
Nietzsche-Haus
Wohnhaus von Friedrich Nietzsches Mutter in Naumburg, heute Museum mit der Ausstellung „1, 2, 3 … Nietzsche“ zu Leben und Denken des Philosophen.
Über das Museum
Nach dem Tod ihres Mannes, des Pfarrers Carl Ludwig Nietzsche, zog Franziska Nietzsche 1850 mit ihren Kindern Friedrich und Elisabeth von Röcken nach Naumburg. Friedrich besuchte hier Elementarschule und Domgymnasium; auch als Schüler in Schulpforta und später als Student und Professor blieb die Stadt sein Zuhause, in das er regelmässig zurückkehrte.
Ab 1858 lebte die Familie im Haus Weingarten 18, wo die Mutter bis zu ihrem Tod 1897 wohnte. Nach seinem Zusammenbruch 1889 wurde Nietzsche hier von ihr gepflegt. Seine Schwester Elisabeth richtete 1893 im Erdgeschoss das erste Nietzsche-Archiv ein, das sie später nach Weimar verlegte.
1994 wurde das Haus als Museum eröffnet. Getragen wird es von der Friedrich-Nietzsche-Stiftung, die auch das benachbarte Nietzsche-Dokumentationszentrum betreibt, einen modernen Neubau mit Archiv, Bibliothek und Veranstaltungsräumen, errichtet von der Stadt Naumburg nach einem internationalen Architekturwettbewerb.
Zum 30-jährigen Bestehen erhielt das Museum die neue Dauerausstellung „1, 2, 3 … Nietzsche“. Statt originaler Möbel und Erinnerungsstücke setzt sie auf Objekte, Wandzeichnungen und Klang: Hinter jedem Exponat steht ein Zitat, fünf Audiospuren führen durch Nietzsches Leben, seine Tiere, Dinge und Begriffe sowie eine eigene Kinderspur. Der Schwerpunkt verlagerte sich damit von der Biografie hin zu den Fragen seiner Philosophie.
Highlights
- Wohnhaus der Familie Nietzsche seit 1858
- Ort der Gründung des ersten Nietzsche-Archivs (1893)
- Ausstellung „1, 2, 3 … Nietzsche“ mit fünf Audiospuren
- Kinderspur für junge Besucher
- Benachbartes Nietzsche-Dokumentationszentrum
Dauerausstellungen
- 1, 2, 3 … Nietzsche – Die 2024 eröffnete Dauerausstellung erschliesst über Objekte, Zitate und Audiospuren Nietzsches Leben und die Herausforderungen seiner Philosophie – ohne originale Möbel, dafür mit vielen Denkanstössen.
- Gegründet
- 1994
- Träger
- Friedrich-Nietzsche-Stiftung
- Leitung
- Dr. Ralf Eichberg (Friedrich-Nietzsche-Stiftung)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermässigt | 4 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Laut Flyer haben Personen unter 18 Jahren und Schüler freien Eintritt. |
| Studierende & Azubis | –Schüler frei (laut Flyer). |
Deutsche Kontaktseite: 5 € / ermässigt 4 €; englische Seite und Flyer nennen noch 4 € / 3 €. Mit der Naumburger Gäste-/Kurkarte ermässigter Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Keine Angaben zur Barrierefreiheit auf der offiziellen Website; historisches Wohnhaus mit kleinen Räumen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Unter den fünf im Eintritt enthaltenen Audioführungen ist eine eigene Kinderspur, die Nietzsches Fragen kindgerecht aufgreift.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nächste ÖPNV-Haltestelle ca. 100 m entfernt (laut Saale-Unstrut-Tourismus).
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
Räume im benachbarten Nietzsche-Dokumentationszentrum können von Veranstaltern angemietet werden.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Audioguide | ja (DE, EN) |
|---|---|
| Fotografieren | Laut Saale-Unstrut-Tourismus erlaubt. |
| Hinweise | Fünf Audioführungen im Eintritt: Nietzsches Leben, Tiere, Dinge, Begriffe sowie eine Kinderspur. Flyer in zahlreichen Sprachen. Das Nietzsche-Dokumentationszentrum bietet Abendgespräche, Seminare und Tagungen. |





