
Über das Museum
Das Museum geht auf eine Initiative von Funk- und Radiobegeisterten zurück: Eine Gruppe von CB-Funkern suchte 1978 Vereinsräume und schlug dafür eine Sammlung historischer Rundfunk- und Fernsehgeräte vor. Am 12. September 1978 wurde das Bremer Rundfunkmuseum in einem Gebäude des alten Schlachthofs auf der Bürgerweide eröffnet; 1980 fand es Aufnahme in die Museumsverzeichnisse, 1987 wurde der Trägerverein als gemeinnützig anerkannt.
Durch Schenkungen wuchs die Sammlung stetig. 1996 kamen die Studiogeräte der Comedian Harmonists ins Haus, 2000 die aufwendig furnierte Blaupunkt-Musiktruhe aus dem Haushalt des Bremer Autobauers Carl Borgward, gestiftet von seiner Witwe. Im selben Jahr musste das Museum den Schlachthof verlassen und zog in die Findorffstrasse, wo seither rund 700 von mehr als 3.000 Objekten auf etwa 400 Quadratmetern zu sehen sind.
2013 wurde ein originales Sprecherstudio von Radio Bremen aus den 1950er Jahren samt früher Reportage- und Übertragungstechnik eingerichtet, 2016 folgte ein Lese- und Lehrraum mit Fachbibliothek, in dem Interessierte auch selbst Empfängerschaltungen aufbauen können. Jüngste Ergänzung ist eine Ausstellung zum Bremer Hersteller Nordmende. Das Museum wird vom Verein Bremer Rundfunkmuseum e.V. ehrenamtlich betrieben und bietet neben Führungen auch Hörspielabende, Gerätebörsen und einen Reparaturservice für alte Geräte an.
Highlights
- Blaupunkt-Musiktruhe aus dem Besitz von Carl Borgward
- Originale Studiogeräte der Comedian Harmonists
- Radio-Bremen-Sprecherstudio aus den 1950er Jahren
- Funkstation des Küstenmotorschiffs „Jason“ und aktive Amateurfunkstation
- Braun-Phonosuper SK 4 („Schneewittchensarg“) im Bereich Modern Design
- Klangraum für High-End- und Surround-Technik
Dauerausstellungen
- Radio, Phono, Fernsehen – Acht Jahrzehnte Unterhaltungselektronik von der Schellackplatte über Drahtton und Tefifon bis zur Tonbandmaschine, mit Borgward-Musiktruhe, den Geräten der Comedian Harmonists und einem Wohnzimmer der 1950er Jahre.
- Hörfunkstudio – Originales Sprecherstudio von Radio Bremen aus den 1950er Jahren, in dem Besucher selbst Nachrichten sprechen können, dazu frühe Technik für Reportagen und Aussenübertragungen.
- Von Mende in Dresden bis Nordmende in Bremen – Neue Ausstellung zur Geschichte des Radio- und Fernsehherstellers Nordmende, der nach dem Krieg in Bremen neu gegründet wurde und dort bis 1987 produzierte.
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Bremer Rundfunkmuseum e.V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermässigt | 4 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei (der Einleitungstext der Preisseite nennt noch freien Eintritt nur für Kinder unter 6 Jahren; die Preisliste gilt). |
| Studierende & Azubis | freiStudierende bis zum 30. Lebensjahr mit Nachweis frei. |
| Gruppen | 5 € p. P.Führung bis 20 Personen (ca. 2 Stunden): 5 € je Person zzgl. einmalig 15 € Führungsgebühr; Schulklassen: Führung 15 € inkl. Begleitperson. Anmeldung mindestens 14 Tage vorher. |
| Jahreskarte | 20 € |
| Hörspielabend | 8 €Gemeinsames Hören auf historischen Geräten, z. B. am 4. Dezember 2026. |
Preisstand 1. Oktober 2025. Die Personengruppen für den ermässigten Eintritt werden nicht genannt.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Ausstellung komplett ebenerdig, am Eingang jedoch zwei Stufen; nach Klingeln helfen Mitarbeitende beim Überwinden.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Theodor-Heuss-Allee
Haltestelle Theodor-Heuss-Allee; wenige Minuten vom Bremer Hauptbahnhof.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Kostenlose Parkplätze direkt auf dem Museumsgelände; nur die gekennzeichneten Plätze nutzen.
Service & Gastronomie
- Schliessfächer
Schliessfächer für die Garderobe. Reparaturservice für historische Radio- und Fernsehgeräte.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Umfassende Führung „Hört! Hört! Das muss man sehen!“ (ca. 120 Minuten) für Gruppen und Schulklassen bis 20 Personen, Buchung vor Ort, telefonisch oder online. Exponate bitte nicht berühren. Virtueller 3D-Rundgang auf der Website. Am 11. Oktober 2026 Geräte- und Schallplattenbörse (10–15 Uhr, Börse frei). |





