Gruppenausstellung nach Olivia Laings Buch „Everybody“, in der zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler den Körper als Ort gesellschaftlicher Aushandlung, Verletzlichkeit und Freiheit zeigen – u. a. Pauline Boudry/Renate Lorenz und EVA & ADELE.
Stahlskulptur im Museumsgarten, entstanden für die Ausstellung über die Konstruktivistin Marlow Moss; Teil der jährlich wechselnden Kunstintervention im Garten.
Mehr als 100 Zeichnungen und Grafiken aus der Sammlung, u. a. von Liebermann, Rodin, Renoir und Sintenis; Kolbes einstiges Atelier wird dazu zum offenen Zeichenraum für Besucher.
Grosse Einzelausstellung des Berliner Objektkünstlers mit drei raumgreifenden Installationen, die oft aus städtischen Fundstücken entstehen.
Über das Museum
Der Bildhauer Georg Kolbe (1877–1947) liess sich 1928/29 an der Sensburger Allee im Westend ein Wohn- und Atelierhaus errichten, ganz in der Nähe des Friedhofs Heerstrasse, auf dem seine 1927 verstorbene Frau Benjamine begraben liegt. Entworfen hat die kubischen Backsteinbauten mit grossen Atelierfenstern der Architekt Ernst Rentsch, Kolbe griff selbst intensiv in die Planung ein; 1932 kam ein Tonatelier des Bauhaus-Schülers Paul Linder hinzu, später ein Skulpturenhof im Garten.
Kolbe hatte testamentarisch verfügt, dass sein Haus nach seinem Tod in eine Stiftung übergehen sollte. 1950 öffnete dort das Georg Kolbe Museum – nach eigener Darstellung das erste nach dem Krieg neu gegründete Museum. Das benachbarte, ursprünglich für Kolbes Tochter gebaute Wohnhaus kam in den 1970er-Jahren hinzu und beherbergt heute das Café Benjamine. 1995 erhielt das Museum anstelle des Tonateliers einen Erweiterungsbau mit zusätzlichen Ausstellungsräumen, Depot und Aufzug. Zwischen 2016 und 2021 wurde das denkmalgeschützte Ensemble nach historischen Plänen grundlegend saniert.
Die Sammlung umfasst Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken Kolbes, seinen schriftlichen und fotografischen Nachlass sowie Werke und Nachlässe weiterer Künstlerinnen und Künstler der Klassischen Moderne, etwa von Renée Sintenis, Milly Steger und Emy Roeder. Heute verbindet das Haus Ausstellungen zur Moderne – mit Blick auf Bildhauerinnen, Tanz und Fotografie – mit zeitgenössischer Kunst. Nach eigener Provenienzforschung gab das Museum 2026 Kolbes Tänzerinnen-Brunnen als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut an die Erben des ursprünglichen Eigentümers Heinrich Stahl zurück. Der Kunstkritikerverband AICA wählte es zum Museum des Jahres 2025.
Highlights
Original erhaltenes Atelierhaus Georg Kolbes von 1928/29
Skulpturengarten mit jährlich wechselnder Kunstintervention
Schaudepot „Sammlung in Bewegung“ mit wechselnden Sammlungspräsentationen
Werke von Bildhauerinnen der Moderne wie Renée Sintenis und Milly Steger
Café Benjamine im denkmalgeschützten Nachbarhaus
AICA-Auszeichnung „Museum des Jahres 2025“
Dauerausstellungen
Sammlung in Bewegung – Wechselnde Präsentationen im Schaudepot mit Werken Georg Kolbes und weiterer Bildhauerinnen und Bildhauer der Moderne, jeweils mit Bezug zu den aktuellen Ausstellungen.
Gegründet
1950
Träger
Georg Kolbe Stiftung
Leitung
Kathleen Reinhardt
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
10 €
Ermässigt
6 €Schüler, Studierende, Schwerbehinderte, Inhaber der artcard, Mitglieder von TheaterGemeinde, Kulturvolk und Jugend im Museum sowie Stadtführer
Kinder & Jugendliche
freibis 18 Jahre frei · Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche „bis 18 Jahre“.
Menschen mit Behinderung
6 €Begleitperson frei · Ermässigter Eintritt für Schwerbehinderte.
Studierende & Azubis
6 €Berliner Kunststudierende haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Bei gebuchten Gruppenrundgängen zahlt jede Person ab 10 Teilnehmenden den ermässigten Eintritt, zzgl. Führungsgebühr: werktags auf Deutsch 110 €, an Wochenenden/Feiertagen oder fremdsprachig 135 €, dienstags oder 18–20 Uhr 200 €. Eigene Führung (Fremdführung) 30 € pro Gruppe zzgl. Eintritt, Anmeldung mind. 2 Wochen vorher.
Jahreskarte
45 €12 Monate ab Kauf gültig, personalisiert.
Öffentlicher Rundgang (Zuschlag)
4 €Zusätzlich zum Eintritt.
Museumspass Berlin (3 Tage)
32 €Ermässigt 16 €; gilt in mehr als 30 Berliner Museen, im Museum erhältlich.
Freier Eintritt ausserdem mit Berechtigungsnachweis (ehemals Berlinpass), Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg, für Presse, Mitglieder des Freundeskreises und verschiedener Fachverbände (u. a. ICOM, DMB, BBK).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum für Rollstuhlfahrende zugänglich; der Erweiterungsbau von 1995 bietet einen barrierearmen Zugang per Aufzug. Seit der Gründung regelmässig Tastführungen für blinde und sehbehinderte Menschen, dazu Führungen mit Dolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Workshops für Menschen mit Psychiatrieerfahrung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 18 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Familienworkshops zu den Ausstellungen für Kinder ab 4 Jahren mit Begleitung; in den Schulferien Workshopwochen in Zusammenarbeit mit Jugend im Museum e. V.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Heerstrasse · 5 Min. zu Fuss
S3, S9 sowie Bus M49, X49, X34, 349 und 218 bis Bahnhof Heerstrasse, dann etwa 5 Minuten Fussweg.
Café Benjamine im Nachbarhaus (Bio-Küche mit Frühstück, Kuchen und Mittagstisch, Terrasse zum Garten), Mi–Mo 10–18 Uhr. Museumsshop.
Veranstaltungen & Vermietung
Private Feiern im Café Benjamine sind direkt beim Café buchbar (Tel. 030 23592503).
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Rundgänge an ausgewählten Sonntagen um 14 Uhr. Gruppenrundgänge auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Polnisch nach Anfrage mindestens zwei Wochen im Voraus. Workshops für Kitas und Schulklassen in Kooperation mit Jugend im Museum e. V.; Lehrkräftefortbildung zu jeder Ausstellung. Ausstellungsräume sind videoüberwacht.