
Heimatmuseum Seelze
Ehrenamtlich geführtes Heimatmuseum im historischen „Alten Krug“ in Seelze mit Themenräumen zum Alltag früherer Zeiten und Museumscafé.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen bis 1964 zurück, als der Heimatbund in der damals selbstständigen Gemeinde Letter eine Heimatstube in der alten Dorfschule eröffnete. Grundstock waren Gegenstände, die vor allem der Lehrer und Heimatforscher Ernst Bock und Luise Sandmann zusammengetragen hatten. Die Heimatstube zog mehrfach um; unter Wolfgang Mathyl kamen Sonderausstellungen hinzu.
Am 24. April 1991 gründete sich der Museumsverein für die Stadt Seelze, der erste Verein für die gesamte 1974 gebildete Stadt. Schon am 21. Juni 1991 öffnete das Heimatmuseum im Erdgeschoss eines von der Stadt angemieteten Fachwerkhauses an der Strasse Im Sande in Letter; im Jahr 2000 vergrösserte ein zusätzlicher Raum die Fläche deutlich.
Im Herbst 2018 zog das Museum in den „Alten Krug“ an der Hannoverschen Strasse im Zentrum von Seelze, ein Baudenkmal an der früheren Heerstrasse von Hannover nach Osnabrück. Die Ausstellungsfläche verdoppelte sich, und es entstand eine Café-Stube. Seither wurde das Angebot vor allem um Zeitzeugenfilme und Medienstationen erweitert. Das Haus ist zudem offizielles Trauzimmer der Stadt.
Das rein ehrenamtlich geführte Museum hat seit seiner Gründung mehr als hundert Sonderausstellungen gezeigt und trägt das Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen, zuletzt für 2023 bis 2029. Die Dauerausstellung zeigt eingerichtete Räume wie Friseurstube, Schusterwerkstatt und Arbeiterküche sowie multimedial die Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile.
Highlights
- Friseurstube um 1920 mit Werkzeugen von Badern und Barbieren
- Historische Schulstube mit rund 100 Jahre alten Schulbänken
- Zahnarztstuhl von 1948
- Medienstationen und Zeitzeugenfilme zur Stadtgeschichte
- Museumscafé im denkmalgeschützten Alten Krug
Dauerausstellungen
- Themenräume: Alltag in früheren Zeiten – Original eingerichtete Räume – Friseurstube, Schusterwerkstatt, gute Stube, Arbeiterküche, Zahnarztpraxis und Schulstube – zeigen Arbeit und Wohnen vergangener Generationen.
- Seelze im Wandel – Medienstationen führen von archäologischen Funden über bäuerliches Leben, den Dreissigjährigen Krieg und Reitergeneral Obentraut bis zum Wandel durch Eisenbahn, Kanal und Chemieindustrie.
- Gegründet
- 1991
- Träger
- Museumsverein für die Stadt Seelze e. V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei. |
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Der Eintritt ist frei; das Museum freut sich über Spenden.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreier Zugang ins Gebäude, Aufzug und behindertengerechtes WC.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
Eine Kinderecke zeigt Alltagsdinge, die Kinder heute kaum noch kennen, etwa eine Schreibmaschine. Freitags um 15.30 Uhr Schach für Einsteiger jeden Alters; von Mai bis September am ersten Freitag im Monat Spielnachmittag vor und im Museum.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Seelze, Alter Krug
S-Bahn S1, S2 und S51 bis Bahnhof Seelze, von dort 400 m zu Fuss; Bus bis Haltestelle Seelze, Alter Krug.
Service & Gastronomie
- Café
Museumscafé (Café-Stube) mit Kaffee, Tee und selbst gebackenem Kuchen, sonntags während der Öffnungszeiten – auch ohne Museumsbesuch.
Veranstaltungen & Vermietung
- Hochzeiten / Trauungen
Das Museum ist offizielles Trauzimmer der Stadt Seelze; getraut wird in der Schulstube oder im kleinen Kreis in der guten Stube. Auskunft: Walter Otto, Tel. 0511 482077.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen, Vereine und Schulklassen nach Absprache (Knut Werner, Tel. 05137 92921). In der historischen Schulstube erleben Grundschulklassen „Unterricht wie vor 100 Jahren“ mit Griffel, Schiefertafel und alter Schrift. Gelegentlich öffentliche Abendführungen, auch auf Plattdeutsch. |




