3. Oktober 2026 – 13. März 2027
Gesichter der Wismut
Wanderausstellung der Gedenkstätte Amthordurchgang Gera über den Uranbergbau der SDAG Wismut in Ostthüringen – Arbeitsalltag, Geheimhaltung, Kalter Krieg und die Folgen nach 1990.

LWL-Industriemuseum im Wittener Muttental mit früher Ruhrzeche, Ziegelei-Ringofen und Besucherbergwerk Nachtigallstollen.
3. Oktober 2026 – 13. März 2027
Wanderausstellung der Gedenkstätte Amthordurchgang Gera über den Uranbergbau der SDAG Wismut in Ostthüringen – Arbeitsalltag, Geheimhaltung, Kalter Krieg und die Folgen nach 1990.
Am Hettberg bei Witten wurde nachweislich ab 1714 Steinkohle gegraben, zunächst von Bauern im Stollenbau, ab 1743 unter der Adelsfamilie von Elverfeldt. Ab 1832 wagte man mit dem Schacht Neptun den Übergang zum Tiefbau; Dampfmaschinen aus der Werkstatt von Friedrich Harkort bändigten das eindringende Wasser. Die Zeche Vereinigte Nachtigall Tiefbau zählte in den 1850er- und 1860er-Jahren mit mehreren hundert Bergleuten zu den grossen Bergwerken der Region, ihr Schacht Hercules erreichte 1876 eine Tiefe von 450 Metern. Wasserprobleme und ein Konkurs führten 1892 zur Stilllegung.
Noch im selben Jahr erwarb der Bauunternehmer Wilhelm Dünkelberg das Gelände. Er errichtete eine Dampfziegelei, deren Doppel-Ringofen ab 1897 über dem alten Schacht Hercules bis zu elf Millionen Ziegel im Jahr brannte, und liess für den Transport des Schiefertons einen Tunnel durch den Hettberg treiben – den heutigen Nachtigallstollen. Nach dem Ende der Ziegelei 1963 verfiel das Areal, zuletzt diente es als Autoverwertung.
Auf Initiative von Bürgern, Denkmalpflege und Stadt bezog der Landschaftsverband Westfalen-Lippe das Gelände 1979 in sein dezentrales Westfälisches Industriemuseum ein. Nach Grabungen und Restaurierungen eröffnete das Museum 2003. Ausstellungen im Ringofengewölbe, zur Ziegelei, zu den Nachkriegs-Kleinzechen und zur Kohlenschifffahrt auf der Ruhr erschliessen drei Jahrhunderte Industriegeschichte; der Stollen ist seit 1990 als Besucherbergwerk ausgebaut. Seit 2014 beherbergt die Zeche zudem ein Infozentrum des Nationalen GeoParks Ruhrgebiet.
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermässigt | 3 €Beziehende von Leistungen nach SGB II und XII, Studierende bis 30 Jahre, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit GdB ab 50, Inhaber:innen der Ehrenamtskarte NRW |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sowie Schulklassen im Klassenverband frei. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 3 €Ermässigung ab GdB 50. |
| Studierende & Azubis | 3 €Studierende bis 30 Jahre, Auszubildende. |
| Gruppen (ab 16 Pers.) | 5 € p. P.Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen. Gruppenführungen zzgl. Eintritt: Nachtigallstollen oder Museumsführung 45 €, Grosse Bergwerkstour 65 € (max. 10 bzw. 20 Personen). |
| Öffentliche Stollenführung (Erwachsene, zzgl. Eintritt) | 3 €Kinder 1,50 € |
| LWL-MuseumsCard (Jahreskarte für 31 Museen von LWL und LVR) | 50 €Ermässigt 15 €; „Ich und Du“ für zwei Erwachsene 70 € |
Freier Eintritt mit LWL-MuseumsCard, LVR-Museumskarte, Ausweis des Deutschen Museumsbundes, ICOM und RuhrtopCard (einmalig).
Zertifiziert nach „Reisen für Alle“. Führungen über Tage sind für Rollstuhlnutzende geeignet, das Besucherbergwerk ist für Menschen mit Gehbehinderung, Gehhilfen oder Rollstuhl nicht zugänglich. Zwei Rollatoren leihbar, Kurzführer in Leichter Sprache an der Kasse, digitaler Medienguide per QR-Code. Der LWL bietet in seinen Museen regelmässig Führungen mit Gebärdensprachdolmetschung an.
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
Familiensonntag an jedem 1. Sonntag im Monat mit kostenlosem Mitmachprogramm und Bergbau-Führungen für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Mit dem „Püngelsack“ (an der Kasse) erkunden Familien das Gelände auf eigene Faust; Spielplatz mit Bachlauf, Boote an der Kasse ausleihbar. Stollenführungen ab 6 Jahren.
Witten Hauptbahnhof · 20 Min. zu Fuss
Mit S 5 oder RB 40 bis Witten Hauptbahnhof, von dort zu Fuss über Herbeder Strasse, Im Sundern und die Nachtigallbrücke (ca. 20 Minuten).
Parkplatz vorhanden · 18 Min. zu Fuss · 1.3 km zum Eingang
Besucherparkplatz „Parkplatz Nachtigallstrasse“, von dort 1,3 km Fussweg zum Museum. Direkt am Eingang nur 7 Stellplätze, davon 2 für Menschen mit Gehbeeinträchtigung.
Mit dem Auto: A 43, Abfahrt Witten-Heven, über Herbeder Strasse und Ruhrstrasse (B 235), nach der Ruhrbrücke in die Nachtigallstrasse.
Route planenBiergarten, Bistro und Café „Waggon zur Nachtigall“ (1.3.–31.10.2026, Di–So 11–18 Uhr). WLAN im gesamten Museum.
Standesamtliche Trauungen im Nachtigallstollen (rund 60 m im Berg, max. 20 Personen; Stollenbelegung 120 € zzgl. Gebühren des Standesamts Witten). Empfang auf dem Aussengelände oder im überdachten Ringofenbereich über die Hausgastronomie.
Anfrage & Details| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Stollenführungen ca. 1 Stunde, max. 10 Personen, ab 6 Jahren; feste Schuhe nötig, im Stollen ca. 14 °C (Sommer) bzw. 8 °C (Winter), Stehhöhe teils nur 1,40 m. „Grosse Bergwerkstour“ (2 Stunden, ab 10 Jahren) an einzelnen Terminen. Gruppenführungen mindestens 10 Tage im Voraus buchen (Tel. 02302 93664-28). |
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