
Tränenpalast
Frühere Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstrasse mit Dauerausstellung des Hauses der Geschichte zu Teilung und Grenzalltag, Eintritt frei.
Über das Museum
Der Pavillon am Bahnhof Friedrichstrasse entstand 1962, rund ein Jahr nach dem Mauerbau, als Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle zwischen Ost- und West-Berlin. Die Architekten Horst Lüderitz und Günter Matzko entwarfen einen leichten Stahl-Glas-Bau im Stil der internationalen Moderne. Hier verabschiedeten sich DDR-Bürgerinnen und -Bürger von Verwandten und Freunden aus dem Westen, die zurückreisten – daher der Name Tränenpalast.
In der Halle fanden die Pass- und Zollkontrollen der Ausreisenden statt; bis zum Grundlagenvertrag 1972 durften hier im Wesentlichen nur Westdeutsche und Ausländer passieren. Mit dem Ende der Grenzkontrollen 1990 verlor das Gebäude seine Funktion und wurde am 2. Oktober 1990 unter Denkmalschutz gestellt.
Von 1991 bis 2006 diente der Bau als Club- und Veranstaltungsort für Konzerte, Kabarett und Partys. Nach dem Verkauf des Areals richtete die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in der Halle einen Ausstellungs- und Erinnerungsort ein.
Im September 2011 eröffnete die Dauerausstellung, heute unter dem Titel „Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung“. Sie zeigt auf rund 550 Quadratmetern mehr als 550 Objekte, Dokumente und Filme zu Grenzkontrollen, Überwachung, Flucht und Familientrennung sowie zum Mauerfall; Lebensgeschichten von Zeitzeugen stehen dabei im Mittelpunkt.
Highlights
- Original erhaltene Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Friedrichstrasse
- Stationen zu Pass- und Zollkontrollen in der früheren Abfertigungshalle
- Zeitzeugenberichte zu Trennung, Flucht und Ausreise
- Mehr als 550 Objekte und Dokumente zur deutschen Teilung
- Kostenloser Audioguide in zehn Sprachen, Leichter Sprache und Gebärdensprache
Dauerausstellungen
- Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung – Die Ausstellung in der früheren Abfertigungshalle erzählt vom Alltag an der innerdeutschen Grenze – von Kontrollen und Überwachung über Flucht und Ausreise bis zum Mauerfall, oft aus Sicht von Zeitzeugen.
- Gegründet
- 2011
- Träger
- Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
- Leitung
- Mike Lukasch
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppen (ab 10 Pers.) | –Kostenlose Gruppenbegleitungen ab 10 Personen, Anmeldung mindestens sechs Wochen im Voraus. |
|---|
Eintritt, Audioguide und Führungen sind kostenlos.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription
Ebenerdige Ausstellungshalle (550 m²), barrierefreier Eingang an der Gebäuderückseite. Gehstöcke, Reiserollstuhl und Klapphocker kostenlos am Infoschalter. Taktiler Übersichtsplan und Tastobjekte, Audiodeskription, Audioguide in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache, Führungen in Leichter Sprache buchbar, induktive Halsringschleifen bei Gruppenführungen. Keine Behindertenparkplätze; S+U-Bahnhof Friedrichstrasse mit Aufzügen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Kinderwagenfreundlich
- Wickelmöglichkeit
Spurensucherausweis für Familien mit Kindern ab 5 Jahren (ca. 45 Min.) kostenlos am Infoschalter. Für Gruppen Selbsterkundungen und Workshops für Kinder ab 8 Jahren. Kinderwagen und Rückentragen sind in der Ausstellung erlaubt; Wickeltisch im barrierefreien WC im hinteren Ausstellungsteil.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
S+U Friedrichstrasse
S+U Friedrichstrasse (S1, S2, S25, S5, S7, S75, U6); Tram M1, 12.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine Parkplätze am Museum; Bushalteplatz am Reichstagufer.
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Taxistand direkt am Bahnhof Friedrichstrasse.
Route planenService & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Garderobe
- Schliessfächer
- WLAN
Kostenlose Garderobe mit Schliessfächern (keine Gepäckaufbewahrung), kostenloses WLAN, Museumsshop.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, EN, FR, IT, RU, HE, DA, NL, PL, ES) |
| Fotografieren | Für private Zwecke erlaubt, ohne Blitz, Lampen, Stative und Selfiesticks. |
| Hinweise | Kostenlose öffentliche Begleitung am 1. und 3. Samstag im Monat um 15 Uhr (Anmeldung am Infoschalter). Gruppenbegleitungen (60 Minuten) kostenlos in zehn Sprachen, Anmeldung mind. sechs Wochen vorher; Gruppen ab 10 Personen müssen sich generell anmelden. Hunde ausser Assistenzhunden nicht erlaubt. |





