Vorübergehend geschlossen (voraussichtlich bis 2027-06-04). Wegen Grundsanierung seit dem 23. Oktober 2023 vollständig geschlossen. Teilwiedereröffnung am 4. Juni 2027: Nordflügel und Mittelbau mit Pergamonaltar, Saal der hellenistischen Architektur, der neu präsentierten Sammlung des Museums für Islamische Kunst und einer Auswahl des Vorderasiatischen Museums. Einzeltickets sollen voraussichtlich ab Dezember 2026 buchbar sein. Der Südflügel mit Ischtar-Tor, Prozessionsstrasse und Markttor von Milet bleibt voraussichtlich bis 2037 geschlossen. Bis dahin sind ausgewählte Werke aus Pergamon im benachbarten Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ (Am Kupfergraben 2) zu sehen.
Ersatzangebot während der Schliessung im Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ am Kupfergraben 2: Originalwerke aus Pergamon und Yadegar Asisis begehbares 360°-Rundbild der antiken Stadt (eigenes Ticket).
Über das Museum
Anlass für den Bau war der Pergamonaltar, dessen Reliefplatten der Ingenieur Carl Humann ab 1878 im kleinasiatischen Pergamon ausgraben und nach Berlin bringen liess. Ein erster Museumsbau von 1901 erwies sich wegen des schwierigen Baugrunds bald als ungeeignet und wurde wieder abgetragen. Ab 1910 entstand nach Plänen von Alfred Messel, nach dessen Tod von Ludwig Hoffmann fortgeführt, der heutige Dreiflügelbau, der 1930 zur Hundertjahrfeier der Berliner Museen eröffnete.
Das Haus war von Anfang an darauf angelegt, ganze Bauwerke in Originalgrösse erlebbar zu machen: den Altar, das Markttor von Milet, das Ischtar-Tor mit der Prozessionsstrasse von Babylon und die Fassade des Wüstenschlosses Mschatta. Es beherbergt drei Sammlungen – die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Objekte, darunter der Altar, in die Sowjetunion gebracht; sie kehrten 1958 nach Berlin zurück.
Seit 2013 wird das Gebäude im Rahmen des Masterplans Museumsinsel in zwei Bauabschnitten grundlegend saniert. Der Altarsaal ist bereits seit 2014 nicht mehr zugänglich, am 23. Oktober 2023 schloss das gesamte Haus. Am 4. Juni 2027 sollen Nordflügel und Mittelbau mit dem Pergamonaltar, dem Saal der hellenistischen Architektur und der völlig neu eingerichteten Sammlung des Museums für Islamische Kunst wieder öffnen; das Vorderasiatische Museum zeigt dann eine Auswahl im Nordflügel. Der Südflügel mit dem Ischtar-Tor soll voraussichtlich 2037 folgen. Zudem erhält das Museum einen vierten Flügel für einen geschlossenen Rundgang und wird über die unterirdische Archäologische Promenade mit den Nachbarhäusern verbunden.
Highlights
Pergamonaltar mit dem Gigantenfries (ab 4. Juni 2027 wieder zu sehen)
Saal der hellenistischen Architektur
Mschatta-Fassade eines frühislamischen Wüstenschlosses
Aleppo-Zimmer und Alhambra-Kuppel im neu gestalteten Museum für Islamische Kunst
Siegesstele des assyrischen Königs Asarhaddon
Ischtar-Tor und Prozessionsstrasse von Babylon (Südflügel, voraussichtlich erst ab 2037)
Dauerausstellungen
Pergamonaltar und hellenistische Architektur – Ab 4. Juni 2027 wieder zugänglich: Altarsaal und Saal der hellenistischen Architektur der Antikensammlung, mit neuer Wandfarbe und verbesserter Beleuchtung, aber im Geist der Präsentation von 1930.
Museum für Islamische Kunst – Ab 4. Juni 2027 in völlig neuer Präsentation im Nordflügel: 25 Räume auf zwei Etagen führen durch 1.400 Jahre Kulturgeschichte, mit Mschatta-Fassade, Aleppo-Zimmer und Alhambra-Kuppel.
Gegründet
1910
Träger
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preussischer Kulturbesitz
Besucher pro Jahr
ca. 708'524 (2023)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Kinder & Jugendliche
–In allen Häusern der Staatlichen Museen haben Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr freien Eintritt.
Gruppen
–Die Gruppenführung „Highlights des Pergamonmuseums“ ist bereits für Besuche ab 8. Juni 2027 buchbar (begrenzte Kapazitäten); weitere Gruppenangebote folgen ab Frühjahr 2027.
Eintrittspreise für das wiedereröffnete Haus sind noch nicht veröffentlicht; Einzeltickets sollen voraussichtlich ab Dezember 2026 buchbar sein. Bis dahin: Pergamonmuseum. Das Panorama 14 €, ermässigt 7 €; Museumsinsel-Ticket (Bereichskarte für alle geöffneten Häuser der Staatlichen Museen auf der Museumsinsel an einem Tag, inkl. Panorama) 24 €, ermässigt 12 €.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: keine Angabe
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Die Grundsanierung soll die Barrierefreiheit des Hauses verbessern; konkrete Angaben für das wiedereröffnete Museum liegen noch nicht vor. Das Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ ist laut Staatlichen Museen vollständig rollstuhlgeeignet.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museumsinsel
U5 Museumsinsel; S-Bahn Friedrichstrasse oder Hackescher Markt; Tram bis Am Kupfergraben oder Hackescher Markt; Bus bis U Museumsinsel.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Die Staatlichen Museen nennen keine Parkplätze und empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.
Angaben zum Service nach der Wiedereröffnung stehen noch aus. Bis dahin: Café „pi“ und Buchhandlung Walther König im Pergamonmuseum. Das Panorama; Café & Restaurant Cu29 in der James-Simon-Galerie.
Veranstaltungen & Vermietung
Veranstaltungen in den Häusern der Staatlichen Museen vermittelt Museum&Location; Informationen zu künftigen Nutzungsmöglichkeiten im Pergamonmuseum nach der Wiedereröffnung gibt es auf Anfrage.