Eingeschränkter Betrieb (voraussichtlich bis 2026-10-09). Der erste Bereich der Dauerausstellung wird zum 30-jährigen Jubiläum umgebaut; der Rundgang beginnt deshalb an anderer Stelle, die Highlights sind vorübergehend anderswo in der Ausstellung zu sehen. Für Rollstuhlnutzer bedeutet das einen grösseren Umweg. Die neu gestalteten Bereiche öffnen am 10. Oktober 2026.
Überarbeitete Neuauflage der Schau von 2017: Anhand von vier grossen Wanderungsbewegungen – vom Aufbruch aus Afrika bis zu den Steppennomaden vor rund 5.000 Jahren – zeigt sie Migration als Grundzug der Menschheitsgeschichte.
Jubiläumsausstellung mit einem rund zehn Meter langen PLAYMOBIL-Diorama zur Geschichte des Tals von der Eiszeit bis in die Zukunft, grossem Spielbereich und einem Teil mit Erinnerungen von Menschen aus dem Neandertal.
Über das Museum
Den Anstoss gab ein Zufallsfund: 1856 stiessen Steinbrucharbeiter in der Kleinen Feldhofer Grotte im Tal der Düssel auf Knochen, die der Elberfelder Lehrer Johann Carl Fuhlrott als Überreste eines urzeitlichen Menschen erkannte. Das Skelett „Neanderthal 1“ gab einer ganzen Menschenform ihren Namen und gilt als Beginn der Paläoanthropologie. Die Grotte selbst verschwand durch den Kalkabbau; ihre ursprüngliche Lage wurde erst 1997 wieder ermittelt.
Ein erstes kleines Urgeschichtliches Museum öffnete im Neandertal bereits im März 1938 und wurde 1962 zum Neandertal-Museum umgestaltet. Pläne für einen grösseren Neubau aus den 1970er-Jahren scheiterten zunächst; das alte Haus im Wald dient heute als Steinzeitwerkstatt.
1996 eröffnete das heutige Museum, getragen von der Stiftung Neanderthal Museum. Den ovalen Bau entwarfen Günter Zamp Kelp, Julius Krauss und Arno Brandlhuber; im Inneren schraubt sich ein stufenloser Rundweg nach oben, der 1997 mit dem Architekturpreis Beton ausgezeichnet wurde. Seit 2019 leitet Bärbel Auffermann das Haus, das 2009 den Deutschen Archäologiepreis erhielt.
Die Dauerausstellung führt mit lebensgrossen Rekonstruktionen durch sieben Millionen Jahre Menschheitsgeschichte und war 2024 für den European Museum of the Year Award nominiert. Zum Museum gehören die Fundstelle mit dem Erlebnisturm Höhlenblick, die Steinzeitwerkstatt und Angebote rund um das benachbarte Eiszeitliche Wildgehege. Zum 30-jährigen Bestehen 2026 werden drei Ausstellungsbereiche neu gestaltet.
Highlights
Rekonstruktion „Mr. N“ nach dem 1856 entdeckten Skelett Neanderthal 1
Lebensgrosse Rekonstruktionen von Vor- und Frühmenschen entlang eines spiralförmigen Rundgangs
Originale Fundstelle mit dem barrierefreien Erlebnisturm Höhlenblick
Ovaler Museumsbau mit stufenloser Rampe (Architekturpreis Beton 1997)
Kostenloser Audioguide mit TV-Moderator Ralph Caspers
Steinzeitwerkstatt, Steinzeitspielplatz und Eiszeitliches Wildgehege im Umfeld
Dauerausstellungen
Zeitreise erleben – Interaktiver Rundgang durch sieben Millionen Jahre Menschheitsgeschichte mit lebensgrossen Rekonstruktionen und vielen Mitmachstationen. Ab 10. Oktober 2026 sind drei Bereiche neu gestaltet, darunter eine neue Inszenierung des Fundes von 1856.
Fundstelle des Neanderthalers mit Erlebnisturm Höhlenblick – Das Gelände am einstigen Standort der Kleinen Feldhofer Grotte macht den Fundort erfahrbar. Vom rollstuhlgerechten Turm blickt man auf die Höhe der verschwundenen Grotte.
Gegründet
1996
Träger
Stiftung Neanderthal Museum
Leitung
Bärbel Auffermann
Besucher pro Jahr
ca. 160'956 (2025)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
14 €
Ermässigt
11 €Studierende und Menschen mit Behinderung (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
8 €bis 3 Jahre frei · Kinder von 4 bis 5 Jahren („Minis“) 8 €, Kinder von 6 bis 16 Jahren 9,50 €; Kinder bis 3 Jahre frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
11 €Begleitperson frei · Ermässigung mit Behindertenausweis online und an der Kasse; Kinder bis 16 Jahre mit Ausweis 5,95 €. Begleitperson mit Merkzeichen B frei (Museum und Fundstelle).
Studierende & Azubis
11 €Studierende mit Nachweis.
Gruppen (ab 15 Pers.)
