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Feggendorfer Stolln in Lauenau
Foto: Axel Hindemith · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Feggendorfer Stolln

Aktives Lehr- und Besucherbergwerk im Deister bei Lauenau: geführte Grubenfahrten durch einen historischen Steinkohlenstollen.

Öffnungszeiten beim Museum erfragenEintritt ab 10 €

Über das Museum

Schon 1738 stiess man bei Schürfarbeiten oberhalb von Feggendorf auf ein Steinkohlenflöz, doch erst am 31. Oktober 1831 begann im damaligen Königreich Hannover der Vortrieb des Feggendorfer Stollns. Die Kohle versorgte Kalköfen, Salinen, Ziegeleien und Schmieden, später auch Haushalte. 1862 wurde der Stollen mit einem Gegenstollen bei Hohenbostel auf der anderen Deisterseite verbunden, was die Bewetterung deutlich verbesserte.

Weil Absatzmärkte wegbrachen und leistungsfähigere Gruben sowie westfälische Kohle Konkurrenz machten, endete die Förderung 1879. Ab 1917 wurde erneut abgebaut, 1921 entstand ein Bremsberg ins Tal, und zeitweise arbeiteten weit über hundert Bergleute hier. 1947 legte die Preussag die Grube offiziell still, Tagesanlagen wurden abgerissen und das Mundloch verfüllt.

Ab den 1980er-Jahren bemühten sich Heimatfreunde um den Erhalt, 2003 begann die grossangelegte Wiederaufwältigung durch ehrenamtliche Bergleute, und seit 2004 werden Besucher eingefahren. Der 2006 gegründete Förderverein ist seit 2012 Eigentümer und Betreiber, 2013 kam ein neues Zechenhaus hinzu. Seit 2017 ist die Grube als Lehrbergwerk anerkannt: Ehrenamtliche fahren neue Strecken auf, sanieren alte Grubenbaue und bauen in kleinem Umfang Kohle ab, sodass Besucher einen arbeitenden Kleinbetrieb erleben.

Highlights

  • Eines der wenigen Besucherbergwerke mit aktivem Bergbaubetrieb
  • Rundweg von etwa 900 Metern unter Tage
  • Bahnhöfe, Bremsberge und alte Abbaue aus der Deister-Bergbaugeschichte
  • Anerkanntes Lehrbergwerk seit 2017
  • Aktionstag „Bergwerk in Betrieb“ zum Saisonabschluss
Gegründet
2004
Träger
Förderverein Feggendorfer Stolln e.V.

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene10 €
Kinder & Jugendliche7 €Kinder von 6 bis 18 Jahren; Kinder unter 6 Jahren dürfen nicht einfahren.
Gruppen10 € p. P.Gruppenführungen zu gesondert vereinbarten Terminen zu den regulären Preisen, Mindestumsatz 100 Euro; höchstens 15 Personen pro Einfahrt, grössere Gruppen in mehreren Einfahrten.

Die Preise gelten als Mindestspende zur Kostendeckung des ehrenamtlichen Betriebs.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: keine Angabe
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Die Führung verläuft zu Fuss über rund 900 Meter durch Stollen und Strecken; vom Waldparkplatz sind etwa 800 Meter bergauf zu gehen.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 6 Jahren

    Kinder ab 6 Jahren dürfen in Begleitung eines verantwortlichen Erwachsenen mit einfahren.

    Anreise & Parken

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden · 800 m zum Eingang

    Waldparkplatz am Ende der Deisterstrasse in Feggendorf (hinter dem Bergmannsdenkmal); von dort zu Fuss am Wasserwerk vorbei über die alte Kohlenstrasse bergauf. Die Zufahrtsstrasse zum Stollen ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt.

    Über die A 2 (Abfahrt Lauenau) oder die B 442 nach Lauenau, dort Richtung Rodenberg und vor dem Ortsausgang rechts am Felsenkeller vorbei nach Feggendorf.

    Route planen

    Service & Gastronomie

      Beim Aktionstag „Bergwerk in Betrieb“ und am Deistertag gibt es im Zechenhaus Speisen und Getränke.

      Veranstaltungen & Vermietung

      Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

      Besuch planen

      Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
      HinweiseRobuste Schuhe und warme, unempfindliche Kleidung mitbringen – unter Tage herrschen rund 9 °C. Helm und Lampe werden gestellt. Höchstens 15 Personen pro Einfahrt. Mit etwas Glück lassen sich die ehrenamtlichen Bergleute bei der Arbeit beobachten.

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