
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Kölns ältestes Museum mit mittelalterlicher Malerei, Barock und den Impressionisten der Fondation Corboud – wegen Sanierung bis Ende 2028 geschlossen.
Über das Museum
Den Grundstock legte der Kölner Kanoniker Ferdinand Franz Wallraf, letzter Rektor der alten Universität, der bei seinem Tod 1824 der Stadt seine gewaltige Sammlung vermachte: Altarbilder, Gemälde, Zeichnungen, Bücher und Münzen, die er während der Säkularisation vor der Zerstreuung bewahrt hatte. Ab 1827 war ein Teil davon als „Wallrafianum“ provisorisch im ehemaligen Kölner Hof der Erzbischöfe zu sehen.
Erst die Stiftung des Kaufmanns Johann Heinrich Richartz ermöglichte einen eigenen Bau: 1861 eröffnete das Wallraf-Richartz-Museum als erster Museumsbau des Rheinlands. 1937 verlor es zahlreiche Werke der Moderne durch die NS-Aktion „Entartete Kunst“, 1943 zerstörten Bomben das Gebäude, die ausgelagerten Bestände überstanden den Krieg. 1957 folgte ein Neubau von Rudolf Schwarz und Josef Bernard, 1986 der gemeinsame Komplex mit dem Museum Ludwig zwischen Dom und Rhein.
Seit 2001 besitzt das Museum ein eigenes Haus von Oswald Mathias Ungers neben dem Rathaus. Im selben Jahr überliess der Schweizer Sammler Gérard J. Corboud dem Museum seine Impressionisten als dauerhafte Leihgabe; seither trägt es den Namenszusatz „Fondation Corboud“. Die Bestände reichen von der weltweit umfangreichsten Sammlung mittelalterlicher Kölner Malerei über Barock und 19. Jahrhundert bis zum Neoimpressionismus, ergänzt um eine Graphische Sammlung mit rund 75.000 Blättern.
Am 3. August 2026 schloss das Museum für eine etwa zweijährige Generalinstandsetzung des Ungers-Baus. Gleichzeitig entsteht nebenan ein Erweiterungsbau des Büros Christ & Gantenbein für die Impressionismus-Sammlung; beide Gebäude sollen Ende 2028 gemeinsam eröffnen.
Highlights
- Stefan Lochner: „Muttergottes in der Rosenlaube“
- Weltweit umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Kölner Tafelmalerei, darunter der Zyklus der Ursula-Legende
- Peter Paul Rubens: „Juno und Argus“
- Spätes Selbstbildnis von Rembrandt
- Fondation Corboud: grösste Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Malerei in Deutschland
- Graphische Sammlung mit rund 75.000 Blättern, u. a. von Leonardo, Dürer und Rodin
- Gegründet
- 1824
- Träger
- Stadt Köln
- Leitung
- Marcus Dekiert
- Besucher pro Jahr
- ca. 153'566 (2017)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Während der Schliessung nicht relevant. Vor der Schliessung war das Haus laut museen.koeln rollstuhlgerecht: ebenerdiger Zugang an der Obenmarspforten, zwei Aufzüge zu allen Ausstellungsebenen, Behinderten-WC, Leihrollstühle, Induktionsschleifen und ein taktiler Orientierungsplan. Angaben für das erneuerte und erweiterte Museum stehen noch aus.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Dom/Hauptbahnhof
Köln Hauptbahnhof (Fern-, Regional- und S-Bahn) und U-Bahn-Haltestelle Dom/Hauptbahnhof, jeweils 5–10 Minuten Fussweg; Strassenbahn und Bus bis Heumarkt.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kein eigener Parkplatz; museen.koeln nennt die öffentlichen Parkhäuser Am Dom, An Farina und Gross St. Martin.
Service & Gastronomie
Während der Schliessung gibt es im Haus keinen Besucherbetrieb; Angaben zu Shop und Service nach der Wiedereröffnung stehen noch aus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.





