Die Ausstellung stellt sechzehn in Ravensbrück inhaftierte Frauen vor und zeigt, welche Formen von Selbstbehauptung, Sabotage und Dokumentation im KZ trotz Lebensgefahr möglich waren. Entstanden in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Über das Museum
Der Bendlerblock am Rand des Tiergartens entstand ab 1911 für das Reichsmarineamt und blieb bis 1945 militärisch genutzt. Hier sprach Hitler im Februar 1933 vor der Reichswehrführung, und hier lag die Schaltzentrale des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944. Noch in der Nacht wurden Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Friedrich Olbricht, Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Werner von Haeften im Innenhof erschossen, Ludwig Beck starb im Gebäude.
An diesem Ort wurde 1953 im Ehrenhof ein Mahnmal mit der Bronzefigur von Richard Scheibe enthüllt, 1955 erhielt die Straße den Namen Stauffenbergs. Am 20. Juli 1968 eröffnete der Berliner Senat eine erste Gedenk- und Bildungsstätte mit Ausstellung. Ab 1983 wurde sie zu einem Ort ausgebaut, der den Widerstand in seiner ganzen Breite zeigt – von Arbeiterbewegung und Kirchen über Jugendliche und Exil bis zum Militär. Die neu konzipierte Dauerausstellung eröffnete 1989 in den historischen Räumen; die Einbeziehung auch kommunistischer Gruppen löste damals eine öffentliche Debatte aus.
Die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreut heute neben dem Bendlerblock auch die Gedenkstätte Plötzensee, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und die Gedenkstätte Stille Helden, deren Ausstellung seit 2018 im Bendlerblock gezeigt wird. Zum Haus gehören eine Spezialbibliothek mit über 100.000 Bänden sowie ein Schaudepot zum Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Seit Januar 2026 leitet Julia Spohr die Stiftung als Nachfolgerin von Johannes Tuchel.
Highlights
Ehrenhof mit Mahnmal am Ort der Erschießungen vom 20. Juli 1944
Stauffenbergs früheres Dienstzimmer als Teil der Ausstellung
Dauerausstellung mit 18 Themenbereichen zum Widerstand in all seinen Formen
Ausstellung „Stille Helden“ über Hilfe für verfolgte Jüdinnen und Juden
Schaudepot Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold
Kostenlose Audioführung in sieben Sprachen und Videoführung in Gebärdensprache
Dauerausstellungen
Widerstand gegen den Nationalsozialismus – Die Dauerausstellung zeigt in 18 Themenbereichen, wie Menschen aus allen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Milieus sich der NS-Diktatur widersetzten – bis hin zum Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 an diesem Ort.
Schaudepot Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold – Objekte, Bilder und Dokumente des 1924 gegründeten Reichsbanners, das als überparteiliche Massenorganisation die Weimarer Republik verteidigte; geöffnet mittwochs und samstags.
Gegründet
1968
Träger
Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Leitung
Julia Spohr
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Erwachsene
frei
Kinder & Jugendliche
frei
Seniorinnen & Senioren
frei
Menschen mit Behinderung
freiBegleitperson frei
Studierende & Azubis
frei
Gruppen (ab 13 Pers.)
frei p. P.Gruppen mit mehr als 12 Personen können die Gedenkstätte nur im Rahmen einer (kostenfreien) gebuchten Führung oder eines Seminars besuchen.
Familien
frei
Eintritt, Audioführung, öffentliche Führungen und Gruppenführungen sind kostenfrei.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Ehrenhof wegen Kopfsteinpflaster nur bedingt rollstuhlgeeignet; Haupteingang mit Rampe und automatischen Türen. Aufzug (Türbreite 88 cm, Tiefe 130 cm) zur Dauerausstellung (2. OG) und Sonderausstellung (1. OG); unterfahrbare Tische und Medienstationen. Barrierefreies WC im 2. OG. Bibliothek im EG nicht rollstuhlgerecht. Videoführung in DGS, Themenkatalog in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Familienticket
frei
Familienführungen & Workshops: nicht vorhanden
Gedenkstätte ohne eigene Kinder- und Familienangebote; die kostenlosen Bildungsangebote richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Bus M29 Gedenkstätte Deutscher Widerstand; Bus M48/M85 Kulturforum, Bus 200 Tiergartenstraße, Bus 300 Philharmonie Süd (je ca. 5 Min.); U1 Kurfürstenstraße sowie U2, S1, S2, S25 Potsdamer Platz (je ca. 10 Min.)
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Keine eigenen Parkplätze; kostenpflichtige öffentliche Stellplätze in der Stauffenbergstraße und der angrenzenden Sigismundstraße.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 75 Min.
Audioguide
ja (DE, EN, FR, ES, IT, PL, TR)
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führungen (ca. 75 Min., ohne Anmeldung, Treffpunkt Empfang 2. OG): jeden 1. Sonntag im Monat auf Deutsch, jeden 3. Sonntag auf Deutsch und Englisch, jeweils 15 Uhr. Kostenlose Führungen und Seminare für Gruppen nach Buchung. Audioführung auf Leihgerät oder als Rundgang auf dem eigenen Smartphone.