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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin
Foto: Tim Rademacher · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Gedenk- und Lernort auf einem fast vollständig erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlager in Berlin-Schöneweide – mit Dauerausstellungen und freiem Eintritt.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Aktuelle Ausstellungen

21. Mai 2026 – 25. Oktober 2026

Forced to Work – Willing to Survive

Internationale Wanderausstellung, die anhand von Lebensgeschichten Zwangsarbeit im besetzten Polen, im angeschlossenen Österreich und in Italien vergleicht und den Bogen zu heutiger Arbeitsausbeutung schlägt.

29. September 2026 – 9. Mai 2027

Wie erinnern wir? Wie erinnerst du?

Mitmachausstellung über persönliches, familiäres und gesellschaftliches Erinnern an NS-Zwangsarbeit, gemeinsam entwickelt mit Schülerinnen und Schülern sowie Jugendlichen aus mehreren Ländern.

Über das Museum

Das Lager an der Britzer Strasse entstand ab Ende 1943 im Auftrag des Generalbauinspektors Albert Speer. Geplant war ein Doppellager aus 13 Unterkunftsbaracken und einer Wirtschaftsbaracke aus Stein für mehr als 2.000 ausländische Arbeitskräfte; tatsächlich lebten hier unter anderem italienische Militärinternierte sowie zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus verschiedenen Ländern Europas.

Nach Kriegsende nutzte zunächst die sowjetische Armee das Gelände, ab 1946 zog ein Impfstoffinstitut ein. Andere Baracken dienten über Jahrzehnte etwa als Kita, Praxis oder Vereinsheim, sodass die Geschichte des Ortes lange kaum sichtbar war. Seit 1995 steht die rund 3,3 Hektar grosse Anlage als letztes weitgehend erhaltenes von einst rund 3.000 Berliner Zwangsarbeiterlagern unter Denkmalschutz.

Nach bürgerschaftlichem Engagement beschloss der Berliner Senat 2004, in den leer stehenden Baracken ein Dokumentationszentrum einzurichten; es öffnete am 24. August 2006 als Abteilung der Stiftung Topographie des Terrors. 2010 wurde die behutsam restaurierte Baracke 13 mit erhaltenen Inschriften von Internierten zugänglich gemacht. Heute zeigt das Zentrum zwei Dauerausstellungen – zum Alltag der Zwangsarbeit und zur Geschichte der italienischen Militärinternierten –, dazu Wechselausstellungen, eine öffentliche Fachbibliothek, Online-Datenbanken zu Lagerstandorten sowie ein umfangreiches Bildungsprogramm.

Highlights

  • Einziges weitgehend erhaltenes NS-Zwangsarbeiterlager Berlins (Denkmal)
  • Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“
  • Ausstellung zu den italienischen Militärinternierten in Baracke 4
  • Originale Baracke 13 mit Inschriften der Internierten (nur mit Führung)
  • Mediaguide in vielen Sprachen, auch in Gebärdensprache und Leichter Sprache
  • Eintritt und öffentliche Führungen kostenlos

Dauerausstellungen

  • Alltag Zwangsarbeit 1938–1945 – Zeigt Zwangsarbeit als allgegenwärtiges Massenphänomen: Leben im Lager, am Arbeitsplatz und im Kontakt mit der deutschen Bevölkerung, geprägt von der rassistischen Hierarchie des NS-Staats.
  • Zwischen allen Stühlen. Die Geschichte der italienischen Militärinternierten 1943–1945 – Ausstellung in Baracke 4 über rund 650.000 italienische Soldaten, die nach 1943 als Militärinternierte zur Arbeit gezwungen wurden – von der Gefangennahme bis zur späten Erinnerung.
  • Baracke 13 – Weitgehend original erhaltene Unterkunftsbaracke mit Inschriften italienischer Internierter im Keller; nur bei Führungen zugänglich.
Gegründet
2006
Träger
Stiftung Topographie des Terrors
Leitung
Christine Glauning

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt für alle frei.
Gruppen–Führungen und Workshops für Schulklassen und Gruppen ab 8 Personen sind kostenlos, aber anmeldepflichtig (bildung_ns-zwangsarbeit@topographie.de).

Eintritt frei, auch öffentliche Führungen. Ausstellungskatalog (272 Seiten, vier Sprachfassungen) für 15 €.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription

Ausstellungen einschliesslich Baracke 13 rollstuhlgerecht. Mediaguide in 13 Sprachfassungen, darunter Deutsche Gebärdensprache, Leichte Sprache und Audiodeskription; eigene Kopfhörer sind willkommen. Auch als App für iOS und Android.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Gedenk- und Dokumentationsort zur NS-Zwangsarbeit; die meisten Gruppenführungen richten sich an Jugendliche ab der 9. Klasse, die Ausstellungsführung „Forced to Work“ ab 14 Jahren. Für die 5. und 6. Klasse gibt es eine eigene kindgerechte Führung.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit (Bus 165)

    S-Bahnhof Schöneweide, von dort etwa 8 Minuten zu Fuss; Bus 165 bis Haltestelle Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.

    Route planen

    Service & Gastronomie

      Öffentliche wissenschaftliche Präsenzbibliothek (rund 6.000 Medien) auf dem Gelände.

      Veranstaltungen & Vermietung

      Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

      Besuch planen

      Führungenja · Dauer ca. 2 Std.
      Audioguideja
      Angebote für Schulenja
      HinweiseÖffentliche Führungen ohne Anmeldung und kostenlos: samstags 15 Uhr Dauerausstellung und Baracke 13 (Deutsch, 2 Std.), sonntags 15 Uhr Gelände und Baracke 13 (Deutsch, 1 Std.), sonntags 16 Uhr auf Englisch. Gruppenführungen in neun Sprachen, Workshops und internationale Jugendbegegnungen nach Anmeldung (Tel. +49-30-6390288-27 oder -21).

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