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Zoologisches Museum Kiel
Foto: User:Matthias Süssen · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Zoologisches Museum Kiel

Universitätsmuseum im Gropius-Bau von 1881 mit Walskeletten, Tiefsee-Präparaten und historischen zoologischen Sammlungen aus drei Jahrhunderten.

ÖffnungszeitenEintritt ab 8 €

Aktuelle Ausstellungen

Sonderausstellung

Formen. Vielfalt. Evolution.

Seit Juni 2026 zeigt die Fotoausstellung von Jutta Drabek-Hasselmann grossformatige Nahaufnahmen selten gezeigter Sammlungsobjekte auf der Galerie der Walhalle. Im Museumseintritt enthalten.

Über das Museum

Die zoologischen Sammlungen der Kieler Universität reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück: Der Mediziner Johann Daniel Major richtete 1674 das „Museum Cimbricum“ ein, das nach seinem Tod jedoch verkauft wurde. Als offizielles Gründungsjahr gilt 1775, als der Linné-Schüler Johann Christian Fabricius in Kiel eine naturkundliche Sammlung aufbaute; seine berühmten Insektensammlungen gingen später an die Universität.

Im 19. Jahrhundert wurde die Sammlung unter Wilhelm Behn zu einem zoologischen Museum umgeformt und durch Material der dänischen Galathea-Weltumseglung stark erweitert. Der Zoologe Karl August Möbius entwickelte gemeinsam mit den Berliner Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden einen neuartigen Museumsbau: Das 1881 eröffnete Haus trennte erstmals eine öffentliche, lichtdurchflutete Schauhalle von nicht öffentlichen Forschungsmagazinen und wurde zum Vorbild für viele Naturkundemuseen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum 1940 geschlossen und das Gebäude von Bomben getroffen. Bereits im August 1946 konnte ein Teil der Ausstellung wieder gezeigt werden. Ab den 1980er-Jahren wurde das Haus grundlegend renoviert, die Dauerausstellungen neu konzipiert und die Sammlungen wissenschaftlich erschlossen und später digitalisiert.

Heute verbindet das Museum der Christian-Albrechts-Universität historische Originalpräparate mit aktueller Meeres- und Evolutionsforschung, etwa in Kooperationsausstellungen mit dem GEOMAR. Zu den Schwerpunkten zählen Wale, die Ostsee, die Tiefsee und die Bedeutung naturkundlicher Sammlungen für die Biodiversitätsforschung.

Highlights

  • Denkmalgeschützter Gropius-Bau von 1881 mit zentraler Walhalle
  • Zwölf originale Walskelette, darunter ein 14 Meter langer Pottwal
  • Riesenkalmar Architeuthis in der Tiefsee-Ausstellung mit GEOMAR
  • Präparate ausgestorbener Tierarten und historische Sammlungen von Fabricius und Möbius
  • Rund 185 Millionen Jahre alter Ichthyosaurier

Dauerausstellungen

  • Wale in Schleswig-Holstein – Zwölf Originalskelette von Walen aus heimischen Gewässern, darunter ein Pottwalbulle von 14 Metern Länge.
  • Tiefsee – Gemeinsam mit dem GEOMAR gestaltete Schau über Lebewesen der Tiefsee mit seltenen Originalobjekten wie einem Riesenkalmar.
  • Sammlungen – Archive des Lebens – Neue Dauerausstellung über Aufgaben naturkundlicher Sammlungen, von der Konservierung bis zur Forschung zu Biodiversität und Umweltwandel.
Gegründet
1775
Träger
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Leitung
Dr. Dirk Brandis

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene8 €
Ermässigt5 €Kinder von 6 bis 16 Jahren, Schüler, Studierende, Menschen mit Behinderung, Rentner (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche5 €bis 5 Jahre frei · Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen den ermässigten Preis.
Seniorinnen & Senioren5 €Rentner mit Nachweis
Menschen mit Behinderung5 €
Studierende & Azubis5 €Studierende der Biologie frei
Gruppen–Kein eigener Gruppentarif; Führungen für Schulklassen 25 € zzgl. 5 € Eintritt pro Person, für Kindergärten 25 € zzgl. 2 € pro Person, Privatführungen 80 € zzgl. Eintritt.
Familien20 €Familientageskarte
Jahreskarte (auch als Familienkarte, inkl. einer weiteren Person)70 €

Freier Eintritt mit Kiel-Pass, für Geflüchtete und bevorzugt für Geringverdienende mit Nachweis. Tickets nur vor Ort, ausschliesslich Barzahlung.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
  • Aufzug: nicht vorhanden
  • Barrierefreies WC: nicht vorhanden
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Denkmalgeschütztes Gebäude, alle Etagen einschliesslich Erdgeschoss nur über Treppen erreichbar; für Rollstuhlnutzer nicht zugänglich. Virtuelle 3D-Rundgänge durch die meisten Dauerausstellungen online. Bildungsangebote für sehbehinderte Menschen. Blinden- und Assistenzhunde erlaubt.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 5 Jahre frei
Familienticket20 € · Familientageskarte
  • Familienführungen & Workshops
  • Mitmach- & Anfassstationen
  • Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
  • Kindergeburtstage

Führungen für Kinder und Familien, bei denen Originale wie ein Haischädel oder ein Pottwalzahn angefasst werden dürfen; Kindergeburtstage für bis zu 12 Kinder (Anfrage per E-Mail). Kinderwagen müssen in der Eingangshalle bleiben und dürfen nicht in die Ausstellung.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Schlossgarten

Bus 32/33, 61/62 bis „Schlossgarten“; Bus 41/42 bis „Kunsthalle“ (Fussweg durch den Schlossgarten); Fördeschiff bis Anleger „Seegarten“.

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Wenige gebührenpflichtige Plätze auf dem Parkdeck neben dem Museum (1 € pro 30 Min.; Kennzeichen am Empfang melden, sonst wird abgeschleppt). Alternativ Parkhäuser Jensendamm und Am Schloss.

Wegen der knappen Parkmöglichkeiten empfiehlt das Museum die Anreise mit Bus, Fördeschiff oder Fahrrad.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Garderobe
  • Schliessfächer

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja
Angebote für Schulenja
FotografierenPrivate Foto- und Videoaufnahmen erlaubt, ohne Blitz.
HinweiseFührungen und Kindergeburtstage per E-Mail anfragen. Rucksäcke und Taschen dürfen nicht in die Ausstellung (Schliessfächer an der Infothek). Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt.

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