
Halloren- und Salinemuseum
Museum zur Salzgeschichte Halles und zu den Halloren auf der Saline-Insel – wegen Umbau geschlossen, neue Dauerausstellung ab 2027.
Über das Museum
Die Königlich Preussische Saline entstand ab 1719 auf einer Saaleinsel, weil der preussische Staat unabhängig von fremdem Salz werden und die überschüssige Sole der Stadt nutzen wollte. Schon früh wurde hier mit Steinkohle und grösseren Pfannen gesiedet. Aus dieser Zeit stammt das Fachwerk-Uhrenhaus, ursprünglich ein Salzmagazin, das später zum Wahrzeichen des Ensembles wurde. 1870 kam die Grosssiedehalle Süd hinzu, 1933/34 die modernere Grosssiedehalle Nord mit Kohlezufuhr über Förderbänder. Ein kleines Werksmuseum gab es bereits ab 1936.
Nachdem die Salzproduktion 1964 endete, entstand 1967 im Uhrenhaus ein Museum zur Salzgewinnung und zur Brüderschaft der Halloren, der traditionsreichen Salzwirker Halles. Mit dem Einbau einer Schausiedeanlage im Siedehaus VI – einem 1789 errichteten und 1869 auf die Insel versetzten Gebäude, das zu den ältesten erhaltenen Siedehäusern Deutschlands zählt – wurde es 1969 zum Technischen Halloren- und Salinemuseum. Ab 2010 führte der Verein Hallesches Salinemuseum den Betrieb weiter.
Um 2020 schloss das Museum im Uhrenhaus. Seither lässt die Stadt Halle die beiden Grosssiedehallen für rund 16,6 Millionen Euro, überwiegend aus EU-Fördermitteln, denkmalgerecht sanieren, denn das Salz hatte Mauerwerk und Fachwerk stark angegriffen. In den Hallen entsteht ein modernes Industriemuseum über Salz, Industriekultur, Strukturwandel und die Halloren, mit einer neuen Schausiedeanlage, einer Schatzkammer und einem Salzlabor. Das Uhrenhaus dient inzwischen als Sitz von Museumsleitung und Museumspädagogik. Während des Umbaus zeigte das Museum jährliche Ausstellungen zum Stand der Planungen; die neue Dauerausstellung soll im Frühjahr oder Sommer 2027 eröffnen.
Highlights
- Fachwerk-Uhrenhaus mit Dachreiter als Wahrzeichen des Saline-Ensembles
- Siedehaus VI von 1789, eines der ältesten erhaltenen Siedehäuser Deutschlands
- Sanierte Grosssiedehallen von 1870 und 1933/34 als künftige Ausstellungshallen
- Geplante Schausiedeanlage für regelmässiges Salzsieden vor Publikum
- Tradition und Festtracht der Halloren-Brüderschaft
Dauerausstellungen
- Neue Dauerausstellung: Salz, Industriekultur und Halloren – In den sanierten Grosssiedehallen entsteht eine interaktive Ausstellung über Salzgewinnung, die industrielle Entwicklung Mitteldeutschlands und die Halloren, samt neuer Schausiedeanlage. Eröffnung geplant für Frühjahr/Sommer 2027.
- Gegründet
- 1967
- Träger
- Stadt Halle (Saale)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
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Kinder & Familie
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Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Im neuen Museum sind in den Grosssiedehallen Veranstaltungsflächen vorgesehen; Konditionen sind noch nicht veröffentlicht.
Besuch planen
| Hinweise | Der frühere Trägerverein Hallesches Salinemuseum e. V. (salinemuseum.de) bietet digitale Ausstellungen und Wanderausstellungen zu Halloren und Salzwerk an. |
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