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Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum
Foto: Stahlkocher · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum

Medizinhistorische Universitätssammlung im Malakowturm der früheren Zeche Julius Philipp in Bochum mit Instrumenten aus vielen Jahrhunderten.

ÖffnungszeitenEintritt ab 3 € Teilweise barrierefrei

Aktuelle Ausstellungen

ab 1. Oktober 2026

Karl Arnold Kortum – Arzt, Dichter und Botaniker

Gemeinschaftsausstellung über die botanischen Studien des Bochumer Arztes und Jobsiade-Autors; zu sehen im Foyer des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität zu dessen Öffnungszeiten.

Über das Museum

Den Grundstock der Sammlung trug der Bochumer Kinderarzt Erich Püschel zusammen. Als er 1974 einen Lehrauftrag für Medizingeschichte an der Ruhr-Universität übernahm, übergab er seine Objekte der Hochschule und baute sie mit Spendenaufrufen weiter zu einer Lehrsammlung für Medizinstudierende aus. Mit der 1985 gegründeten Abteilung für Geschichte der Medizin unter Irmgard Müller begann die wissenschaftliche Erschliessung des Bestands.

1990 zog der Grossteil der Sammlung in den Malakowturm der stillgelegten Zeche Julius Philipp an der Markstrasse, einen massiven Förderturm des 19. Jahrhunderts, der für die Universität umgebaut worden war. Bis 1994 entstand dort die erste Dauerausstellung. Seit 2001 leitet der Medizinhistoriker Stefan Schulz die Sammlung als Kustos; 2012 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Bochumer Netzwerks wissenschaftlicher Sammlungen.

Der Bestand umfasst heute mehr als 10.000 Objekte, überwiegend Instrumente und Geräte des 19. und 20. Jahrhunderts aus Fächern wie Anatomie, Chirurgie, Augenheilkunde, Gynäkologie und Zahnheilkunde, viele davon Spenden von Ärzten und Kliniken aus dem Ruhrgebiet. Hinzu kommen Nachlässe und Spezialsammlungen wie eine pharmazeutische Drogensammlung, eine Medaillensammlung und Herzplastiken des Bochumer Künstlers Friedrich Gräsel. Die Ausstellung im Turm präsentiert wechselnde Themenfelder, die teils in Seminaren mit Studierenden erarbeitet werden.

Highlights

  • Malakowturm der Zeche Julius Philipp als Ausstellungsort
  • Bergbaumedizin mit historischen Grubenrettungsgeräten
  • Wachsmoulagen zu Infektionskrankheiten von Krätze bis Pest
  • Anatomische Instrumente und frühe Bluttransfusionsapparate
  • Herzplastiken von Friedrich Gräsel
  • Von Studierenden kuratierte Einheit zu NS-Propagandabildern

Dauerausstellungen

  • Gesundheit – Technik – Krankheit: Mosaik der Medizingeschichten – Ausstellung auf mehreren Ebenen des Turms: von Bergbaumedizin und Anatomie über Mikroskopie, Moulagen und Geburtshilfe bis zu Labormedizin und bildgebender Diagnostik, ergänzt um wechselnde Objektpräsentationen aus dem Depot.
  • Manipulative Bilder: instrumentalisierte Wissenschaft in der NS-Propaganda – Von Studierenden kuratierte Einheit, die zeigt, wie das NS-Regime wissenschaftliche Darstellungen und Daten für Propaganda vereinnahmte; ursprünglich als Sonderausstellung geplant und inzwischen fester Teil der Ausstellung.
Träger
Ruhr-Universität Bochum (Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin)
Leitung
PD Dr. Stefan Schulz (Kustos)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene3 €
Ermässigt2 €Rentner:innen, Studierende, Schüler:innen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Arbeitssuchende, Sozialhilfeempfänger:innen und Auszubildende
Kinder & Jugendliche–Der reguläre Eintritt gilt für Erwachsene ab 16 Jahren; Schüler:innen zahlen den ermässigten Preis.
Seniorinnen & Senioren2 €Ermässigung für Rentner:innen.
Menschen mit Behinderung2 €Ermässigter Eintritt für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Studierende & Azubis2 €
Gruppen (ab 10 Pers.)–Gruppen von 10 bis 20 Personen zahlen pauschal 20 € je Gruppe.
Gruppeneintritt (10–20 Personen)20 €Pauschal je Gruppe
Gruppenprogramm nach Anmeldung90 €Pauschal je Gruppe, Dauer 1,5 bis 2 Stunden

Die Preise gelten für Dauer- und laufende Sonderausstellungen. Bezahlung nur in bar, keine EC- oder Kreditkarten. Journalist:innen mit Presseausweis haben freien Eintritt.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Die Ausstellung ist noch nicht vollständig barrierefrei: Der Aufzug erreicht nur einen Teil der Ausstellungsebenen. Ein behindertengerechtes WC ist vorhanden.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Glücksburger Strasse · 5 Min. zu Fuss

U35 Richtung Hustadt bis Markstrasse, dann rund 15 Minuten zu Fuss entlang der Markstrasse; oder U35 bis Ruhr-Universität und Bus 346 Richtung Freiheitstrasse bis Glücksburger Strasse, von dort etwa 5 Minuten Fussweg.

Mit dem Auto über die A43 (Ausfahrt Bochum-Querenburg/Ruhr-Universität) oder die A40 (Ausfahrt Bochum-Harpen), dann Universitätsstrasse bis Abfahrt Steinkuhl/Markstrasse und auf der Markstrasse Richtung Linden; nach etwa 1 km rechts die ausgeschilderte Zufahrt zum Malakowturm.

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Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
Audioguideja
FotografierenFotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt.
HinweiseGruppenprogramm im Gruppenpuzzle-Format: Teilgruppen erarbeiten ausgewählte Themenfelder und stellen sie einander vor (1,5 bis 2 Stunden je nach Gruppengrösse); Anfrage mindestens zwei Wochen vorher per E-Mail. Kostenloser multimedialer Audioguide „Stilvolle Körper. Eine Bildgeschichte der Medizin“ in der App Actionbound.

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