Eines der weltweit ersten und größten Museen zu queerer Geschichte und Kultur – mit wechselnden Ausstellungen, Archiv und Bibliothek in Berlin-Tiergarten.
ÖffnungszeitenEintritt ab 10 € Rollstuhlgerecht Café
Rund 100 Exponate erzählen von über fünf Jahrzehnten queerem Protest in BRD, DDR und vereinigtem Deutschland. Entstanden als Wanderausstellung mit Goethe-Institut und bpb.
Eine inszenierte Wanderung durch Dörfer und Kleinstädte zeigt queeres Leben, Aktivismus und Gemeinschaften abseits der Großstadt von den 1920er-Jahren bis heute.
Über das Museum
Den Anstoß gab 1984 die Ausstellung „Eldorado“ über homosexuelle Frauen und Männer in Berlin, die im damaligen Berlin Museum Zehntausende Besucher anzog. Die Initiatoren – studentische Aufsichtskräfte rund um Andreas Sternweiler, Wolfgang Theis und Manfred Baumgardt – wollten diese Arbeit dauerhaft fortsetzen und gründeten am 6. Dezember 1985 einen Trägerverein. Die erste eigene Schau über die Homosexuellenpresse folgte 1986 in Räumen der Allgemeinen Homosexuellen Arbeitsgemeinschaft.
Ab 1988 hatte das Museum sein Domizil am Mehringdamm in Kreuzberg, wo bis 2013 weit über hundert Ausstellungen entstanden – etwa zu Oscar Wilde, Marlene Dietrich oder zur Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus. Im Mai 2013 zog es in das Gebäude an der Lützowstraße in Tiergarten, das Platz für mehrere Ausstellungsräume, ein Café, Bibliothek und ein klimatisiertes Archiv bietet.
Seit 2008 hat sich das Haus inhaltlich geöffnet und bezieht lesbische, trans*, inter* und weitere queere Lebenswelten ein; das Sternchen im Namen steht für diese Erweiterung. 2015 zeigte es gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum die große Ausstellung „Homosexualität_en“.
Heute laufen meist mehrere Wechselausstellungen parallel. Die Sammlung mit Zeitschriften seit 1896, Fotos, Filmen, Plakaten, Kunstwerken und Nachlässen gehört zu den umfangreichsten ihrer Art weltweit und wird von Forschenden aus vielen Ländern genutzt.
Highlights
Mehrere parallel laufende Wechselausstellungen zu queerer Geschichte, Kunst und Kultur
Archiv mit Zeitschriften seit 1896, Nachlässen, Fotos, Plakaten und Filmen
Präsenzbibliothek mit rund 19.000 Titeln, ohne Anmeldung nutzbar
Kostenlose öffentliche Führungen donnerstags, samstags und sonntags
Café im Erdgeschoss
Gegründet
1985
Träger
Verein der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
5 €Arbeitslose, Rentner*innen, Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienst, Menschen mit Schwerbehinderung, Jugendleiter-Card, Mitglieder Vorspiel SSL Berlin e. V.
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Seniorinnen & Senioren
5 €Ermäßigt mit Rentenausweis
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ermäßigt mit Schwerbehindertenausweis
Studierende & Azubis
5 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Ermäßigte Gruppenmitglieder 3 €; private Gruppenführung (1 Std.) 80 € zzgl. Eintritt, max. 25 Personen
Familien
–Kein Familienticket; unter 18-Jährige haben freien Eintritt
Soli-Ticket
15 €Freiwilliger Unterstützungspreis
Berlin WelcomeCard
6 €
get2Card / joycard (2 Personen)
9 €Preis für zwei Personen
Freier Eintritt:Jeden ersten Sonntag im Monat (Museumssonntag Berlin)
Frei außerdem für Mitglieder des Museumsvereins, Presse sowie Inhaber von ICOM- und DMB-Ausweis. Öffentliche Führungen kostenlos. Gruppentarif laut deutscher Preisliste ab 10 zahlenden Personen.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: nicht vorhanden
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Haupteingang mit drei Stufen, stufenloser Zugang über den Hof (Klingel am Tor). Zwei rollstuhlgerechte All-Gender-Toiletten, Aufzug zur Bibliothek. Ausstellungsinfos als DGS-Video; DGS-Führungen bzw. Verdolmetschung ohne Aufpreis buchbar; Phonak-Hörverstärker (auch T-Spule) bei Führungen auf Nachfrage. Keine Braille-Informationen; einfache Sprache nur zu einigen Ausstellungen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Lützowstraße/Potsdamer Straße · 500 m
Bus M48, M85 bis Lützowstraße/Potsdamer Straße (ca. 500 m); Bus 100, 106, 187, M29 bis Lützowplatz (ca. 500 m); U1, U3 bis Kurfürstenstraße (ca. 750 m, mit Aufzug); U1–U4 bis Nollendorfplatz (ca. 900 m, mit Aufzug).
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Kein eigener Parkplatz; nur wenige kostenpflichtige Stellplätze in unmittelbarer Nähe, keine barrierefreien.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führungen Do 18 Uhr, Sa und So 16 Uhr, ohne Anmeldung, max. 25 Personen. Gruppenführungen (dt./engl./DGS) und Schulklassen über fuehrungen@schwulesmuseum.de. Audioguide nur zu einigen Ausstellungen.