Sonderausstellung
Ik zie wat jij niet ziet
Wechselausstellung (seit Sommer 2025) über künstlerische Darstellungen des Weltalls und darüber, wie aus Teleskopdaten Bilder werden; ein Ende ist nicht angegeben.

Ältestes noch funktionierendes Planetarium der Welt: Eise Eisingas Deckenmodell des Sonnensystems in Franeker, UNESCO-Welterbe seit 2023.
Sonderausstellung
Wechselausstellung (seit Sommer 2025) über künstlerische Darstellungen des Weltalls und darüber, wie aus Teleskopdaten Bilder werden; ein Ende ist nicht angegeben.
Eise Eisinga (1744–1828), ein Wollkämmer aus Dronrijp mit grosser Begeisterung für Mathematik und Astronomie, liess sich 1768 mit seinem Betrieb in Franeker nieder. Neben seiner Arbeit baute er von 1774 bis 1781 in seiner Wohnstube ein bewegliches Modell des Sonnensystems in die Decke ein. Früher hiess es, er habe damit Ängste vor einer angekündigten Planetenkonstellation zerstreuen wollen; neuere Forschung sieht eher den Wunsch, sich mühsame Berechnungen zu sparen und die Planetenstände jederzeit ablesen zu können.
Das Modell zeigt Sonne, Mond, Erde und die fünf damals bekannten Planeten im Massstab von einem Millimeter zu einer Million Kilometern. Das gesamte Räderwerk aus Holzreifen, Scheiben und Eisennägeln wird von einer einzigen Pendeluhr angetrieben, und es läuft bis heute. Eisinga baute es gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder; besonders genau ist es bei den Angaben zum Mond.
Seit dem späten 18. Jahrhundert empfängt das Haus Besucher, denen die Funktionsweise im Planetariumszimmer erläutert wird. Heute betreibt die 2001 gegründete Stiftung Koninklijk Eise Eisinga Planetarium das Museum. Zum Rundgang gehören auch Eisingas Wohnhaus und die ehemalige Wollkämmerei, eine Sammlung historischer astronomischer Instrumente, ein Filmsaal und seit 2016 die interaktive Ausstellung „De Ruimte“ über moderne Astronomie. Im benachbarten Jugendstilbau der früheren Kaffeerösterei Van Balen ist heute eine Brasserie untergebracht.
Am 19. September 2023 nahm die UNESCO das Planetarium als dreizehntes Welterbe des Königreichs der Niederlande in die Welterbeliste auf.
| Erwachsene | 6,50 € |
|---|---|
| Ermässigt | 5 €Inhaber eines CJP-Passes |
| Kinder & Jugendliche | 5 €bis 3 Jahre frei · Kinder von 4 bis einschliesslich 13 Jahren 5 €. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung genannt. |
| Gruppen (ab 20 Pers.) | 5 € p. P.Gruppen ab 20 Personen nach Anfrage per Formular; Bezahlung per Rechnung. Schulen 3,75 € pro Schüler, je vier Schüler eine Begleitperson frei. |
| Kombikarte mit Museum Martena oder Kaatsmuseum (Erwachsene) | 10 €Ein Jahr gültig, Besuche müssen nicht am selben Tag stattfinden |
| Kombikarte mit Museum Martena oder Kaatsmuseum (Kinder) | 7,50 €Ein Jahr gültig |
| Schulklassen (pro Schüler) | 3,75 €Je vier Schüler eine Begleitperson frei |
Die Museumkaart gilt im Planetarium nicht. Online-Reservierung vorab empfohlen, um sicher Einlass zu bekommen.
Das Haus ist grösstenteils rollstuhlgerecht, ein Aufzug führt ins erste Obergeschoss. Das Räderwerk ist nur über eine steile Treppe erreichbar; im Erdgeschoss zeigen Bildschirme Film und Animation dazu. Haustiere sind nicht erlaubt, Assistenzhunde willkommen.
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 3 Jahre frei |
|---|
In der interaktiven Ausstellung „De Ruimte“ können Kinder selbst die Erde in Bewegung setzen, das Räderwerk drehen lassen und Fragen zu Teleskopen oder Finsternissen lösen. Die aktuelle Wechselausstellung hat eine Mitmachwand, an der Kinder ein eigenes Kunstwerk zu einem Sonnensystem beitragen. Für Schulklassen gibt es Suchrallyes und Ausmalbilder.
Kein eigener Parkplatz. Franeker ist in Parkzonen eingeteilt; die kostenlose Zone liegt laut Museum in Gehweite zum Planetarium.
Das Planetarium liegt in der historischen Innenstadt von Franeker.
Route planenBrasserie De Stadstuin in der ehemaligen Jugendstil-Kaffeerösterei Van Balen nebenan (Kaffee, Kuchen, Lunch; separat betrieben). Museumsshop u. a. mit Büchern über Eisinga.
Keine Vermietung durch das Museum genannt; die benachbarte Brasserie De Stadstuin bietet Räume für Tagungen und Treffen an.
| Führungen | ja · Dauer ca. 15 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Jeder Besucher erhält eine etwa 15-minütige Erläuterung im Planetariumszimmer, den Rest des Museums erkundet man selbstständig; vollständige Führungen werden nicht angeboten. Gruppen können die Sprache der Erläuterung bei der Anfrage angeben. Schulbesuche dauern meist etwa 1,5 Stunden (Erläuterung plus Suchrallye). |
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