
Deutsches Maler- und Lackierermuseum
Museum zur Geschichte des Maler- und Lackiererhandwerks im Billwerder Glockenhaus (um 1600) und einer Reetdachscheune von 1649.
Über das Museum
Im Mai 1981 beschlossen Mitglieder der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg auf Anregung ihres Obermeisters Joachim Germann, ein eigenes Museum zu gründen. Vorausgegangen war eine langjährige Zusammenarbeit mit Hamburger Museen und dem Staatsarchiv. Da die Sammlung zu Zünften, Malerämtern und Innungen rasch wuchs, wurde aus dem geplanten Hamburger Haus mit Zustimmung des Bundesverbands des Maler- und Lackiererhandwerks ein Deutsches Museum. Am 18. Mai 1984 wurde es eröffnet.
Die Hamburger Kulturbehörde stellte dafür das Billwerder Glockenhaus zur Verfügung, ein um 1600 entstandenes Landhaus, das seinen Namen dem Dachreiter mit Glocke verdankt. Wohlhabende Hamburger Besitzer bauten den früheren Bauernhof schrittweise aus, zuletzt im späten 18. Jahrhundert im klassizistischen Stil. Nach der Unterschutzstellung 1972 wurde das Haus restauriert; dabei kam eine barocke Deckenmalerei aus der Zeit um 1630 zum Vorschein, die historischen Wandfassungen wurden nach Befund rekonstruiert.
Im Haupthaus erzählen Urkunden, Fahnen, Zunftgegenstände, Gesellen- und Meisterbriefe von der rund 800-jährigen Geschichte des Berufs; im Obergeschoss geht es um Raumgestaltung, Schrift-, Hinterglas- und Illusionsmalerei. Seit 2002 zeigt die gegenüberliegende Tenne, eine reetgedeckte Scheune von 1649 aus Kirchwerder, Werkstätten, Farbmühlen, Tapeten- und Schabloniertechnik. Dazu kommen eine Remise mit Transportkarren und ein nach historischem Vorbild angelegter Barockgarten. Getragen wird das Museum von einem Förderverein; 2019 erhielt es den Dr. Murjahn-Förderpreis.
Highlights
- Billwerder Glockenhaus mit barocker Deckenmalerei um 1630
- Zunft- und Innungsfahnen, darunter die Hamburger Innungsfahne von 1911
- Grossflächige französische Bildtapete
- Historische Werkstätten und Farbmühlen in der Reetdachscheune von 1649
- Sammlung Schott’scher Transportkarren
- Barockgarten neben dem Museum
Dauerausstellungen
- Zunft und Innung im Glockenhaus – Urkunden, Fahnen, Lukasdarstellungen und Meisterbriefe zur Organisation des Malerhandwerks; im Obergeschoss Raumentwürfe, Schrift-, Hinterglas- und Illusionsmalerei sowie ein historisches Büro.
- Technik und Werkstätten in der Tenne – Werkstätten um 1600 und um 1940, Holz- und Marmorimitation, Tapeten- und Schabloniertechnik, Farbmühlen sowie Misch- und Spritzgeräte in einer Scheune von 1649.
- Gegründet
- 1984
- Träger
- Verein zur Förderung des Deutschen Maler- und Lackierer-Museum e.V. (Maler- und Lackierer-Innung Hamburg)
- Leitung
- Rudolf Gregersen
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 8 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 6 €Schülertarif 6 €. |
| Gruppen | –Gruppenführung ausserhalb der Öffnungszeiten: Grundpreis 80 € bis 10 Personen, jede weitere Person 8 €; Schülergruppen 60 € bis 10 Personen, jede weitere 6 €. |
Preise laut Website Stand 2026.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Keine Angaben zur Barrierefreiheit; historisches Fachwerkhaus mit Ausstellung im Obergeschoss.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Maler- und Lackierermuseum
U-Bahn bis Billstedt oder S-Bahn bis Mittlerer Landweg, dann Bus 330 (Stundentakt) bis Haltestelle Maler- und Lackierermuseum.
Mit dem Auto über die A1, Abfahrt Hamburg-Moorfleet, oder aus der Innenstadt über die B5 (Abfahrt Billstedt-Mitte) zum Billwerder Billdeich; das Museum liegt in einer Sackgasse vor der Autobahnbrücke.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Anmeldung, auch ausserhalb der Öffnungszeiten. |




