Am Ort der Kapitulation vom 8. Mai 1945 zeigt das Museum den deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion aus mehreren Perspektiven. Eintritt frei.
Nie zugestellte Briefe aus der ukrainischen Stadt Kamjanez-Podilskyj aus den ersten Tagen des deutschen Überfalls 1941, neu präsentiert zum 85. Jahrestag und um Stadtgeschichte ergänzt.
Open-Air-Ausstellung im Museumsgarten zur Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Karlshorst; bis auf Weiteres zu sehen.
Über das Museum
Das Gebäude entstand Ende der 1930er-Jahre als Offizierskasino einer Wehrmacht-Pionierschule. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 unterzeichneten hier die Oberbefehlshaber der Wehrmacht vor Vertretern der Sowjetunion, der USA, Grossbritanniens und Frankreichs die bedingungslose Kapitulation; damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Bis 1949 residierte im Haus der Chef der Sowjetischen Militäradministration.
1967 richteten die sowjetischen Streitkräfte hier ein Kapitulationsmuseum ein, das bis zum Truppenabzug der politischen Bildung von Soldaten und DDR-Bevölkerung diente. Aus dieser Zeit stammen unter anderem die Grosswaffen und Panzer im Museumsgarten.
Nach dem Ende der Sowjetunion einigten sich Deutschland und Russland auf den Erhalt des Standorts. 1994 wurde das heutige Museum als deutsch-russischer Verein neu gegründet und im Mai 1995, 50 Jahre nach Kriegsende, eröffnet. 1997/98 traten Museen aus der Ukraine und Belarus dem Trägerverein bei. Die aktuelle Dauerausstellung „Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg“ wurde 2013 eröffnet.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 verzichtet das Haus auf den Beinamen „Deutsch-Russisches Museum“ und hisst nur noch die ukrainische Fahne. Das vollständig vom Bund geförderte Museum erinnert an alle sowjetischen Opfer des Vernichtungskriegs und behandelt auch Nachkriegszeit und Kalten Krieg.
Highlights
Originaler Kapitulationssaal vom 8. Mai 1945
Dauerausstellung zum deutsch-sowjetischen Krieg 1941–1945 aus beiden Perspektiven
Sowjetische Panzer und Grosswaffen im Museumsgarten
Open-Air-Ausstellung zur Kapitulation im Garten
Spuren des sowjetischen Kapitulationsmuseums im Gebäude
Dauerausstellungen
Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg 1941–1945 – Die Dauerausstellung im Obergeschoss schildert Vernichtungskrieg, Besatzungsherrschaft und sowjetische Kriegsgesellschaft anhand von Fotos, Dokumenten, Objekten und Einzelschicksalen.
Gegründet
1994
Träger
Museum Berlin-Karlshorst e.V.
Leitung
Jörg Morré
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Gruppen
–Gruppenführung durch Dauerausstellung und historischen Ort (60–90 Min., max. 15 Personen) 100 €, ermässigt 50 €; nach Anmeldung.
Audioguide
3 €Ermässigt 1 €
Stadtteilrundgang „Geheimes Karlshorst“
8 €Ermässigt 2 €, unter 18 Jahren frei; Anmeldung erbeten
Eintritt in Dauer- und Sonderausstellungen frei.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Alle Ebenen über Aufzug und Rampen erreichbar; Leihrollstuhl vor Ort. Voranmeldung für Unterstützung per E-Mail an empfang@museum-karlshorst.de oder Tel. 030 50150810 möglich. Website mit Informationen in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache; Führungen auch in einfacher Sprache.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 14 Jahren
Familienführungen & Workshops: nicht vorhanden
Die Bildungsangebote richten sich an Jugendliche ab der 9. Klasse; Führungen werden ab 14 Jahren empfohlen. Eigene Kinder- oder Familienangebote nennt das Museum nicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museum Karlshorst (Bus 296)
S3 bis Karlshorst oder U5 bis Tierpark, jeweils weiter mit Bus 296 bis Haltestelle Museum Karlshorst
Fahrzeit laut Museum ca. 32 Minuten ab S-Bahnhof Friedrichstrasse bzw. ca. 28 Minuten ab U-Bahnhof Alexanderplatz.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja (DE, EN, RU, UK, BE, FR, PL)
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Ausstellungstexte auf Deutsch, Englisch und Russisch, Booklet auf Ukrainisch und Belarussisch. Öffentliche Führung jeden 1. Sonntag im Monat um 15 Uhr; Stadtteilrundgang durch das ehemalige sowjetische Sperrgebiet jeden 2. Sonntag (April–Oktober) um 15 Uhr. Gruppenführungen in DE, EN, RU, IT, FR, ES, UK und einfacher Sprache, auch als virtueller Rundgang. Gruppenführungen dauern 60 bis 90 Minuten.