Ethnologisches Museum der SKD im Japanischen Palais: Sammlungen aus aller Welt, das restaurierte Damaskuszimmer und wechselnde Schauen bei freiem Eintritt.
ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei
Geknüpfte und gewebte Textilien wie Taschen, Zeltbehänge und Decken aus Trockenregionen zwischen Anatolien und Afghanistan zeigen, wie nomadische Gruppen mit Handwerk dem Klima trotzten und ihre Identität ausdrückten.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums liegen in der Kunstkammer, die Kurfürst August von Sachsen 1560 einrichtete und in der bereits Objekte aus fernen Weltgegenden verwahrt wurden. 1875 gründete der Arzt und Naturforscher Adolf Bernhard Meyer eine eigene ethnografische Abteilung am naturkundlichen Museum; wenige Jahre später firmierte die Einrichtung als Königliches Zoologisches und Anthropologisch-Ethnographisches Museum. Unter Meyer und seinem Nachfolger Arnold Jacobi wuchs die Sammlung systematisch, unter anderem durch Expeditionen nach Neuguinea.
Von 1878 bis 1941 waren die Bestände im Zwinger zu sehen. Die Ausstellungsräume gingen im Zweiten Weltkrieg verloren, der Grossteil der ausgelagerten Objekte blieb jedoch erhalten. Nach dem Krieg trennten sich Zoologie und Völkerkunde in eigenständige Museen; das Völkerkundemuseum erhielt seinen Sitz im Japanischen Palais, wo es seit 1977 wieder Ausstellungen zeigt.
2004 schlossen sich die Völkerkundemuseen in Dresden, Leipzig und Herrnhut zu den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen zusammen, die seit 2010 zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören. Der Dresdner Bestand umfasst fast 100.000 Objekte aus allen Kontinenten, dazu kommen umfangreiche historische Fotografien. Ein Glanzstück ist das Damaskuszimmer, ein reich bemalter Empfangsraum aus einem Wohnhaus in Damaskus, der bis 1899 dort eingebaut war. Heute entwickelt das Museum seine Präsentationen zunehmend gemeinsam mit Partnern aus den Herkunftsgesellschaften.
Highlights
Damaskuszimmer – restaurierter Empfangsraum aus einem Wohnhaus in Damaskus (19. Jahrhundert)
Fast 100.000 ethnografische Objekte aus allen Kontinenten
Barockes Japanisches Palais als Ausstellungsort
Eintritt frei
Dauerausstellungen
Dialog unter Gästen – Das Damaskuszimmer in Dresden lädt ein! – Der vollständig restaurierte, prachtvoll bemalte Empfangsraum aus Damaskus wird zum Ausgangspunkt für Fragen nach Gastfreundschaft damals und heute und lädt zu Begegnung und Gespräch ein.
Der Eintritt in alle Ausstellungen des Museums für Völkerkunde Dresden ist frei, auch in Sonderausstellungen.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: nicht vorhanden
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Haupteingang über eine Treppe mit Drehflügeltür; die Ausstellungen im Erdgeschoss sind stufenlos erreichbar (Rampe rechts der Eingangshalle). Kein offizieller Personenaufzug – für das 1. Obergeschoss vor Ort das Personal ansprechen. Barrierefreies WC rechts der Eingangshalle. Behindertenparkplätze direkt neben dem Japanischen Palais. Tastmodell des Gebäudes mit Audiodeskription in der Eingangshalle; regelmässige Führungen für Blinde und Sehbehinderte, mit Gebärdensprachdolmetschung und in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage: nicht vorhanden
Kinderwagen können im Japanischen Palais derzeit nicht mitgenommen werden, da ein Aufzug fehlt. Angebote für Kitas und Schulklassen; kein Kindergeburtstagsangebot. Still- und Wickelmöglichkeiten vorhanden; Kinder dürfen nicht in Rückentragen oder auf den Schultern getragen werden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Palaisplatz
Strassenbahn bis Palaisplatz; Bahnhof Dresden-Neustadt in der Nähe (stufenfreie Wegeführung)
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine eigenen Parkplätze; die SKD verweisen auf verschiedene öffentliche Parkmöglichkeiten im Umkreis und das Parkleitsystem der Stadt Dresden.
Kostenfreie Garderobe und Schliessfächer; Taschen grösser als 20 × 15 × 10 cm müssen abgegeben werden. Im Japanischen Palais befinden sich auch die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja
Fotografieren
In den Dauerausstellungen für private, nicht kommerzielle Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt
Hinweise
Kostenloser Multimedia-Guide über Smartphone ohne Download. Im Damaskuszimmer dialogische Tandemführungen und Erzählnachmittage; Anmeldung zu Führungen über den SKD-Besucherservice.