Historische Papiermaschine PM1
Historische, 37 Meter lange Papiermaschine in Bischofszell, die älteste erhaltene der Schweiz; offen an jedem ersten Sonntag von April bis Oktober.
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Über das Museum
Die Papiermaschine PM1 ist das letzte Glied einer langen vorindustriellen und industriellen Tradition in Bischofszell. Sie begann im 17. Jahrhundert in Hauptwil mit Färberei, Seidenweberei und Stickerei; in Bischofszell nutzte man ab 1856 die Wasserkraft der Thur über einen zwei Kilometer langen Kanal für eine Weberei, um 1880 kam die Karton- und Papierproduktion hinzu. Die Bahnlinie von 1876 und die zunehmende Elektrifizierung machten es in den späten 1920er-Jahren möglich, die PM1 anzuschaffen; für sie entstand ein moderner Betonbau.
Gebaut hat die Maschine die Firma J. M. Voith. Sie war für eine Arbeitsbreite von 2200 Millimetern und 10 000 Kilogramm in 24 Stunden ausgelegt und konnte von Karton bis Krepppapier ein breites Sortiment herstellen. Ein einziger Elektromotor trieb die ganze Anlage über ein System von Ledertransmissionsriemen an. Bis 1991 lief die PM1 als Vielzweckmaschine; danach wurde sie aufwendig restauriert. Mit 223 Tonnen und 37 Metern Länge ist sie die älteste erhaltene Papiermaschine der Schweiz und wohl die grösste mit Einzelantrieb.
An der Maschine lassen sich die Verfahrensschritte der Papierherstellung von der Siebpartie über die Pressen bis zur dampfbeheizten Trockenpartie mit seltener Übersichtlichkeit nachvollziehen. Betreut wird sie vom Verein Industriekultur Bischofszell–Hauptwil, der im Jahr 2000 aus dem Verein «Historische Papiermaschine Bischofszell» (1993) und dem Verein für Industriekultur Hauptwil–Bischofszell (1996) entstand. Er organisiert Führungen, in denen die Maschine – ohne Papierherstellung – in Betrieb gesetzt wird, pflegt den Industrielehrpfad Hauptwil–Bischofszell und vermietet die Halle für Anlässe.
Highlights
- 223 Tonnen schwer und 37 Meter lang
- Älteste erhaltene Papiermaschine der Schweiz, wohl die grösste mit Einzelantrieb
- Antrieb über Ledertransmissionsriemen von einem einzigen Elektromotor
- Verfahrensschritte der Papierherstellung von der Siebpartie bis zur Trockenpartie ablesbar
- Führungen mit Inbetriebnahme der Maschine (ohne Papierherstellung)
- Trägerverein pflegt auch den Industrielehrpfad Hauptwil–Bischofszell
Dauerausstellung
- Historische Papiermaschine PM1 – Die erhaltene Voith-Papiermaschine zeigt in der originalen Fabrikhalle die Verfahrensschritte der Papierherstellung; bei Führungen wird sie in Betrieb gesetzt.
- Träger
- Verein Industriekultur Bischofszell–Hauptwil
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Gruppen | –Führung je Gruppe CHF 150, nur gegen Anmeldung. |
|---|---|
| Gruppenführung PM1 (rund eine Stunde, nur gegen Anmeldung) | 150 CHF |
| Zuschlag Besichtigung Wasserkraft (zusätzlich zur Führung) | 20 CHF |
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bischofszell Stadt
Mit der Thurbo-Linie S5 bis Bischofszell Stadt.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 120 Personen.
Die Halle der PM1 kann für Produktpräsentationen, Kundenveranstaltungen, Fotoshootings, Sonderausstellungen und private Anlässe gemietet werden (CHF 450 pro Tag, nur gegen Anmeldung, Kapazität rund 120 Personen). Workshops, Sitzungen und Versammlungen kosten CHF 35 pro Stunde. Auch Eventdienstleistungen werden angeboten.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Gruppen können rund einstündige Führungen durch die PM1 buchen, auf Wunsch mit Besichtigung der Wasserkraft; Anmeldung per E-Mail. Der Trägerverein bietet ausserdem Führungen in der Manufaktursiedlung Hauptwil an. |


