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Alte Synagoge Essen
Foto: Tuxyso · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Alte Synagoge Essen

Haus jüdischer Kultur in der ehemaligen Essener Synagoge von 1913 – Ausstellungen zu jüdischer Religion, Geschichte und Gegenwart, Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei
Eingeschränkter Betrieb. Wegen der Dach- und Fassadensanierung sind seit Juli 2023 nicht alle Bereiche zugänglich, Baulärm ist möglich; ein Ende der Arbeiten ist nicht angekündigt. Krankheitsbedingt kann das Haus derzeit kurzfristig geschlossen sein.

Aktuelle Ausstellungen

30. Oktober 2026 – 28. März 2027

Erinnerungsmacher – das Übriggebliebene 1933–45

Fotografien von Moritz Wondrak zeigen Relikte aus der NS-Zeit – im öffentlichen Raum und in Privatbesitz – in ihrem heutigen Umfeld und fragen nach dem Umgang mit ihnen. Eröffnung am 29. Oktober 2026, begleitet von Gesprächen und Vorträgen.

10. November 2026 – 22. November 2026

Nie wieder Abseits – Gottfried Fuchs

Deutschlandpremiere einer Ausstellung von Goethe-Institut und DFB-Kulturstiftung über Gottfried Fuchs, einen von nur zwei jüdischen Spielern der deutschen Fussballnationalmannschaft.

Über das Museum

Die wachsende jüdische Gemeinde Essens liess die Synagoge ab 1911 nach Plänen des Architekten Edmund Körner am Rand der Innenstadt errichten. Am 25. September 1913 wurde sie als „Neue Synagoge“ eingeweiht. Der Bau mit seiner rund 37 Meter hohen Kuppel verbindet Einflüsse des späten Jugendstils mit orientalischen und abendländischen Formen und gilt als eines der grössten und am besten erhaltenen Synagogengebäude der Vorkriegszeit in Deutschland.

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte das Innere aus, der massive Bau selbst blieb stehen und überstand auch den Krieg. Nach 1945 lag er lange als Ruine brach, bis die Stadt Essen ihn 1959 erwarb. Die kleine Nachkriegsgemeinde baute sich eine neue Synagoge; im entkernten Gebäude zeigte die Stadt ab den frühen 1960er-Jahren als „Haus Industrieform“ Industriedesign – die synagogale Ausstattung verschwand dabei vollständig.

Nachdem 1979 ein Brand die Designausstellung beschädigt hatte, beschloss der Rat, hier eine Gedenkstätte einzurichten: 1980 öffnete die Alte Synagoge als Gedenkstätte und politisch-historisches Dokumentationsforum. Zwischen 1986 und 1988 wurde der Synagogenraum in Ansätzen rekonstruiert, jüdische Kultur rückte stärker ins Programm.

2008 beschloss der Rat die Neuausrichtung zum Haus jüdischer Kultur; nach dem Umbau wurde es am 13. Juli 2010 wiedereröffnet. Die Dauerausstellung widmet sich seither jüdischer Religion, Festen und Lebenswelten sowie der Geschichte der Essener Juden und des Hauses. Seit 2023 leitet Diana Matut die städtische Einrichtung; die Sanierung von Dach und Fassade dauert noch an.

Highlights

  • Monumentaler Synagogenbau von Edmund Körner (1913) mit rund 37 Meter hoher Kuppel
  • Dauerausstellung zu Quellen jüdischer Tradition, Festen und jüdischem Leben heute
  • Abteilungen zur Geschichte der Essener Juden und zur wechselvollen Geschichte des Gebäudes
  • Freier Eintritt und dichtes Programm mit Gesprächen, Konzerten und Lesungen

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung zu jüdischer Religion, Kultur und Geschichte – Fünf Bereiche auf Erdgeschoss, Empore und Mezzanin behandeln Quellen jüdischer Tradition, Feste, jüdische Lebenswelten heute sowie die Geschichte der Essener Juden und des Hauses. Der Audioguide (Deutsch/Englisch) läuft auf dem eigenen Smartphone.
Gegründet
1980
Träger
Stadt Essen
Leitung
Diana Matut

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt für alle frei.
Seniorinnen & Senioren–Eintritt für alle frei.
Menschen mit Behinderung–Eintritt für alle frei.
Studierende & Azubis–Eintritt frei; Führungen für Schulklassen, Auszubildende und Studierende kostenlos.
Gruppen–Eintritt frei. Überblicksführung (ca. 1,5 Std.) 45 € pro Gruppe bis 20 Personen, Buchung über das Sekretariat (0201 88-45218 oder -45268, alte-synagoge@essen.de); für Schulklassen, Auszubildende und Studierende kostenlos.
Familien–Eintritt für alle frei.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung am 1. und 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr: 3 €, ermässigt 2 €, ohne Anmeldung. Führungen nach Absprache auch auf Englisch, Arabisch, Hebräisch, Jiddisch, Portugiesisch, Polnisch sowie in Gebärdensprache und Leichter Sprache. Führungen über die jüdischen Friedhöfe Segeroth und Werden 45 € pro Gruppe (nicht am Schabbat und an jüdischen Feiertagen). Viele Veranstaltungen bei freiem Eintritt, Spenden erwünscht.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Stadt ist das Haus bis auf wenige Ausnahmen barrierefrei; für den barrierefreien Zugang vorab die Pforte kontaktieren (0201 88-45224). Wegen der Sanierung sind derzeit nicht alle Bereiche zugänglich. Blindenführ- und Assistenzhunde mit Nachweis willkommen (im Führgeschirr oder an kurzer Leine). Führungen in Gebärdensprache und Leichter Sprache nach Absprache.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

    Vermittlung vor allem für Gruppen: interaktive Führungen für Kitas, Führungen und Workshops für die Klassen 1 bis 6 sowie Führungen mit verschiedenen Schwerpunkten und Workshops ab Klasse 7. Anmeldung mindestens acht Wochen im Voraus.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Rathaus Essen

    Ab Essen Hauptbahnhof mit den Linien 101, 103, 106 oder 107 bis Haltestelle Rathaus Essen; das Haus liegt in unmittelbarer Nähe des Rathauses.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Kein eigener Parkplatz; das Haus verweist auf die Parkhäuser Alfredistrasse, Q-Park und Rathaus Essen.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    • Café: nicht vorhanden
    • Restaurant: nicht vorhanden
    • Schliessfächer

    Kein festes Café; dienstags 12–14 Uhr Pop-up-Café im Forum Dreilinden. Grössere Taschen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mit hinein, Schliessfächer im Untergeschoss.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
    Audioguideja (DE, EN)
    Angebote für Schulenja
    HinweiseÖffentliche Führung durch die Dauerausstellung am 1. und 3. Sonntag im Monat um 15 Uhr (ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung); Überblicksführungen für Gruppen dauern ca. 1,5 Stunden, Führungen über den jüdischen Friedhof 1 bis 1,5 Stunden.

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