
Museum für Archäologie Thurgau
Archäologiemuseum in der Frauenfelder Altstadt: Thurgauer Funde von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter, darunter der Goldbecher von Eschenz.
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Über das Museum
Die Sammlung geht auf das Jahr 1859 zurück: Der frisch gegründete Historische Verein des Kantons Thurgau begann damals, Funde aus Pfahlbausiedlungen und anderen Grabungen zusammenzutragen. Ein erstes Museum in einem Gebäude der Kantonsschule Frauenfeld hielt nur rund zwanzig Jahre. 1924 zog die Sammlung ins Luzernerhaus in der Altstadt, 1958 übernahm der Kanton die Trägerschaft, und 1974 kam der berühmte Goldbecher von Eschenz als Geschenk an den Kanton. 1983 wurde das Amt für Archäologie gegründet, das die Bestände seither betreut; die öffentliche Ausstellung befand sich zunächst im Westkeller von Schloss Frauenfeld.
1996 wurde das heutige Museum für Archäologie im früheren Untersuchungsgefängnis neben dem Naturmuseum eröffnet. Beide Häuser teilen sich einen Eingang und sind über den Archäobotanischen Museumsgarten verbunden. 2014 kam mit den „Anderswelten“ im Gewölbekeller ein Ausstellungsteil zu Glauben, Kult und Bestattung hinzu; seit 2011 gehören die Pfahlbauten rund um die Alpen zum UNESCO-Welterbe, was auch im Museum ein Thema ist.
Das Museum versteht sich als Schaufenster des Amts für Archäologie, das es kuratiert und betreibt. Es zeigt auf mehreren Stockwerken Alltag, Handwerk, Handel und Bestattung im heutigen Thurgau von der Jungsteinzeit bis ins Frühmittelalter. Seit 2024 wird die Dauerausstellung schrittweise bis 2030 erneuert: Den Anfang machten die Bronzezeit (2024) und die Pfahlbauten (2025), 2026 folgte die Präsentation zum Goldbecher.
Highlights
- Goldbecher von Eschenz, das berühmteste Fundstück des Kantons
- Pfahlbau-Raum mit Siedlungsmodell von Pfyn-Breitenloo (UNESCO-Welterbe)
- Römische Funde mit originalem Töpferofen und seltenen Holzobjekten
- Römisches Strassenprofil zum Anfassen und Archäologie-Methoden
- Archäobotanischer Museumsgarten und freier Eintritt
Dauerausstellungen
- Anderswelten – Im Gewölbekeller geht es um Glauben, Kult und Bestattungssitten durch die Jahrtausende, etwa um ein Familienschicksal im römischen Eschenz und um die geheimnisvollen Mondhörner.
- Steinzeit und Bronzezeit – Das 1. Obergeschoss zeigt das Leben der ersten sesshaften Thurgauer, Funde aus den UNESCO-Pfahlbausiedlungen, einen Pfahlbau-Raum, die Bronzezeit und den Goldbecher von Eschenz.
- Kelten, Römer und Frühmittelalter – Im 2. Obergeschoss begegnen Besuchende römischen Delikatessenresten, Münzen, Tafelgeschirr, einem originalen Töpferofen sowie seltenen Holzfunden wie Schreibtäfelchen, Weinfässern und einer Panflöte.
- Gegründet
- 1996
- Träger
- Amt für Archäologie des Kantons Thurgau
- Leitung
- Urs Leuzinger
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppenführung Di–Fr bis 17 Uhr (ca. 60 Min., max. 25 Personen) | 150 CHFDer Eintritt ist frei; grössere Gruppen bis 60 Personen werden auf bis zu drei Führende verteilt (je weitere Führungsperson CHF 100). |
|---|---|
| Gruppenführung Di–Fr ab 17 Uhr sowie Sa/So (ca. 60 Min., max. 25 Personen) | 250 CHF |
Der Eintritt ist frei. Das Museum ist Angebotspartner der KulturLegi von Caritas Thurgau.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Museum und Eingang durch den Museumsgarten (Promenadenstrasse) sind rollstuhlgängig, im Foyer gibt es eine rollstuhlgängige Toilette. Sitzgelegenheiten in den Ausstellungen, tragbare Klappstühle auf Wunsch. Lifte und Handläufe mit Brailleschrift, Treppenstufen mit weissen Sichtstreifen; begleitete Besuche für Menschen mit Sehbehinderung nach Anmeldung (Tel. +41 58 345 74 00), Tastobjekte wie das römische Strassenprofil. Führung mit Gebärdensprach-Übersetzung ist auf Anfrage möglich. Ausstellungstexte als PDF auf Deutsch, Französisch und Englisch.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
Die Kinderspur mit dem Dachs Archie führt durch die Ausstellung (Pfahlbaudorf-Modell, Schmuckgestalten, Hörspiel zum Goldbecher); die kostenlose Spurensuche gibt es in Papierform. Über das Jahr verteilt gibt es Veranstaltungen für Kinder und Familien im gemeinsamen Programm „Museum für Kinder“ der kantonalen Museen. Kinderwagen können im Foyer abgestellt werden, Veloanhänger vor dem Eingang; Wickeltisch in der Toilette im Foyer.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Altstadt · 2 Min. zu Fuß
Vom Bahnhof Frauenfeld (SBB) in etwa 5 Minuten zu Fuss; oder mit dem Bus ab Bahnhof (Linie 803 Richtung Plättli Zoo oder 804 Richtung Huben) bis Haltestelle „Altstadt“, von dort rund 2 Minuten.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Gebührenpflichtige Parkplätze an der Freie Strasse (max. 1 Stunde), beim Parking Promenade (max. 2 Stunden), im Parkhaus Altstadt (max. 8 Tage) und beim Parking Marktplatz (max. 10 Stunden).
Das Museum liegt in der Frauenfelder Altstadt; Zugang barrierefrei durch den Museumsgarten von der Promenadenstrasse.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Garderobe
- Schließfächer
Café Museumslaube (Selbstbedienung, Getränke und Snacks regionaler und fair gehandelter Anbieter, während der Öffnungszeiten; eigene Zvieri dürfen hier verzehrt werden). Museumsshop mit Souvenirs und archäologischen Fachbüchern. Depotfreie Schliessfächer im Foyer.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
Mietbar sind die Museumslaube und die Wissenswerkstatt (Klassenzimmer im 3. Obergeschoss); Preise und Bedingungen in den Mieterinformationen auf der Website.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren ohne Blitz ist in allen Ausstellungsräumen erlaubt. |
| Hinweise | Gruppenführungen mit Archäologinnen und Grabungstechnikern des Amts für Archäologie, Themen u. a. Pfahlbauten, Römer im Thurgau und „Museum total“; Anfrage über das Formular auf der Website. Grosse Taschen und Rucksäcke sind in den Ausstellungsräumen nicht erwünscht; Hunde haben keinen Zutritt (ausser Assistenz- und Blindenhunde); Essen und Trinken nur in der Museumslaube. Für Schulen gibt es u. a. den Museumskoffer und das Archäomobil. |





