Regionalmuseum auf dem Gutshof Britz: die interaktive Dauerausstellung „99 × Neukölln“ erzählt Bezirksgeschichte anhand von 99 Objekten – Eintritt frei.
Wechselausstellung in neun Kapiteln über die politischen und historischen Hintergründe der Benennung und Umbenennung Neuköllner Strassen, mit Blick auf aktuelle Debatten und fünf Stadtquartiere.
Über das Museum
Am 1. Oktober 1897 eröffnete der Rixdorfer Volksschullehrer Emil Fischer ein naturkundliches Schulmuseum im alten Schulhaus am heutigen Karl-Marx-Platz. Es sollte den Kindern der rasch wachsenden Arbeiterstadt Anschauungsmaterial bieten. Ein 1921 gegründeter Förderverein half, die Sammlung um historische und technische Objekte zu erweitern; ab 1934 firmierte das Haus als Schul- und Heimatmuseum, 1936 wurde es nach seinem Gründer benannt. Im Zweiten Weltkrieg ging ein grosser Teil der Bestände verloren.
Ab den 1960er Jahren nutzte das Museum die frühere Stadtbibliothek in der Ganghoferstrasse. Mit einer Neukonzeption Mitte der 1980er Jahre wurde es zu einem Ort sozial- und kulturgeschichtlicher Forschung, der die Bevölkerung aktiv in seine Ausstellungsprojekte einbezog; 1987 erhielt es dafür den Museumspreis des Europarats. 2004 wurde aus dem Heimatmuseum das Museum Neukölln.
2010 zog das Museum in den umgebauten ehemaligen Pferde- und Ochsenstall des Gutshofs Britz. Im Erdgeschoss erschliesst die Dauerausstellung „99 × Neukölln“ Originalobjekte über Medienstationen mit persönlichen Geschichten, Fotos, Filmen und Tondokumenten; im Obergeschoss liegt der Geschichtsspeicher mit Archiv und Depot. Seit 2022 ist das Museum zugleich Fachbereich für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur des Bezirks, koordiniert die Stolpersteine in Neukölln und zeigt jährlich zwei Wechselausstellungen.
Highlights
Dauerausstellung „99 × Neukölln“ mit 99 Originalobjekten und Medienterminals
Quiz zu jedem Objekt und Texte in Leichter Sprache
Geschichtsspeicher mit Archiv und Depot (Recherche nach Anmeldung)
Lage auf dem historischen Gutshof Britz neben Schloss und Schlosspark
Dauerausstellungen
99 × Neukölln – Orientierungsausstellung, die Geschichte und Gegenwart des Bezirks über 99 Originalobjekte erschliesst – mit Medienterminals, Erzählungen, Filmen und einem Quiz zu jedem Stück.
Gegründet
1897
Träger
Bezirksamt Neukölln von Berlin (Fachbereich Museum, Stadtgeschichte und Erinnerungskultur)
Leitung
Matthias Henkel
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Gruppen
–Eintritt frei; Führungen durch „99 × Neukölln“ auf Anfrage.
Der Besuch der Ausstellungen ist kostenfrei; einzelne Veranstaltungen können kostenpflichtig sein.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreier Zugang; die Ausstellung im Erdgeschoss ist weitgehend ebenerdig, ein Aufzug führt zum Geschichtsspeicher im 1. Stock. Zu allen 99 Objekten gibt es Einführungstexte in Leichter Sprache; für blinde und sehbehinderte Menschen stehen Nachbildungen ausgewählter Objekte bereit.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Parchimer Allee (U7)
U7 Parchimer Allee; Bus M46 bis Fulhamer Allee, M44 bis Britzer Damm/Tempelhofer Weg, 181 bis Britzer Damm/Mohriner Allee.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze an der Parchimer Allee (Beschilderung „Gutshof Britz“); von dort wenige Minuten zu Fuss über den Gutshof.
Auf dem Gelände von Schloss und Gutshof Britz liegen das Restaurant „Buchholz Gutshof Britz“ (Do–Mo ab 12 Uhr) und das Schlossrestaurant (Mi–So).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen durch „99 × Neukölln“ auf Anfrage (Tel. 030 902391665). Für Schulen und Kitas Führungen, Rallyes (Richardplatz, Hufeisensiedlung, Gutshof), Workshops und Beratung, Kontakt über die Museumslehrerin. Recherche im Geschichtsspeicher nach Voranmeldung bei der Sammlungsleitung.