Eingeschränkter Betrieb. Wegen der Dach- und Fassadensanierung sind seit Juli 2023 nicht alle Bereiche zugänglich, Baulärm ist möglich; ein Ende der Arbeiten ist nicht angekündigt. Krankheitsbedingt kann das Haus derzeit kurzfristig geschlossen sein.
Fotografien von Moritz Wondrak zeigen Relikte aus der NS-Zeit – im öffentlichen Raum und in Privatbesitz – in ihrem heutigen Umfeld und fragen nach dem Umgang mit ihnen. Eröffnung am 29. Oktober 2026, begleitet von Gesprächen und Vorträgen.
Deutschlandpremiere einer Ausstellung von Goethe-Institut und DFB-Kulturstiftung über Gottfried Fuchs, einen von nur zwei jüdischen Spielern der deutschen Fussballnationalmannschaft.
Über das Museum
Die wachsende jüdische Gemeinde Essens liess die Synagoge ab 1911 nach Plänen des Architekten Edmund Körner am Rand der Innenstadt errichten. Am 25. September 1913 wurde sie als „Neue Synagoge“ eingeweiht. Der Bau mit seiner rund 37 Meter hohen Kuppel verbindet Einflüsse des späten Jugendstils mit orientalischen und abendländischen Formen und gilt als eines der grössten und am besten erhaltenen Synagogengebäude der Vorkriegszeit in Deutschland.
In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte das Innere aus, der massive Bau selbst blieb stehen und überstand auch den Krieg. Nach 1945 lag er lange als Ruine brach, bis die Stadt Essen ihn 1959 erwarb. Die kleine Nachkriegsgemeinde baute sich eine neue Synagoge; im entkernten Gebäude zeigte die Stadt ab den frühen 1960er-Jahren als „Haus Industrieform“ Industriedesign – die synagogale Ausstattung verschwand dabei vollständig.
Nachdem 1979 ein Brand die Designausstellung beschädigt hatte, beschloss der Rat, hier eine Gedenkstätte einzurichten: 1980 öffnete die Alte Synagoge als Gedenkstätte und politisch-historisches Dokumentationsforum. Zwischen 1986 und 1988 wurde der Synagogenraum in Ansätzen rekonstruiert, jüdische Kultur rückte stärker ins Programm.
2008 beschloss der Rat die Neuausrichtung zum Haus jüdischer Kultur; nach dem Umbau wurde es am 13. Juli 2010 wiedereröffnet. Die Dauerausstellung widmet sich seither jüdischer Religion, Festen und Lebenswelten sowie der Geschichte der Essener Juden und des Hauses. Seit 2023 leitet Diana Matut die städtische Einrichtung; die Sanierung von Dach und Fassade dauert noch an.
Highlights
Monumentaler Synagogenbau von Edmund Körner (1913) mit rund 37 Meter hoher Kuppel
Dauerausstellung zu Quellen jüdischer Tradition, Festen und jüdischem Leben heute
Abteilungen zur Geschichte der Essener Juden und zur wechselvollen Geschichte des Gebäudes
Freier Eintritt und dichtes Programm mit Gesprächen, Konzerten und Lesungen
Dauerausstellungen
Dauerausstellung zu jüdischer Religion, Kultur und Geschichte – Fünf Bereiche auf Erdgeschoss, Empore und Mezzanin behandeln Quellen jüdischer Tradition, Feste, jüdische Lebenswelten heute sowie die Geschichte der Essener Juden und des Hauses. Der Audioguide (Deutsch/Englisch) läuft auf dem eigenen Smartphone.
Gegründet
1980
Träger
Stadt Essen
Leitung
Diana Matut
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
–Eintritt für alle frei.
Seniorinnen & Senioren
–Eintritt für alle frei.
Menschen mit Behinderung
–Eintritt für alle frei.
Studierende & Azubis
–Eintritt frei; Führungen für Schulklassen, Auszubildende und Studierende kostenlos.
Gruppen
–Eintritt frei. Überblicksführung (ca. 1,5 Std.) 45 € pro Gruppe bis 20 Personen, Buchung über das Sekretariat (0201 88-45218 oder -45268, alte-synagoge@essen.de); für Schulklassen, Auszubildende und Studierende kostenlos.
Familien
–Eintritt für alle frei.
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung am 1. und 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr: 3 €, ermässigt 2 €, ohne Anmeldung. Führungen nach Absprache auch auf Englisch, Arabisch, Hebräisch, Jiddisch, Portugiesisch, Polnisch sowie in Gebärdensprache und Leichter Sprache. Führungen über die jüdischen Friedhöfe Segeroth und Werden 45 € pro Gruppe (nicht am Schabbat und an jüdischen Feiertagen). Viele Veranstaltungen bei freiem Eintritt, Spenden erwünscht.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Stadt ist das Haus bis auf wenige Ausnahmen barrierefrei; für den barrierefreien Zugang vorab die Pforte kontaktieren (0201 88-45224). Wegen der Sanierung sind derzeit nicht alle Bereiche zugänglich. Blindenführ- und Assistenzhunde mit Nachweis willkommen (im Führgeschirr oder an kurzer Leine). Führungen in Gebärdensprache und Leichter Sprache nach Absprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Vermittlung vor allem für Gruppen: interaktive Führungen für Kitas, Führungen und Workshops für die Klassen 1 bis 6 sowie Führungen mit verschiedenen Schwerpunkten und Workshops ab Klasse 7. Anmeldung mindestens acht Wochen im Voraus.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rathaus Essen
Ab Essen Hauptbahnhof mit den Linien 101, 103, 106 oder 107 bis Haltestelle Rathaus Essen; das Haus liegt in unmittelbarer Nähe des Rathauses.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kein eigener Parkplatz; das Haus verweist auf die Parkhäuser Alfredistrasse, Q-Park und Rathaus Essen.
Kein festes Café; dienstags 12–14 Uhr Pop-up-Café im Forum Dreilinden. Grössere Taschen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit hinein, Schliessfächer im Untergeschoss.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 1.5 Std.
Audioguide
ja (DE, EN)
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung am 1. und 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr (ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung); Überblicksführungen für Gruppen dauern ca. 1,5 Stunden, Führungen über den jüdischen Friedhof 1 bis 1,5 Stunden.