
Herzogliches Georgianum
Kunstsammlung des 1494 gestifteten Priesterseminars an der Ludwigstrasse: spätgotische Skulpturen und sakrale Kunst, Besuch nur nach Vereinbarung.
Über das Museum
Das Herzogliche Georgianum geht auf eine Stiftung Herzog Georgs des Reichen von 1494 zurück: ein Kolleg für bedürftige Studenten der bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt. Mit der Universität zog es 1800 nach Landshut und 1826 nach München, wo 1835 bis 1840 das heutige Gebäude an der Ludwigstrasse entstand, das mit den Bauten der Ludwig-Maximilians-Universität ein Ensemble bildet. Bis heute leben hier Priesteramtskandidaten und studierende Priester.
Die Kunstsammlung verdankt das Haus vor allem Andreas Schmid, der das Seminar ab 1866 über Jahrzehnte leitete. Er trug religiöse Kunstwerke – vielfach aus seiner Allgäuer Heimat – zusammen, damit künftige Seelsorger Liturgie, Bildsprache und Heiligenverehrung an Originalen kennenlernen und später verantwortungsvoll mit den Kunstschätzen ihrer Pfarreien umgehen. Wandmalereien, Raumdekorationen und eine Sammlung von Gipsabgüssen gingen im Zweiten Weltkrieg verloren, die ausgelagerten beweglichen Werke blieben dagegen weitgehend erhalten.
Zum Stiftungsfest 1986 liess Direktor Reiner Kaczynski die Sammlung in eigens eingerichteten Räumen im Hochparterre an der Ludwigstrasse neu präsentieren, um sie auch Öffentlichkeit und Forschung zugänglich zu machen. Seit 1988 unterstützt ein Förderverein den Erhalt von Kunstsammlung und historischer Bibliothek. Von rund 600 Objekten ist etwa die Hälfte ausgestellt.
Highlights
- Spätgotische Skulpturen, vor allem aus dem Allgäu um Immenstadt
- Tafelmalerei und liturgisches Gerät von der Romanik bis ins 19. Jahrhundert
- Hauskirche „Coena Domini“ mit Andachtsbildern aus der Sammlung
- Historisches Seminargebäude von 1835–1840 im Ensemble der Ludwigstrasse
- Gegründet
- 1885
- Träger
- Herzogliches Georgianum (Stiftung)
- Leitung
- Stefan Kopp (Direktor des Georgianums)
Eintrittspreise & Ermässigungen
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Barrierefreiheit
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Kinder & Familie
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Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Führungen | ja |
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| Hinweise | Die Sammlung ist in Räumen des bewohnten Priesterseminars untergebracht und wird nur bei vereinbarten Terminen gezeigt. |





