Kabinettausstellung zum 300. Geburtstag des Grafikers Daniel Chodowiecki, die mit Zeichnungen und Druckgrafik seine Töchter und Schülerinnen und deren Weg in die Kunst vorstellt; in Kooperation mit der Akademie der Künste.
Über das Museum
Der aus Oberungarn stammende Nadlermeister Johann Christian Knoblauch, der sich 1750 in Berlin niedergelassen hatte und gut an Aufträgen für die preussische Armee verdiente, liess das dreigeschossige Wohnhaus an der Poststrasse 1759 bis 1761 errichten. Die Familie bewohnte es über viele Generationen. 1806 erhielt die barocke Fassade eine klassizistische Überformung, 1835 gestaltete der Architekt Eduard Knoblauch aus der Familie die Innenräume mit neuer Wendeltreppe und spätklassizistischer Ausmalung um.
Unter Carl Knoblauch wurde das Haus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt des gebildeten Berliner Bürgertums; zum Freundeskreis der Familie gehörten Karl Friedrich Schinkel, der Bildhauer Christian Daniel Rauch, der Theologe Friedrich Schleiermacher und die Brüder Humboldt.
Als eines von wenigen Gebäuden des Nikolaiviertels überstand das Haus den Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt und diente danach als Wohnhaus mit einer Weinstube im Erdgeschoss. Nach einer Restaurierung wurde es 1989 als Aussenstelle des Märkischen Museums eröffnet; seit 1995 gehört es zur Stiftung Stadtmuseum Berlin, die heute als Berlin Museum auftritt.
Die Dauerausstellung „Berliner Leben im Biedermeier“ zeigt die im Stil der Zeit zwischen 1815 und 1848 eingerichteten Wohnräume mit Möbeln, Gemälden und Alltagsgegenständen der Familie. Ein Bereich stellt den Salon und die Gäste des Hauses vor, das 1835 eingerichtete Raffael-Kabinett wurde originalgetreu rekonstruiert. Kleinere Kabinettausstellungen ergänzen das Programm.
Highlights
Original eingerichtete Wohnräume der Biedermeierzeit (1815–1848)
Berliner Salon mit Schinkel, Humboldt und anderen Freunden der Familie
Rekonstruiertes Raffael-Kabinett von 1835
Sterbebett Alexander von Humboldts
Eines der letzten erhaltenen Berliner Bürgerhäuser des 18. Jahrhunderts
Kostenloser Audioguide in vier Sprachen
Dauerausstellungen
Berliner Leben im Biedermeier. Humboldt, Schinkel und Familie Knoblauch – Rundgang durch die historisch eingerichteten Wohnräume der Kaufmannsfamilie Knoblauch, mit Salon, Bibliothek, Raffael-Kabinett und einem Mitmachbereich für aktuelle Themen.
Gegründet
1989
Träger
Stiftung Stadtmuseum Berlin (Berlin Museum)
Leitung
Sophie Plagemann
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
7 €
Ermässigt
freiFreier Eintritt mit Nachweis u. a. für Studierende, Azubis, Freiwilligendienstleistende, Inhaber*innen von Berlin-Ticket S, Ehrenamtskarte, Super-Ferienpass oder Berliner Familienpass, Empfänger*innen von Bürgergeld/ALG I, Geflüchtete, Schwerbehinderte (GdB 50) samt Begleitperson, ICOM-/Museumsbund-Mitglieder, Fördervereinsmitglieder und Presse
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung.
Menschen mit Behinderung
freiBegleitperson frei · Freier Eintritt ab GdB 50, auch für die anerkannte Begleitperson.
Studierende & Azubis
freiStudierende und Auszubildende haben mit Nachweis freien Eintritt.
Gruppen
–Führungen für Erwachsene sowie Kita- und Schulworkshops sind buchbar; Preise nicht auf der Museumsseite angegeben.
Familien
–Kein Familienticket; unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
Kombi-Ticket Nikolaiviertel (Nikolaikirche, Ephraim-Palais, Knoblauchhaus, zwei aufeinanderfolgende Tage)
15 €
Einzel-Ticket als Tagesticket. Ermässigung bedeutet hier freien Eintritt. Online-Vorverkauf frühestens 14 Tage vor dem Besuchstag; Online-Tickets sind nicht stornierbar.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Eingang nur über drei Stufen ohne Handlauf, Flügeltür ohne Automatik (4 cm Schwelle) – das Personal hilft. Die Ausstellungsräume liegen im 1. und 2. Obergeschoss und sind nur über Treppen (19 bzw. weitere 20 Stufen) erreichbar; kein Aufzug. Toilette nicht barrierefrei (Türbreite 53 cm). Induktive Höranlage im Salon, Hörstationen und Audioinhalte per QR-Code. Zwei Behindertenparkplätze in der Rathausstrasse (ca. 150 m). Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ (Reisen für Alle, 2025, gültig bis 2028).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kindergeburtstage
Kostenloses Kinder-Begleitheft zur Dauerausstellung (Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch, Arabisch) und Familienversion des Audioguides auf Deutsch. Kindergeburtstage für 8- bis 12-Jährige, Kita-Workshop „Familienleben früher“. Eingang über drei Stufen, Ausstellungsräume nur über Treppen erreichbar.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rotes Rathaus · 400 m
Bus 200 Rotes Rathaus (ca. 400 m); U5 Rotes Rathaus (ca. 450 m); U2 Klosterstrasse (ca. 650 m); S- und U-Bahn Alexanderplatz (ca. 750 m); Tram M4, M5, M6 Spandauer Strasse/Marienkirche (ca. 650 m).
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Besucherparkplätze; in der Rathausstrasse zwei öffentliche Stellplätze für Menschen mit Behinderung (etwa 150 m entfernt).
Museumsshop mit Büchern zur Biedermeierzeit, Karten, Souvenirs und Spielzeug im Stil der Zeit. Kein eigenes Museumscafé, zahlreiche Cafés und Restaurants im Nikolaiviertel.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja (DE, EN, ES, TR)
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Kostenloser Audioguide (Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch sowie Familienversion auf Deutsch) am Eingang. Buchbare Führungen für Erwachsene, Kita-Workshop „Familienleben früher“ sowie Schulworkshops „Alltag um 1800“ (1.–6. Klasse) und „Zwischen Aufklärung und Moderne“ (7.–13. Klasse); dazu Vorträge und Papiertheater im Salon.