13 € p. P.Gruppenrabatt ab 15 Personen: Erwachsenengruppe 13 €, Schulklasse 7 €, Kindergartengruppe 6 € pro Person. Gruppen ab 10 Personen werden um vorherige Anmeldung gebeten (museum@neanderthal.de, 02104 9797-15).
Familien
–Familientarif ab 1 Erwachsenem und 1 Kind mit 15 % Rabatt: Erwachsene 11,90 €, Kinder (6–16 Jahre) 8,08 €, Minis (4–5 Jahre) 6,80 €.
Das Ticket gilt für Dauer- und Sonderausstellung sowie Fundstelle und Erlebnisturm Höhlenblick. Nur Erlebnisturm: Erwachsene 4,50 €, Kinder 3,10 €, Minis 2,60 €, ermässigt 3,60 € (Familien 15 % Rabatt). Kombiticket mit dem Visiodrom Wuppertal (rund 23 % günstiger, drei Jahre einlösbar) und Jahreskarte (365 Tage ab Erstbesuch). Freier Eintritt für Mitglieder der Neanderthaler Gesellschaft und mit Art:card, mit der RUHR.TOPCARD einmalig frei; mit ÖPNV-Ticket 1 € Nachlass. Tickets online oder an der Tageskasse; Führungen, Workshops und Ferienprogramm nur online buchbar. SteinzeitActionPack für Kinder 2,95 €.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Geprüft nach „Reisen für Alle“ (u. a. barrierefrei für Menschen mit Geh- und Sehbehinderung sowie für blinde Menschen, teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer). Ausstellung, Café, Shop und Erlebnisturm sind über Rampen stufenlos befahrbar; rollstuhlgerechtes WC per Aufzug erreichbar. Während des Umbaus bis 9.10.2026 Umweg: mit dem Aufzug zur obersten Ebene, dann über die Rampe abwärts. Bodenleitsystem, Tastobjekte, Textreader in 16 Sprachen und in Leichter Sprache, Workshop „Touchpoint“ für blinde und sehbehinderte Menschen, Führungen in Gebärdensprache auf Anfrage. Leihrollstühle und Klappsessel kostenlos; kostenfreie Behindertenparkplätze auf P1.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignetEmpfohlen ab 4 Jahren
Besuchsdauer
ca. 3 Std.
Eintritt Kinder
bis 3 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Kinderwagenfreundlich
Spielplatz / Spielecke
Kindergeburtstage
Laut Museum für Kinder ab etwa vier bis fünf Jahren geeignet; viele Mitmachstationen in der Ausstellung. Sonntags öffentliche Familienführung, Mitmach-Führungen für Kinder, Steinzeitgeburtstage (ab 5 Jahren), Ferienprogramm und Steinzeitspielplatz in der Outdoor-Erlebniswelt. Kinderwagen dürfen mit in die Ausstellung.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Neanderthal/Museum
Bus 741 (Mettmann–Hilden) und 743 (Mettmann–Erkrath) bis Neanderthal/Museum direkt vor dem Haus; Regiobahn S 28 bis Neanderthal (ca. 800 m Fussweg); S 8 bis Hochdahl (ca. 25 Min. Fussweg über die Strasse Thekhaus).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Gebührenpflichtiger Parkplatz P1 gegenüber dem Museum (1,50 €/Std., mit Behindertenparkplätzen, dort kostenfrei); kostenloser P+R-Parkplatz P2 am Bahnhof Neanderthal (ca. 5–10 Min. Fussweg); weitere Ausweichplätze P4 (ca. 25 Min.) und S-Bahnhof Erkrath-Hochdahl (ca. 20 Min.). Vier kostenlose Busparkbuchten in ca. 200 m Entfernung.
Behindertenparkplatz
Kostenloser Shuttle vom Parkplatz Erwepa (Sa 13–18 Uhr, So und feiertags 11–18 Uhr). Zu Fuss nicht über die Strasse Feldhof, sondern über Thekhaus.
Museumscafé mit Dachterrasse am Ende der Ausstellung (Di–So 10–17.30 Uhr, betrieben vom benachbarten Ristorante Gavi); gegenüber der Neanderthal Kiosk. Kostenlose Garderobe, Schliessfächer 0,50 €, kostenloses WLAN „neanderthal-wifi“. Hunde nur am DoggyDay (erster Freitag im Monat, 14–18 Uhr) sowie als Assistenzhunde.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 500 Personen.
Gesamtes Museum (bis 500 Personen, nur abends ab 18 Uhr oder montags), Auditorium (bis 100), Grillstelle (bis 150, nur mit Führung, Workshop oder Aktivprogramm), Museumscafé (50 Plätze plus 25 auf der Dachterrasse), Tagungsraum (bis 40) und Wildhüterhaus in der Steinzeitwerkstatt (bis 30). Standesamtliche Trauungen auf dem Erlebnisturm Höhlenblick für bis zu 30 Gäste (300 € zzgl. MwSt., über das Standesamt Erkrath).