
Familienführungen und Kinderstunde XS ab 4 Jahren, Märchenreise, Atelier- und Ferienkurse, KinderKunstKlub für 6- bis 13-Jährige und jährlicher Familientag; Kindergeburtstage auf Anfrage. Digitale Kinderangebote (Städel Universe, Imagoras). Aufzug am Haupteingang auch für Kinderwagen, Stellflächen vorhanden; bei großem Andrang kann der Zugang mit Kinderwagen eingeschränkt werden. Wickelräume im Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Die Überblicksführung empfiehlt das Museum nicht für Kinder bis 12 Jahre.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schweizer Platz
U1, U2, U3, U8 bis Schweizer Platz; Tram 15 und 16 bis Otto-Hahn-Platz. Vom Hauptbahnhof etwa 10 Minuten zu Fuß über den Holbeinsteg.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 10 Min. zu Fuß zum Eingang
Keine eigenen Besucherparkplätze; öffentliche Parkhäuser Walter-Kolb-Straße 16 (Alt-Sachsenhausen), Willy-Brandt-Platz 5 (Schauspiel Frankfurt) und Untermainanlage 1, jeweils etwa 10 Gehminuten. Behindertenparkplätze Holbeinstraße/Ecke Schaumainkai. Für Reisebusse keine Reservierung möglich.
Städel Café (Selbstbedienung, neben dem Museumsshop, Di–So 10–18 Uhr). Das frühere Restaurant „Holbein’s“ ist seit Juli 2025 wegen Umbau und Neuverpachtung geschlossen; laut Website ist eine Wiedereröffnung mit neuem Konzept geplant. Garderobe kostenlos, Schließfächer mit 1- oder 2-€-Münze. Kostenloses WLAN (Staedel_WiFi).
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern: nicht vorhanden
Firmenveranstaltungen
Keine allgemeine Vermietung: Veranstaltungen sind laut Website Förderern, Sponsoren und langfristigen Partnern vorbehalten (auch als einmaliges Sponsoring möglich). Angeboten wird u. a. die exklusive Nutzung des Städel Rooftop Mo–Fr ab 19 Uhr inkl. Eintritt für bis zu 50 Personen und zwei Führungen. Kontakt: Abteilung Sponsoring & Corporate Events.
Fotografieren ohne Blitz für private Zwecke in Sammlung und Ausstellungen erlaubt, sofern nicht anders gekennzeichnet; keine Stative oder Selfiesticks.