Die Schau auf zwei Etagen zeigt, welche Geschichten hinter Strassennamen im Bezirk stecken und wie heute um Umbenennungen, etwa mit kolonialem Bezug, gerungen wird; Teil einer Reihe in zwölf Berliner Bezirken.
Über das Museum
Das Kreuzberg Museum entstand 1978 auf Initiative des Kunstamts Kreuzberg als neuartiges Lokalmuseum, das sich weniger der Heimatkunde als der Alltagsgeschichte und dem sozialen Wandel im Bezirk widmen sollte. In Friedrichshain baute das Kulturamt Ende der 1980er-Jahre ein eigenes Bezirksmuseum auf.
Nach der Zusammenlegung der beiden Bezirke wurden 2004 auch die Sammlungen vereint; seit 2013 tritt das Haus unter dem Namen FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum auf. Träger ist das Bezirksamt. Sitz ist ein sanierter ehemaliger Fabrikbau an der Adalbertstrasse nahe dem Kottbusser Tor, der früher in einem Hinterhof lag; nach dem Abriss der Nachbarhäuser in den 1970er-Jahren steht er frei an einer Grünfläche und erhielt einen gläsernen Aufzugsturm.
Das Museum versteht sich als Forum und Gedächtnis beider Bezirksteile. Themen sind soziale Bewegungen, Stadterneuerung und Hausbesetzungen, Industrie- und Migrationsgeschichte. Zum Haus gehören ein Archiv mit Bibliothek, die funktionsfähige Werkstatt der letzten traditionellen Kreuzberger Buchdruckerei, in der auch Druckprojekte mit Kindern stattfinden, sowie seit 2024 die historische Apotheke im Bethanien, in der Theodor Fontane als Apotheker arbeitete.
Highlights
Freier Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen
Ausstellung zu Abriss, Protest und Stadterneuerung am Kottbusser Tor
Offenes Archiv zu antirassistischen Kämpfen in Deutschland
Historische Buchdruckerei mit über 100 Jahre alten, funktionsfähigen Pressen
Theodor-Fontane-Apotheke im Bethanien als Aussenstelle
Dauerausstellungen
Geschichte wird gemacht! Abriss und Aufbruch am Kottbusser Tor – Chronik der Kämpfe um Kahlschlagsanierung, Hausbesetzungen und behutsame Stadterneuerung rund um das Kottbusser Tor in SO 36.
Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe – ein offenes Archiv – Ein wachsendes Archiv, das Widerstand und Selbstorganisation gegen Rassismus in Deutschland dokumentiert und zum Beitragen einlädt.
Die Museumsdruckerei Gerd Schneider – Die eingebaute Werkstatt der letzten traditionellen Buchdruckerei Kreuzbergs aus der Ritterstrasse mit noch nutzbaren Pressen und Setzkästen.
Gegründet
1978
Träger
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg (Fachbereich Kultur und Geschichte)
Leitung
Natalie Bayer
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
–Eintritt frei
Seniorinnen & Senioren
–Eintritt frei
Menschen mit Behinderung
–Eintritt frei
Studierende & Azubis
–Eintritt frei
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Eintritt frei; Gruppen ab 10 Personen bitte vorher anmelden
Familien
–Eintritt frei
Ausstellungen, Sammlung und Veranstaltungen kostenlos.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Eingang über den Glasturm, Aufzug (Türbreite ca. 1 m) zu allen Etagen, rollstuhlgerechtes WC im Untergeschoss. Ausstellungstexte auch in Leichter Sprache, Medienstationen mit Video und Audio.
Kinder & Familie
Spielplatz / Spielecke
Das Museum liegt in einem Hof mit öffentlichem Spielplatz. Die Druckwerkstatt KINDERhandPRESSE arbeitet mit Kitas, Schulen und Initiativen aus dem Bezirk.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Kottbusser Tor · 200 m
U1, U3, U8 und Bus 140 bis Kottbusser Tor; Bus M29 bis Adalbertstrasse/Oranienstrasse.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, auch keine Behindertenparkplätze.
Eingang über einen gepflasterten Innenhof; das Hoftor muss teils selbst geöffnet werden.
Kleiderständer in den Ausstellungen; drei Schliessfächer im Buchshop auf Anfrage.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Kurze Führungen auf Anfrage; öffentliche Führungen im Veranstaltungsprogramm. Druckwerkstatt KINDERhandPRESSE mit Projekten für Schulen, Kitas und Initiativen aus dem Bezirk (Anfrage per E-Mail).