Installation mit Zeichnungen, Klangskulpturen und Projektionen über die Familie der Philosophin Hélène Cixous, deren Mutter und Grossmutter aus Osnabrück stammten. Im Felix-Nussbaum-Haus.
Schau der nominierten Künstler*innen aus Stadt und Landkreis Osnabrück für den mit 10.000 Euro dotierten Regionalpreis des Museums- und Kunstvereins, im Kulturgeschichtlichen Museum.
Erste grosse Ausstellung zum Motiv der Maske, das sich durch alle Schaffensphasen Nussbaums zieht, im Dialog mit Werken von Zeitgenossen wie Beckmann, Dix, Höch und Nolde.
Über das Museum
Der Maler Felix Nussbaum wurde 1904 in Osnabrück geboren, emigrierte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, lebte ab 1940 versteckt in Brüssel und wurde 1944 mit seiner Frau, der Malerin Felka Platek, in Auschwitz ermordet. Seine Heimatstadt trägt seit den 1970er Jahren Werke von ihm zusammen; die Sammlung ist heute mit über 200 Arbeiten die grösste weltweit.
Für diese Sammlung schrieb die Stadt 1994 einen Architekturwettbewerb aus, den Daniel Libeskind gewann. Sein Entwurf mit verschachtelten Baukörpern, schrägen Wänden und engen Gängen setzt Nussbaums Biografie von Verfolgung und Ausweglosigkeit räumlich um. Das Felix-Nussbaum-Haus öffnete im Juli 1998 und war das erste realisierte Gebäude des Architekten. 2010/11 ergänzte Libeskind einen zweigeschossigen Eingangsbau, der das Haus mit dem benachbarten Kulturgeschichtlichen Museum verbindet.
Heute bildet das Haus das Zentrum des städtischen Museumsquartiers Osnabrück, das unter dem Leitgedanken Frieden vier Gebäude vereint: das Felix-Nussbaum-Haus, das Kulturgeschichtliche Museum mit der Stadtgeschichts-Ausstellung „Stadtspuren“ und Sammlungen zu Albrecht Dürer und Gustav Stüve, die Villa_ als Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte sowie das Akzisehaus für Veranstaltungen. Alle Häuser sind mit einem gemeinsamen Ticket zugänglich. In Wechselausstellungen wird Nussbaums Werk mit zeitgenössischen Positionen ins Gespräch gebracht; 2020 erhielt das Museumsquartier den Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.
Highlights
Weltweit grösste Sammlung von Gemälden Felix Nussbaums, ergänzt um Werke von Felka Platek
Architektur von Daniel Libeskind, sein erster realisierter Bau (1998)
Gemeinsames Ticket für Kulturgeschichtliches Museum mit Stadtgeschichte „Stadtspuren“ und die Villa_
Ausstellung zur NS-Geschichte in der Villa_ rund um den Juristen Hans Georg Calmeyer
Sammlung mit Holzschnitten und Kupferstichen Albrecht Dürers im Kulturgeschichtlichen Museum
Dauerausstellungen
Felix Nussbaum – Der Maler – Sammlungspräsentation im Felix-Nussbaum-Haus, die zeitlose Themen aus Nussbaums Werk ausgewählten Selbstbildnissen des Malers gegenüberstellt.
Stadtspuren Osnabrück – Multimediale, familienfreundliche Ausstellung zur Osnabrücker Stadtgeschichte im Kulturgeschichtlichen Museum, die lokale Ereignisse in grössere Zusammenhänge einbettet.
Die Villa_ – Forum Erinnerungskultur und Zeitgeschichte – Interaktiver Lernort zu NS-Geschichte und Demokratie, in dessen Mittelpunkt die zwiespältige Biografie des Juristen Hans Georg Calmeyer steht.
Gegründet
1998
Träger
Stadt Osnabrück (Museumsquartier Osnabrück)
Leitung
Nils-Arne Kässens
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
10 €
Ermässigt
7 €Schüler*innen, Studierende und Inhaber*innen eines Schwerbehindertenausweises (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen
Menschen mit Behinderung
7 €Mit Schwerbehindertenausweis; Regelung für Begleitpersonen nicht angegeben
Studierende & Azubis
5 €Tarif „In Ausbildung“ für auswärtige Studierende, Auszubildende, Schüler*innen und FSJ; Osnabrücker Studierende mit Kulturticket frei.
Gruppen (ab 12 Pers.)
9 € p. P.Gruppenkarte pro Person
Familien
–U18+-Tarif: ein oder zwei Erwachsene mit Kindern bis 18 Jahre zahlen je 7 € pro Erwachsenem, Kinder frei
KombiKarte mit Kunsthalle Osnabrück
12 €Ermässigt 10 €
Nur Villa_
4 €Ermässigt 2 €
Öffentliche Führung (Zuschlag)
4 €Zuzüglich Eintritt
Das Ticket gilt für alle Häuser des Museumsquartiers (Felix-Nussbaum-Haus, Kulturgeschichtliches Museum, Villa_). Inhaber*innen von Kukuk-Karte bzw. Osnabrück-Pass 1 €. Mitglieder des Museums- und Kunstvereins und der Felix Nussbaum Gesellschaft frei.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Felix-Nussbaum-Haus und Kulturgeschichtliches Museum sind für Rollstuhl und Kinderwagen barrierefrei zugänglich; Klappstühle für den Rundgang verfügbar. Hunde nicht erlaubt, Blinden- und Therapiehunde ausgenommen. Website mit Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kinderwagenfreundlich
„Kreativwerkstatt KIDS“ für Kinder ab 7 Jahren am ersten Samstag im Monat (10.30–13 Uhr) und Familienführungen wie „Mit der Maus durchs Haus“ für Schulkinder mit Begleitung.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Heger Tor
Bushaltestelle Heger Tor (Stadtbusse Osnabrück).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parken in der Stadthausgarage oder Nikolaigarage; Reisebus-Halteplatz direkt am Eingang des Felix-Nussbaum-Hauses (Lotter Strasse).
Café Felka in der Villa_ (Villa Schlikker), betrieben von Exil e.V., Di–Fr 11–18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, mit Garten. Garderobe und Schliessfächer im Untergeschoss; Taschen und Rucksäcke über DIN A4 müssen eingeschlossen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Das Café Felka kann für besondere Anlässe gemietet werden; zur Vermietung der Museumsräume selbst gibt es keine Angaben.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren in den Ausstellungen ohne Blitz grundsätzlich erlaubt; professionelle Foto- und Filmaufnahmen nur nach Anfrage.
Hinweise
Öffentliche Führungen im Felix-Nussbaum-Haus Sa und So um 14 Uhr (60–90 Min.), in der Villa_ So um 11 Uhr, jeweils 4 € zzgl. Eintritt. Private Gruppenführungen, u. a. Architekturführung Felix-Nussbaum-Haus und „Stadtspuren“, per Anfrageformular buchbar; Angebote für Schulen und Kitas unter „Lernort Museum“.