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Bonhoeffer-Haus in Berlin
Foto: Axel Mauruszat · Attribution · Wikimedia Commons

Bonhoeffer-Haus

Elternhaus Dietrich Bonhoeffers in Berlin-Westend: Erinnerungsort mit Ausstellung und seinem Studierzimmer, Samstagsführungen nach Anmeldung.

Öffnungszeiten beim Museum erfragenEintritt frei Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Der Psychiater Karl Bonhoeffer und seine Frau Paula liessen das Haus in der Marienburger Allee 43 im Jahr 1935 als Alterssitz errichten. Entworfen hat es Jörg Schleicher, der zugleich das Nachbarhaus für die Familie ihrer Tochter Ursula und Rüdiger Schleichers plante; der hell verputzte, zweigeschossige Bau mit Walmdach steht in der Tradition der konservativen Stuttgarter Schule. Der Sohn Dietrich, evangelischer Theologe und prägende Figur der Bekennenden Kirche, bewohnte bei seinen Berlin-Aufenthalten ein Zimmer im Dachgeschoss.

Hier arbeitete Bonhoeffer an seiner Ethik, und hier kamen Familie und Vertraute aus den Widerstandskreisen gegen das NS-Regime zusammen. Am 5. April 1943 verhaftete ihn die Gestapo in diesem Haus; im April 1945 wurde er im KZ Flossenbürg hingerichtet. Auch sein Bruder Klaus und die Schwäger Hans von Dohnanyi und Rüdiger Schleicher wurden ermordet.

Nach dem Tod der Eltern kaufte die evangelische Kirche das Haus mit Hilfe der schwedischen Kirche. Es wurde Sitz der Studentengemeinde und Wohnung des Studentenpfarrers Eberhard Bethge, Bonhoeffers Freund und Biograf, und diente bis in die 1980er Jahre als Studierendenwohnheim. 1987 öffnete es als Erinnerungsstätte mit einer Ausstellung aus Bildcollagen des Künstlers Matthias Frach; Bonhoeffers Studierzimmer wurde weitgehend in den Zustand von 1943 zurückversetzt. Seit 1996 steht das Haus unter Denkmalschutz, seit 2017 trägt ein gemeinnütziger Verein die Erinnerungs- und Begegnungsstätte, die neben Führungen auch Vorträge, Konzerte und Gesprächsreihen anbietet.

Highlights

  • Dietrich Bonhoeffers Studierzimmer im Dachgeschoss mit Schreibtisch, Klavichord und Bücherregal
  • Ort seiner Verhaftung durch die Gestapo am 5. April 1943
  • Ausstellung mit neun Bildcollagen von Matthias Frach (1987) zu Leben und Widerstand
  • Flügel der Familie, auf dem schon Dietrich Bonhoeffer spielte
  • Veranstaltungsreihen wie „Teatime bei Bonhoeffers“ und politischer Salon

Dauerausstellungen

  • Leben und Werk Dietrich Bonhoeffers – Bildcollagen von Matthias Frach – Neun grossformatige Tafeln mit Fotocollagen aus dem Jahr 1987 erzählen von Bonhoeffer, seiner Familie, dem Kirchenkampf und dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
  • Dietrich Bonhoeffers Studierzimmer – Das Zimmer im Dachgeschoss ist weitgehend so eingerichtet wie bei seiner Verhaftung 1943 – mit Schreibtisch, Klavichord und einem Regal mit Ausgaben der Bücher, die er besass.
Gegründet
1987
Träger
Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus e.V.

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen–Gruppenführungen (45 Min. bis über 2 Std.) nach Vereinbarung; Gruppen ab 30 Personen werden aus Platzgründen geteilt. Spendenrichtwert für Schulklassen und Gruppen junger Erwachsener 2–5 € pro Person.

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten (Richtwert 5–10 € pro Person, bar vor Ort oder online). Das Haus wird ehrenamtlich betrieben.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: nicht vorhanden
  • Barrierefreies WC: nicht vorhanden
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: nicht vorhanden
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Wohnhaus aus den 1930er Jahren: Zum Eingang führen drei Stufen mit Handlauf, bei Bedarf gibt es eine mobile Rampe. Die Toiletten im Untergeschoss und das Studierzimmer im Dachgeschoss sind nur über Treppen erreichbar. Die Ausstellung ist derzeit rein visuell erfahrbar. Die Website bietet Informationen in Leichter Sprache. Vorherige Absprache empfohlen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

S Heerstrasse · 700 m

S-Bahnhof Heerstrasse (S3, S9; Bus M49, X34, X49, 218, 349).

Mit dem Auto

Parkplatz kostenlos

Kostenlose Parkplätze in begrenzter Zahl entlang der Marienburger Allee bzw. im Wohngebiet; für Reisebusse wird der Parkplatz am Mommsenstadion empfohlen.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Garderobe

Kleine Garderobe (ohne Haftung). Kein Café im Haus, das Museum verweist auf ein Stehcafé in der Nähe.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Firmenveranstaltungen

Bis zu 30 Personen.

Für Klausuren, Tagungen, Workshops und Besprechungen, bevorzugt mit Bezug zu Erinnerungskultur, Theologie oder Bildung: Seminarraum (früheres Herrenzimmer, bis 30 Personen, mit Flügel und Präsentationstechnik), Bibliothek, Besprechungsraum, Küche, Terrasse und Garten. Tagesmiete 500 €, Halbtag (bis 4 Std.) 300 €; keine Übernachtungen.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
Angebote für Schulenja
HinweiseFür einen geführten Rundgang 60–90 Minuten einplanen. Führungen und Gesprächsformate auf Deutsch und Englisch: Kurzführung (45 Min.), Führung durch Haus und Ausstellung (1,5 Std.), Gemeindeabend mit Musik (über 2 Std.). Für Schulklassen und Konfirmandengruppen u. a. digitale Schnitzeljagd (Actionbound) und Workshops zu Zivilcourage. Ein Besuch des nahen Mahnmals Gleis 17 wird empfohlen.

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