Die indigenen US-Künstlerinnen Marie Watt und Wendy Red Star treten in Dialog mit bunten Fotochromen der Detroit Publishing Company um 1900 und hinterfragen deren menschenleere Amerika-Bilder; Watts Schellen-Skulpturen dürfen berührt werden.
Aufnahmen von sieben Fotograf:innen, darunter Evelyn Richter, Ute Mahler und Derek Bennett, zeigen Menschen und Alltag in beiden deutschen Staaten um 1980.
Jana Euler gestaltet die grosse Stirnwand im Treppenhaus mit einem dreiteiligen Wandbild über das Sehen und Gesehenwerden im Museum; zu sehen voraussichtlich bis Juli 2028.
Grosse Jubiläumsausstellung zum 50. Geburtstag des Museums, die Kunst, Literatur und Musik der Schwarzen Diaspora – von der Harlem Renaissance bis heute – mit Werken der europäischen Moderne aus der Sammlung zusammenbringt.
Präsentation in den Fotoräumen über Entstehung und Geschichte von Man Rays Rückenakt der Kiki de Montparnasse mit aufgemalten Geigen-Schalllöchern, einem Schlüsselwerk des Surrealismus.
Ausstellung zur Verleihung des 32. Wolfgang-Hahn-Preises an den südkoreanischen Künstler und Mitbegründer der Mono-ha-Bewegung, bekannt für seine reduzierte Malerei.
Über das Museum
Den Grundstein legte der Kölner Jurist Josef Haubrich, der der Stadt 1946 seine Sammlung von Expressionismus und Klassischer Moderne schenkte – als Ersatz für die in der NS-Zeit verlorenen Werke. Die Bestände gehörten zunächst zum Wallraf-Richartz-Museum und wuchsen 1957 und 1958 unter anderem um Gemälde Max Beckmanns und die Sammlung Strecker. Ende der 1960er Jahre kamen Leihgaben des Sammlerpaars Peter und Irene Ludwig hinzu.
Am 23. Februar 1976 schenkten die Ludwigs der Stadt 350 Werke moderner Kunst unter der Bedingung, ein eigenes Museum für die Kunst nach 1900 zu schaffen – das Gründungsdatum des Museum Ludwig. 1986 bezog es gemeinsam mit dem Wallraf-Richartz-Museum und der Philharmonie den Neubau von Peter Busmann und Godfrid Haberer zwischen Dom und Rhein, dessen Scheddach das Stadtbild bis heute prägt.
Nachdem die Ludwigs 1994 weitere 90 Werke Picassos gestiftet hatten, zog das Wallraf-Richartz-Museum aus; seit 2001 nutzt das Museum Ludwig das Gebäude allein. Zur Wiedereröffnung schenkte Irene Ludwig 774 weitere Picasso-Arbeiten, womit Köln nach Barcelona und Paris die drittgrösste Picasso-Sammlung besitzt.
Heute reicht die Sammlung von russischer Avantgarde, Expressionismus und Surrealismus über die umfangreichste Pop-Art-Sammlung ausserhalb der USA bis zur Gegenwartskunst; die Sammlung Fotografie zählt rund 70.000 Werke. 2026 feiert das Museum sein 50-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm.
Highlights
Drittgrösste Picasso-Sammlung der Welt
Umfangreichste Pop-Art-Sammlung Europas mit Werken von Warhol, Lichtenstein, Rosenquist und Wesselmann
Russische Avantgarde mit Arbeiten von Malewitsch, Rodtschenko, Popowa und Gontscharowa
Expressionismus aus der Sammlung Haubrich, u. a. Kirchner, Macke und Schmidt-Rottluff
Sammlung Fotografie mit rund 70.000 Werken
Museumsbau von Busmann + Haberer mit Scheddach direkt zwischen Dom und Rhein
Dauerausstellungen
Sammlung Museum Ludwig – Wechselnde Präsentation der Sammlung vom Expressionismus und der russischen Avantgarde über Picasso und den Surrealismus bis zu Pop Art und Gegenwartskunst.
Gegründet
1976
Träger
Stadt Köln
Leitung
Dr. Yilmaz Dziewior
Besucher pro Jahr
ca. 304'942 (2017)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
13,50 €
Ermässigt
9,50 €Studierende, Auszubildende, Wehrdienstleistende und Bundesfreiwilligendienstleistende, Mitglieder von BBK und IGBK, ehrenamtliche Jugendleiter:innen sowie Inhaber:innen von Ehrenamtskarten
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler:innen haben freien Eintritt in Sammlung und Sonderausstellungen.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung genannt.
Menschen mit Behinderung
6,75 €Begleitperson frei · Menschen mit einem GdB ab 50 zahlen die Hälfte des regulären Eintritts; Begleitpersonen mit Merkzeichen B im Ausweis frei.
Studierende & Azubis
9,50 €Studierende der Kunst und Kunstgeschichte an Hochschulen in Köln oder Bonn haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 20 Pers.)
10 € p. P.Ab 20 Personen pro Person. Schulklassen inkl. zwei Lehrkräften frei. Führungen über den Museumsdienst Köln; Gruppen mit eigener Führung in Sonderausstellungen müssen sich anmelden (Buchungspauschale 25 €, für Schulen entfällt sie), in der Sammlung fällt keine Gebühr an.
Familien
–Kein eigenes Familienticket, da Kinder und Jugendliche frei sind; die MuseumCard Family (30 €) gilt für zwei Erwachsene und zwei Kinder in allen städtischen Museen.
Freier Eintritt:KölnTag am ersten Donnerstag im Monat (ausser an Feiertagen): Kölner:innen ganztägig freier Eintritt, alle anderen zahlen ab 17 Uhr 7 €
Das Ticket gilt für die Sammlung und alle Sonderausstellungen; Online-Tickets mit Zeitfenster. Freier Eintritt u. a. für Kölner:innen am Geburtstag, Köln-Pass-Inhaber:innen, Geflüchtete (+1 Begleitperson), Inhaber:innen der Kölner Künstlerkarte und Mitglieder der Fördervereine sowie von ICOM und Museumsbund. MuseumCard Single 18 € (zwei aufeinanderfolgende Öffnungstage in allen städtischen Museen, am ersten Tag inklusive ÖPNV in Köln); Jahreskarte der Kölner Museen inklusive Sonderausstellungen 90 €; mit KölnCard 20 % Rabatt. Öffentliche Führungen durch Sonderausstellungen 2 € zzgl. Eintritt, durch die Sammlung kostenlos zzgl. Eintritt. Audioguide 3,50 €.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Ebenerdiger Behinderteneingang mit Lift an der Bischofsgartenstrasse 1 (Südseite, Klingel in 110 cm Höhe); alle Ausstellungsbereiche per Aufzug erreichbar. Drei rollstuhlgerechte WCs mit Notruf, Leihrollstühle und Klapphocker an der Garderobe, Induktionsschleifen bei Führungen. Zwei Behindertenparkplätze an der Bischofsgartenstrasse. Für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es die Gesprächsführung „Über Worte zu Bildern“ (2 € zzgl. Eintritt, Anmeldung über den Museumsdienst Köln); Führungen in Gebärdensprache bei ausgewählten Veranstaltungen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
Eigener Audioguide für Kinder; Familienführungen, Wochenend-Workshops, Ferienprogramme und Kindergeburtstage (ca. 2,5 Std.) über den Museumsdienst Köln. Kinderwagen dürfen in die Ausstellung, Wickeltisch im Toilettenbereich des Eingangsfoyers. Kinder unter 12 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Dom/Hauptbahnhof
Direkt gegenüber Köln Hauptbahnhof (Fern-, Regional- und S-Bahn, auch vom Flughafen Köln/Bonn) und der U-Bahn-Haltestelle Dom/Hauptbahnhof.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kein eigener Besucherparkplatz; in unmittelbarer Nähe liegen Parkhaus Dom, Tiefgarage Rheingarten und Parkhaus Gross St. Martin. Zwei Behindertenparkplätze an der Bischofsgartenstrasse nahe dem ebenerdigen Eingang.
Café-Restaurant „Ludwig im Museum“ (Di–Sa 9–24 Uhr, So 9–21 Uhr, Mo Ruhetag), auch von aussen zugänglich. Museumsshop der Buchhandlung Walther König. Bewachte Garderobe und Schliessfächer; Taschen über DIN A4, Rucksäcke und Schirme müssen abgegeben werden. Kostenloses WLAN „Museum Ludwig“.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Keine allgemeine Raumvermietung ausgeschrieben: Exklusive Abendveranstaltungen im Museum sind Unternehmen vorbehalten, die Museumspartner werden.